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Social Media ist nicht gleich Social Media

Seitdem ich aufgehört habe die Social Media Aktivitäten von Banken zu zählen und hier aufzuführen, kommt es vor, dass mir die ein oder andere Aktivität der Finanzunternehmen entgeht. Die Zahl der Finanzunternehmen, welche Social Media zumindest als ein Instrument entdeckt haben, mit dem man Verbraucher offenbar kostengünstig erreichen kann, wird von Tag für Tag grösser, auch wenn wir – die wir uns mit dem Thema näher beschäftigen und zumindest eine gewisse Leidenschaft dafür entdeckt haben – nicht alle Aktivitäten wirklich ls Social Media bezeichnen würden.

Offenbar gibt es für uns gutes und schlechtes Social Media.  Social Media kann offen, authentisch, ehrlich und um den echten gleichberechtigten Dialog mit Menschen und Verbrauchern bemüht sein. Es kann aber auch nach den Prinzipien klassischer Marketing- und Kommunikationskanäle eingesetzt werden. Dann hat es die Bezeichnung aber eigentlich gar nicht verdient. Das ist eigentlich eine fast schon akademische Frage, die vor allem für das Objekt der Begierde – den Menschen oder potentiellen Kunden – überhaupt keine Rolle spielt.

Im von mir sehr geschätzten Blog the strategy web, gab es unlängst einen, leider nicht besonders gut recherchierten, Artikel über die Social Media Aktiväten der Banken, der aber in seiner Analyse, dass sich die Banken dem Thema nur sehr behutsam und auch eher mit Ängsten nähern, durchaus richtig lag.

http://www.thestrategyweb.com/top-banken-naehern-sich-social-web-langsam

In den Kommentaren zu diesem Blog Post wurde dann von einem Mitarbeiter der DVAG auf die zahlreichen „Social Media“ Aktivitäen dieser Bank hingewiesen und ich muss eingestehen, dass ich aufgrund der dargestellten Quantität, zunächst sehr beeindruckt war. Wie so oft hat Lothar Lochmaier in seinem Blog etwas genauer hingeschaut und konnte nachvollziehbar darstellen, dass Quantität eben kein Kriterium für die Bewertung von Social Media Aktivitäten durch Unternehmen sein kann. Auch wenn die Nutzung eines twitter Accounts oder der Betrieb eines Blogs rein definitorisch ja durchaus das Markenzeichen „Social Media“ tragen dürfte. Die Akivitäten der „Deuschen Vermögensberatung“ sind in jedem Fall überwiegend noch von einem alten Denken geprägt und werden von klassichen Methoden geprägt, auch wenn hier der Vorstand selbt aktiv ist. Was man allerdings, aufgrund der doch sehr klassischen Tonität der gesamten Maßnahmen, dann auch kaum noch glauben mag.

Manchmal ist es dann hilfreich oder auch entlarvend die „Social Media betreibenden“ Vorstände auch mal in einem nicht virtuellen Gespräch kennen zu lernen, denn wer in einem echten zwischenmenschlichen Gespräch nicht offen, authentisch und gleichberechtigt kommunizieren kann, der kann dies auch nicht in der Realität. Ich kenne zumindest zwei Vorstände, denen ich diese Qualität zu 100 % zusprechen kann.

Eine umfassende Bewertung der DVAG Aktivitäten finden Sie bei hier:

http://lochmaier.wordpress.com/2010/05/14/ausgeleuchtet-deutsche-vermogensberatung-dvag-funkt-social-media-ans-y-gen-fruher-an-spater-denken/

Grundsätzlich erreichen wir auch in der Bankenbranche nunmehr den Punkt, wo wir die wirklichen inhaltlichen Substanzen des Buzz Wortes „Social Media“ erkennen und herausarbeiten sollten. Offenbar verändert die Nutzung von Social Media überhaupt nichts, wenn es kein Fundament der Veränderung und des neuen Denkens gibt. Es geht igentlich auch nicht  um „Social Media“ oder “ Social Banking sondern  ganz allgemein, um die Rückbesinnung unseres wirtschaftlichen Handelns auf seine soziale Basis. Das Internet schafft hier herausragende Möglichkeiten und es bereitet eigentlich erst den Weg für die Rückbesinnung auf das Soziale. Dieses muss jedoch das ganze Unternehmen durchdringen. Die erfolgeichen Unternehmen der Zukunft sind soziale Unternehmen. Mit oder ohne Internet

Beachtlich finde ich übrigens die Social Media Akivitäten der Ethikbank. Vor allem im Blog werden auch Tehmen angefasst, an welche sich viele Unternehmen nicht herantrauen würden. Und auch die Qualität der ersten Beiträge finde ich beachtlich.

http://ethikbank.blog.de/

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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