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Versicherung 2.0 (2. Dezember 2008)

In meinem Bemühen jeden Tag im Dezember einen Blog Beitrag zu schreiben, melde ich mich nun vom Flughafen in Berlin. Nach zwei wirklich interessanten dienstlichen Terminen, die sich beide im weitesten Sinne um das Thema Social Media drehten, sitze ich nun auf einem gelben Stuhl, trinke eine Tasse Kaffee und blogge. Dabei fasse ich mich wie immer kurz.

Die gdi Impuls hat in der Ausgabe vom Sommer 2007, – Titel“ Auf sie mit Gebrüll! oder doch lieber mit Gefühl? mit einem sehr lesenswerten Leitartikel „Der Konsumensch von Stefan Kaiser, aufgemacht. Dieser Artikel beginnt mit dem sehr schönen Satz: “ Kaum zu glauben: Jeder Kunde ist ein Mensch. Wenn Sie wissen wollen, welche radikalen Folgen diese einfache Einsicht hat, sollten Sie sich ins Netz begeben – und Augen und Ohren offen spitzen.“ Das Spitzen von Augen und Ohren ist dabei ein sehr schöner Anfang. Noch effektiver könnte es sein den Kunden einfach anzusprechen und zu fragen: Was möchtest Du eigentlich haben? Was erwartest Du von uns?

Früher hätte man gesagt: Man kann doch nicht jeden Kunden fragen. Das ist doch viel zu teuer und aufwändig und außerdem wissen wir ohnehin viel besser was der Kunde will. Heute ist dies allerdings anders. Auch wenn sich viele Unternehmen, Institutionen, Organisationen und Menschen dieser Realität noch verweigern.  Trotzdem gibt es auch in der Finanzbranche immer mehr Anbieter die das Abenteuer wagen und den Kunden tatsächlich fragen. Frei nach dem Motto: Märkte sind Gespräche.

Das australische Unternehmen youi geht sogar noch darüber hinaus. Youi bietet Auto Versicherungen an. Dabei werden die Kunden zunächst sehr konkret gefragt, wie sie ihr Auto nutzen, wann sie das Auto fahren, wo sie es parken, wo sie das Auto fahren etc. Auf der Basis der Antworten wird dann eine individuelle Police ermittelt, die sich nicht aus statistischen Daten bzw. Annahmen über typisches aggregiertes Nutzungsverhalten ergibt. .

Youi setzt vollkommen auf das Internet. Es gibt also keine Filialen und wie das Unternehmen schreibt “ not many of the large overheads“

Zusammenfassend bleibt festzustellen: Auch Youi ist ein Fall von „Social Finance„. Denn wer seine Kunden fragt und in die Produkt Entwicklung einbzieht, handelt sozial. Wer darüber hinaus Menschen dabei hilft Geld zu sparen, handelt ebenfalls sozial. Und wer so handelt, wird über kurz oder lang erfolgreich sein.

Hier geht es zu Youi

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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Manchmal geht alles ganz schnell. Monatelang schaute ich nur in verständnislose Gesichter, wenn ich Freunden, Bekannten, Kollegen oder Kunden erzählte,...

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