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Vertrauensoffensive

Diesen Text fand ich im letzten Beratungletter von Förster und Kreuz, die den Bestseller „Alles außer gewöhnlich“ geschrieben haben, in welchem Sie sich grob gesagt mit Veränderungen und neue Formen modernen Wirtschaftens beschäftigen.

Smile Bank & GLS Gemeinschafts Bank – Ethik PLUS Bank

Krisen haben, bei allem Schaden und Schrecken, auch etwas Gutes. Sie wirken wie ein reinigendes Gewitter. Die aktuelle Finanzkrise ist zwar noch nicht überstanden, wird aber garantiert folgenden Trend verstärken:

Kunden werden immer kritischer. Sie wollen wissen, was mit ihrem Geld passiert. Privatanleger fordern nicht mehr nur transparente Anlageprodukte, sondern auch ethisch korrekte. Für diese beiden Banken ist das nichts Neues…


Smile Bank, Großbritannien:
Überdurchschnittlich hohe Girokontozinsen und bis zur Hälfte günstigere Dispo-Gebühren als bei der Konkurrenz – die britische Internet-Bank „Smile“ bietet tolle Konditionen. Dabei legt die Bank das Geld ihrer Kunden ausschließlich in ethisch einwandfreien Fonds und Wertpapieren an.

Ein weiterer Grund, warum die Kundenzufriedenheit besonders hoch ausfällt: 98 Prozent ihres Energiebedarfs deckt die Smile Bank aus erneuerbaren Ressourcen. 2005 gewann die Smile Bank den „Consumer Finance Award“ von Guardian und Observer. Durchgängig seit 2002 ist die Smile Bank laut Branchendienst „Your Money“ auch bester Online Banking Provider. Nicht schlecht.


GLS Bank, Deutschland:
Die „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“ setzte als eine der ersten Banken auf ethisch-ökologische Veranlagung. Seit ihrer Gründung 1961 wird in Bildung, Heilpädagogik und ökologische Landwirtschaft investiert, seit Tschernobyl auch in regenerative Energien. Bereits 1989 legte die GLS Bank einen Windkraftfonds auf – der Zeit voraus.

Neben banküblichen Produkten wie Girokonto oder Kreditkarte können Kunden, die etwas Gutes tun wollen, mit ihren Zinserträgen oder Kreditkartenumsätzen bis zu 5.000 Initiativen unterstützen. Beim „GLS-Projektsparen“ etwa werden gezielt die Junge Deutsche Philharmonie, ein Obdachlosenprojekt in Hamburg und Entwicklungshilfeprojekte in Afrika und Asien unterstützt.

Ethibel, das renommierte Nachhaltigkeits-Ranking vergab der GLS Bank 2005 als erster deutscher Bank und als „Pionier der Finanzbranche“ die Bestnote „A“. Im Fitch-Rating gab es ein A+ für hohe Kreditqualität und niedriges Kreditrisiko.

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Man sieht, es gibt also durchaus andere Wege und da diese Idee sicherlich schon vor der Finanzkrise entstanden und umgesetzt wurden ist (der Newsletter Beitrag ist von Anfang Oktober), kann man hier wohl auch davon ausgehen, dass es sich nicht in erster Linie um eine Image Kampagne handelt.

Der Beratungsletter von Förster Kreuz ist übrigens sehr sehr empfehlenswert

electrOUncle

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • windkraftfonds-interessent

    Die GLS Bank legt bestimmt nur einen ganz kleinen Teil in Windkraftfonds an. Das sind zwar ökologisch gute, aber keines Falls sichere Anlagemöglichkeiten. Doch Hauptsache sie verdienen damit auch noch Geld.

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