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Twitter Kurz Test: Nachtrag (Kurzer Ausflug nach Österreich)

In den Twitter Kurz Test hatte ich eigentlich noch die Raiffeisenbank Lustenau aus Österreich mit einbeziehen wollen. Die Raiffeisenbank Lustenau war eine der ersten deutschprachigen Banken, die mir in Sachen Social Media Einsatz aufgefallen sind. Man startete dort mit einem Blog, schob eine Twitter Präsenz nach und ist inzwischen auch bei Facebook aktiv.

Die statistischen Daten vorweg:

http://twitter.com/raibalustenau

110 Follower, 159 Following People und 561 updates.

Das Hintergrundbild  ist recht ansprechend. Es ist vor allem individuell. Viele der Banken, die bisher gestartet sind, arbeiten zunächst mit dem Standard twitter Hintergrund. Das ist natürlich nicht verwerflich, sollte aber nach einer bestimmten Erfahrungskurve verändert werden. Vor allem sollte die Marke wiedererkennbar bleiben.

Alle Social Media Aktivitäten der Raiffeisenbank Lustenau haben eine Gesicht und strahlen Persönlichkeit aus. Dort twittern richtige Menschen, was der Nutzer auch sehen kann. Es ist sehr auffällig, dass Twitter hier nicht als reiner PR Kanal genutzt werden soll. Insgesamt findet man eine sehr gute Mischung vor. Es gibt immer wieder mal persönliche Statements und Dialog.

Die Anfragen über Twitter und Facebook werden prompt beantwortet. Die Aktivitäten sind teilweise auch ganz gut miteinander vernetzt und es wird versucht die Follower aktiv  einzubinden.

Insgesamt deshalb ein ausgesprochenes Lob für die Aktivitäten der Raiffeisenbank Lustenau. Welche Ergebnisse sich für die Bank bisher eingestellt haben, kann ich von hier aus nicht nachvollziehen. Nur die Bank selber kann sagen, ob sie mit den Ergebnissen zufrieden ist. Dafür sollte man sich allerdings im Vorfeld Ziele gesetzt haben.

Prinzipiell wird es wichtig sein, das die Aktivitäen im strategischen Zentrum der Bankentwicklung angesiedelt werden und ihren Beitrag zur Realisierung der Vision der Bank leisten.

Dies bedeutet: Es darf nicht passieren, dass die Social Media Tools dauerhaft als nebenher laufende Spielwiese betrieben werden. Gerade als Genossenschaftsbank ist die Raiffeisenbank Lustenau in der Lage ihre Vision im Internet abzubilden. Damit werden sich Direktbanken und Privatbanken dauerhaft schwer tun. Die Finanzkrise wirkt hir noch verstärkend. Zum Schluss handelt es sich bei einer Volksbank aber um ein Unternehmen, das – um überleben zu können – auch Umsätze generieren muss. Es wird also wichtig sein aus „Engagement“ irgendwie auch „Response und Transaktion“ zu machen und das dann auch messen zu können.

Darüber hinaus wird es sinnvoll sein zu überprüfen, ob twitter auch für die bisherige Kundenkommuniktaion genutzt werden kann. Wäre es z.B. vorstellbar hierüber Kundenmeinungen oder -expertisen einzuholen? Ist es denkbar Kundenanfragen hierüber zu beantworten. Kann Twitter genutzt werden, um Mitgliedschaftsvorteile zu transportieren. Vielleicht könnte man hier so etwas ähnliches wie twollars einsetzen.

Ein gutes Beispiel für eine bessere Einbindung  von Twitter in die tägliche Bankpraxis findet man z.B. bei der ubank.

Ach ja. Die Naspa twittert auch. Allerdings steht man dort auch noch am Anfang.

electrOUncle

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Andreas Liebhart

    WOW, weiß gar nicht was ich schreiben soll. Klar bemühen wir uns, aber so ein positives Urteil… Herzlichen Dank! Das gibt Laune und Kraft für die weiteren Aktivitäten.

    Was mir bezgl. der Follower aufgefallen ist: Solange wir nur Feeds getweeted haben, hat sich die Anzahl der Follower in Grenzen gehalten.

    Sobald ich angefangen habe, eigene Tweets zu schreiben, Replies und Retweets zu machen, hat sich die Anzahl der Follower relativ schnell erhöht.

    Eigentlich logisch, denn auf einem Marktplatz höre ich auch lieber richtigen Menschen zu, als irgendwelchen, mitunter vielleicht durchaus interessanten Tonkonserven…

    Ein nettes Beispiel für Corp. Twittering aus den letzten Tagen: Jetblue vs. Lufthansa

    @Response: Twitter ist und wird auch in nächster Zukunft in Österreich (und auch in Deutschland) noch ein Nischenkanal bleiben. Unser Web 2.0 Auftritt „hängt“ zum einem großen Teil an unserem Blog.

    Momentan wird das Blog imho als „andere Homepage“ wahrgenommen, das müssen wir sicher noch besser kommunizieren. Kommentare zu hinterlassen, hat sich auch nicht wirklich in Lustenau und Umgebung „eingebürgert“.

    Der mögliche messbare Nutzen liegt imho daran, dass die Bank durch das Blog transparenter wird, ein Blick hinter die Kulissen wird möglich. Generelles Ziel der PR, nicht nur für uns: Als Kunde gehe ich nicht zur Raiba Lustenau, sondern zu Claudia, Julia, Sara, Günter und wie sie alle heißen. Wenn das Web 2.0 dazu etwas beitragen kann, dann waren wir in meinen Augen erfolgreich.

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