title

Wie können wir wachsen?

Das bedingungslose Grundeinkommen gilt als eine Chance zum Wachsen. Wenn Menschen nicht für die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse kämpfen müssen; Selbstbestimmung und Unabhängigkeit gewinnen, dann – so die These – suchen sie für sich sinnvolle Aufgaben – von Konsum bis Krankenpflege – durch welche sie Glück und Erfüllung finden. Gleichzeitig könnte dann sogar die unsichtbare Hand von Adam Smith wirken, wonach aus dem rationalen Handeln des Einzelnen, das Beste für die ganze Gesellschaft herauskommt.

 

Dann ist es vorbei

Das wir als Menschen wachsen müssen, ist ohne Zweifel. Gerade in Deutschland scheint sich eine Bevölkerung der Lemminge zu entwickeln, die das eigene Denken auf die Nutzung von Kopfhörer und Smartphone reduziert hat. Wenn wir aber nicht heute damit beginnen, uns aus den selbst verschuldeten Abhängigkeiten als Mensch und Organisation zu lösen, dann wird es möglicherweise in 10, 20 oder 30 Jahren keine Menschen mehr geben, die genügend Kreativität und Phantasie besitzen sich eine andere Welt vorzustellen, als jene in der sie dann leben werden.

 

Und so wachsen wir

 

  • Unseren persönlichen Zweck definieren und daraus auch ableiten, welchen Gruppen,- Organisations und -Institutionszwecken wir unterstützen möchten.
  • Routinen entwickeln, die auf der Erkenntnis basieren, das Wirklichkeit konstruiert ist und dauernd neu konstruiert wird und dass wir in der digitalen Gesellschaft, nicht mehr auf die Erfolgsformeln von gestern setzen können.
  • Sich bewusst machen, dass die Entscheidungen, die wir heute treffen oder nicht treffen, ganz entscheidenden Einfluss auf unserere und die Zukunft der Gesellschaft und unseres Planeten oder auch nur der Organisationen und Branchen haben, in denen wir arbeiten bzw. für die wir entscheiden.
  • Dabei wird eine besondere Fähigkeit darin liegen, die „Dringlichkeit des Jetzt“ mit der „Bedeutung des Nächsten“ in Einklang zu bringen
  • Erkennen, dass wir erst die alten Routinen, Verhaltensfomen und Denkmuster herausfordern und verlernen müssen, bevor wir neue entwickeln können. Dafür müssen wir uns die koginitiven Verzerrungen immer wieder bewusst machen, um uns langsam von ihnen zu befreien ,um unser Gehirn auf eine fluide und sich ständig wandelnde Lebenswelt vorzubereiten. Eine Lebenswelt in der mindestens 40 % von uns durch intelligente Maschinen ersetzt werden können.
  • Nur so können wir den passiven „Survival Mode“ verlassen, in dem sich 90 % der Menschen befinden. Klein gehalten durch ihre Umwelt und ihre eigene Passivitität, die sich auf Pokemon Go und der Hoffnung andere würden sich schon um die Vertretung ihrer Interessen kümmern, reduziert.
  • Wir müssen das Andere, Neue und unseren Haltungen und Meinungen Widersprechende aufsuchen. Das Gegenteil berücksichtigen und unser Darlings killen und vor allem  Sicherheit darin finden, dies immer wieder zu tun
  • Wir sollten unserern Ängsten begegnen, sie nicht vermeiden, sondern uns stellen. Wir brauchen den MutRisiken einzugehen und Fehler zu machen.  Immer weider neue Situationen suchen und fähig sein vom Experten Modus in den Beginners Mind Modus zu wechseln.
  • Wir können nicht länger das Leben der Anderen, also ein Cut und Paste Leben führen, sondern sollten die beste Version von uns selbst werden, womit aber nicht die Reduzierung auf ökonomische Verwertbarkeit gemeint ist. Werdet nicht zum „Silicon Valley Ich“!
  • Wir brauchen Intuition und Bauchgefühl aber auch Skepsis gegenüber Beiden und die Fähigkeit bzw. Bereitschaft unsere Intutiion zu testen
  • Wir müssen aktiv Regeln brechen, aber nicht im Verborgenen sondern offen und mit Ankündigung.
  • Miteinander reden, aufeinander zugehen, zusammen arbeiten. Gemeinsam auf höhere Ebenen kommen, statt faule Kompromisse zu suchen oder zu akzeptieren

 

Auch Organisationen müssen wachsen

Nur wenn wir als Menschen wachsen, dann können auch unsere Organisationen wachsen. Nur dann wird die Veränderung möglich, die sich beispielsweise viele Mitarbeiter und Kunden von Banken und anderen Unternehmen wünschen. Die Disruption der Organisationen ist zunächst einmal eine Disruption von Menschen. Sie entsteht durch Menschen, die Branchenregeln auf den Kopf stellen und wird durch Menschen verhindert , die entweder gar nicht reagieren oder mit den Antworten, die sie in ihrer langen Karriere gelernt und erfolgreich praktiziert haben.

 

Photo by Hanna Schwichtenberg on Unsplash

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

Post A Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Bedingungsloses Grundeinkommen
Bedingungsloses Grundeinkommen

Hot in 2018 Das „Bedingungslose Grundeinkommen“ hat es im letzten Jahr in den Mainstream der Medien geschafft. Dies ist vor...

Schließen