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Wie Blockchain die Zukunft des Gamings verändern könnte

Wie Blockchain die Zukunft des Gamings verändern könnte

Die Spieleindustrie wächst aktuell rasant. Dabei sind es weniger die Tischspiele, die durch Exitgames gerade eine Revolution durchmachen, sondern mehr die digitalen Spiele, die auf Smartphone, Konsole oder Computer gespielt werden. Die digitalen Games sind zwar schon seit längeren sehr beliebt, haben aber durch den Breitbandausbau und andere technische Fortschritte deutlich an Relevanz gewonnen. Heute sind Millionen von Spielern in Ligen organisiert und betreiben professionell E-Sports. Die Duelle der besten Spieler oder Teams ziehen dabei so viel Aufmerksamkeit auf sich, dass sie durchaus mehrere Hunderttausend Zuschauer, die den Zweikampf weltweit über einen Stream mitverfolgen, anzieht. Die besten Gamer sind wegen der großen Nachfrage zu richtigen Stars geworden und verdienen heute durch Streaming von Computerspielen mehrere Millionen US-Dollar im Jahr.

Aktuell steht die Gamingindustrie vor einer weiteren tief greifenden Änderung. Die Blockchain Technologie soll einige Aspekte des Gamings, das von mehr als 2 Milliarden Menschen auf der Welt ausgeübt wird, grundlegend ändern. Die dezentrale Verwaltung gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften der Blockchain. So ist die Technologie sicher vor Übergriffen Dritter und wird nicht von einem Medium, sondern von allen Teilnehmern gemeinsam gestaltet.

Die Entwicklung rund um die Blockchain wird schon seit einigen Jahren vorangetrieben. Durch die verschiedenen Kryptowährungen, aber besonders durch das Spiel CryptoKitties, ist die Technologie deutlich bekannter geworden. Ende 2017 brachte Axiom Zen das Game mit den bunten süßen Katzen auf den Markt. Im Spiel gilt es die bunten Tierchen zu sammeln, zu zeugen und zu tauschen und zu verkaufen. Dabei sind ältere Katzen mehr wert als jüngere und die eigene virtuelle Katze durch geschicktes Züchten und Paaren deutlich an Wert gewinnen.

Das Spiel läuft auf dem Blockchain Netzwerk von Ethereum. So wird für den Erwerb oder das Paaren der eigenen Katze mit einer anderen virtuelles Geld gezahlt. In diesem Fall kann nur in der Kryptowährung Ether gezahlt werden. Diese muss zuvor mit reellem Geld erworben werden. Da das Spiel sehr beliebt wurde, brach kurzzeitig das Netzwerk aufgrund der großen Nachfrage zusammen. Für die teuerste Katze wurden sogar deutlich über 150.000 US-Dollar bezahlt.

Die Entwickler hatten nicht damit gerechnet, dass das Spiel so beliebt wird. Das Ziel des Spiels mit den bunten visuellen Kätzchen war, einer breiteren Masse Blockchain näher zu bringen. Meist wird diese nur in Zusammenhang mit Kryptowährungen wie Bitcoin genannt. Blockchain kann aber viel mehr als das. Viele Experten gehen davon aus, dass die Blockchain Technologie in der Gamingindustrie und besonders im E-Sports eine immer größere Rolle spielen wird. Für Außenstehende ist dies nicht einfach zu fassen, allerdings ist es nicht nur im Gaming wichtig, eine Dezentralisierung anzustreben und so den Einfluss von einzelnen Personen oder Unternehmen zu minimieren.

Boris Janek

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