title

Blog

Social Media und Fussball sind immer noch wichtig (Teil II)

Es folgt nun der zweite Teil eines Artikels, der sich auf meine vier Vorträge vor Volksbanken Raiffeisenbanken mit dem Titel „Die Social Media Show“ bezieht. Diese Vorträge verfolgten das Ziel eine Verbindung zwischen Fussball und Social Media herzustellen und die „schönste Nebensache der Welt“ zu nutzen, um Social Media zu erklären. Im Rahmen des Vortrages, den ich gerne auch bei Ihnen halte, wurde übrigens auch Fussball gespielt.

Hier noch einmal der erste Teil

Wie wird man eigentlich Weltmeister?

Jogi Löw hatte das Rezept nicht ganz, wobei letzlich immer auch ein wenig Glück dazu gehört, die richtige Taktik und die entsprechende Tagesform. Mit dem Begriff  Taktik bewegen wir uns in die richtige Richtung. Um als Fussballer erfolgreich zu sein, muss man sich an Regeln halten und muss Wege finden, um die Gegner zu besiegen. Nun sind die Regeln im Fussball ähnlich wie bei Social Media sozusagen evolutionär entstanden. Irgendwann wurden diese Regeln zumindest im Fussballsport niedergeschrieben und heute wird das Spiel – mal abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen – weltweit nach diesen Regeln gespielt. Fussball ist damit mit seiner mehr als 2000 jährigen Geschichte etwas weiter als Social Media.

In jedem Fall führt mangelnde Vorbereitung beim Fussball selten zu Erfolgen. In der Regel verletzt man sich und andere nur. Und auch bei Social Media gilt diese Regel. Wenn Sie also lieber Bayern München statt der VFL Bochum (Bochum Fans mögen mir hier verzeihen, gerne kann auch Fortuna Düsseldorf eingesetzt werden), dann  gibt es auch auf dem Social Media Spielfeld Kniffe und Tricks, die erfolgreiche von weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheiden.

Es erscheint mir deshalb wichtig  strategisch und geplant vorzugehen. Natürlich erfreuen wir uns auch im Fussball an den unkoventionellen und kreativen Einzelkönnern mit den besonderen Ideen. Aber machen wir uns nichts vor: Trotz Maradona, Ronaldo oder auch Robben. Ohne Strategie und die effektive Kombination der einzelnen Teile zum Ganzen entwickelt sich kein neuer  Weltmeister. Oder um in abgewandelter Form Gary Lineker zu bemühen. Am Ende kommen die Deutschen zumindest (fast) immer ins Endspiel. Und wenn es nicht die Deutschen selber sind, dann doch zumindest von deutscher Mentaltität geprägter Fussball.

Beim Fussball ist ein Trainer, der sein Handwerk versteht, übrigens ein guter Ratgeber. Aber worauf muss man bei Social Media achten? Das Buch „The groundswell von Charlene Li und Josh Bernoff gibt – sozusagen als Trainer – schöne, wenn auch vereinfacht dargestellte Hinweise, an denen man sich orientieren kann.

Menschen

Im Fussball hilft es weiter, wenn man sich vorher auf den Gegner vorbereitet. Nun sprechen wir bei Social Media nicht vom Gegner?), aber um in Sachen Social Media erfolgreich zu sein, sollte man sich zunächst Gedanken über die Zielgruppe bzw. besser über die Menschen, die man erreichen möchte, machen.

Nutzen diese überhaupt Social Media und wie nutzen sie Social Media. Sind sie eher passive Zuschauer oder aktive Kreatoren bzw. Kritiker. In diesem Zusammenhang werden jedem Unternehmen noch zahlreiche weitere Fragen einfallen. Bei der Beantwortung sollte man jedoch nicht vorschnell, sozusagen auf der Basis des eigenen Selbstverständnisses urteilen. Aussagen wie: Meine Kunden sind nicht so bzw. wollen oder brauchen das nicht, können sich sehr schell als falsch herausstellen.

Ziele

Im Fussball gibt es grundsätzlich immer nur ein Ziel: Gewinnen. Und viele Siege führen dann zu Titeln. Auch ein Social Media nutzendes Unternehmen sollte sich damit beschäftigen, was eigentlich erreicht werden soll. Wie soll – so das groundswell Buch – die Beziehung zu den Kunden und potentiellen Kunden eigentlich verändert werden und wie weit – um mit Mia zu sprechen – will man gehen?

Möchten sie nur zuhören? Möchten sie sprechen? Möchten sie Verbraucher aktivieren? Sollen die Verbraucher sie unterstützen bzw. anderen Verbrauchern helfen oder möchten sie die Verbraucher vielleicht sogar intensiv einbinden und an der Unternehmensentwicklung beteiligen. Alle diese Stufen bauen aufeinander auf und so manches Unternehmen wird – z.B. aufgrund der internen Bedingungen- über das Zuhören nicht hinauskommen. Allerdings muss auch „Zuhören“ gelernt sein, denn viele Menschen und Unternehmen hören ja nur das, was sie hören möchten.

Strategie

Jedes Unternehmen muss sich darüber hinaus fragen, was es eigentlich konkret erreichen möchte und ob es überhaupt in der Lage ist, die entsprechenden Schritte zu gehen. Auch als Fussballer kann man sich ja mit dem „Bolzen“ zufrieden geben. Nicht jeder möchte oder kann zu den Besten gehören. Nur wenige machen heute einen wirklichen Unterschied.

Wie kann also die Bank diesen Unterschied machen? Welche konkreten Chancen und Möglichkeiten hat sie? Welche Ressourcen sind überhaupt vorhanden und wie tief verwurzelt kann oder soll Social Media im Unternehmen überhaupt sein und schliesslich passen die Zielsetzungen überhaupt in die Gesamtstrategie bzw. zur Vision des Unternehmens

Technologie

Ganz zum Schluss erfolgt dann erst die Auswahl der Technologie oder des Instrumentes. Es gibt also einige Aufgaben zu erledigen, bevor man sich für twitter, Facebook oder ein anderes Instrument entscheidet.

Auch im Fussball gilt es viele wichtige Fragen zu beantworten, bevor man sich um Trikots, Schuhe oder die Beschaffenheit des Platzes kümmert. Diese Faktoren sind nicht das Wesentliche für den Erfolg und letztendlich – wieder bezogen auf Social Media – liegen hier auch nicht die wirklichen Hürden. Man braucht kein twitter oder Facebook Abitur. Wenn man allerdings die vorhergehenden Fragen nicht hinreichend beantwortet, dann steigt das Risiko des Scheiterns bzw. der Wirkungslosigkeit und irgendwann wird uns der Vorstand das neue Spielzeug wieder wegnehmen.

Womit das Ende des zweiten Teils meines Vortrages mit Show Elementen gekommen wäre. Oder kann man Fussball am Ende überhaupt nicht mit Social Media vergleichen? Welches Beispiel aus unserer realen Lebenswelt wäre denn besser geeignet? Man will ja nicht auf der Stelle stehn bleiben.

An dieser Stelle meines Vortrages folgte – sozusagen als Übergang in den nächsten Teil -wiede ein kurzes Video. Allerdings die ältere Version: Hier nun also ein Beispiel für das „Sprechen“ in Social Media:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=fLreo24WYeQ]
Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

Post A Comment

 

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Sechs Fragen für Thorsten Hahn

Soziale Netzwerke sind keine neue Erfindung und deshalb ist die Fähigkeit neue Netzwerke zu knüpfen oder zu netwerken schon immer...

Schließen