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Persönliche Ziele für meine Zukunft in der VUCA -Welt

Vor einigen Tagen habe ich das hier integrierte Video erstellt. Das war noch bevor der #Coronavirus das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt hat.

Ich erlebe nunmehr die dritte große Krise. 9/11 im Jahre 2001, die Finanzkrise im Jahr 2008 und nun COVID -19. Alle Ereignisse haben mein Leben sehr speziell beeinflusst. Im Jahre 2001 war ich beispielsweise auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, weil mein damaliger Arbeitgeber gerade zum Opfer der Dotcom – Krise zu werden schien.

Hatte ich am 11.09.2001 noch eine Handvoll attraktiver Angebote unterschiedlicher Arbeitgeber auf dem Tisch, waren diese in der Woche danach bereits alle obsolet. Ein einziges Angebot blieb übrig.

Schwarze Schwäne

Die beschriebenen Krisen sind letztendlich alle schwarze Schwäne (siehe Buch von Nassim Taleb) . Egal was wir nach einer Krise tun, wir bereiten uns immer auf die Krise der Vergangenheit vor, die so nicht mehr eintreten wird. Alle zukünftigen Krisenereignisse sind neu und anders. Die Reaktion darauf lässt sich nicht planen. Was wir aber spätestens jetzt wissen, ist, dass jeder von uns seine eigene Veränderungsreise beginnen kann, die es ermöglicht mit ständigen Veränderungen und Risiken umzugehen.

Hier also meine Absichten und Prinzipien zur Diskussion. Wer sich das Video (Dauer 25 Minuten) nicht anschauen möchte, kann einfach den Text darunter als Zusammenfassung lesen.

Zum Schluss folgt dann noch ein kurzes Update, beeinflusst durch die rasante Entwicklung der letzten Tage.

Das Video hier anschauen



Intensiv mit der Zukunft beschäftigen (Futurologe)

Die Beschäftigung mit unserer Zukunft ist extrem wichtig. Wir bekommen die Zukunft, die wir gestalten oder sogar erfinden. Heute werden die Entscheidungen für unsere Zukunft getroffen, wenn wir uns damit nicht beschäftigen, können wir nicht mit entscheiden. Wenn wir jedoch eine Vorstellung von möglichen Zukünften haben, können wir aus der Zukunft führen.

Zu einem Superlerner werden

Lernen ist die wichtigste Fähigkeit in der digitalen Ökonomie. Wir können nicht mit Maschinen oder Technologie konkurrieren. Das Wissen, welches wir uns angeeignet haben ist wichtig. Noch viel wichtiger ist jedoch das Wissen, welches wir zusammen mit anderen bei der Lösung von Herausforderungen selber entwickeln.

Wie experimentiere und lerne ich?

Mit wem und von wem kann ich lernen?

Wie kann ich Verhalten, dass nicht mehr funktioniert verlernen?

Einen persönichen MTP entwickeln

Wenn ich in der Nacht oder Morgens aufwache, welches große Problem treibt mich um, bzw. möchte ich lösen?

Wenn ich eine Millionen Euro oder noch mehr Geld zur Verfügung hätte, welches Problem der Menschen würde ich lösen wollen?

Was treibt mich an, an dem ich mich immer wieder ausrichten kann? Wie kann ich groß denken, aber vor der eigenen Haustür anfangen?

Auf unendliche Spiele vorbereiten

In der komplexen Welt verändern sich ständig die Player und Regeln. Es geht nicht darum zu gewinnen. Das Spiel muss weiter gehen, dabei immer das Beste für alle im Sinn haben. Wie kann ich auch über meine Lebenszeit hinaus denken und handeln? Wie kann ich Ergebnisse liefern, statt Gedanken?

Mich verändern und das ständig

Man kann sich nur selbst verändern. Meine eigene Veränderung kann andere inspirieren. Veränderung geht aber nur in kleinen Schritten. Es ist wichtig zu wissen, wie unser Gehirn funktioniert, um die eigene Veränderung zu ermöglichen. Wie kann ich jeden Tag etwas an mir verändern und wie wirkt diese Veränderung auf andere Menschen?

Andersdenkende suchen

Wir brauchen Andersdenkende, um lernen zu können. Wir sollten andere Meinungen aktiv aufsuchen und uns mit diesen auseinander setzen. Konflikte sind positive Signale, die wir nutzen können, um damit auf höhere Ebenen zu kommen und bessere Lösungen zu finden. Was in den letzten Monaten in den sozialen Medien, aber auch in den klassischen Medien passiert, ist eine Katastrophe: Wir schreien uns nur noch an und finden nicht mehr zusammen. Jeder hält seine Meinung und Lösung für die einzig mögliche und richtige. Wer kann mir helfen und wie schaffe ich es meine Schwächen öffentich zu zeigen und leben?

Mehr aus sich herausholen (Superhuman)

Jeder von uns kann mehr aus sich herausholen, als er es gegenwärtig tut. Steven Kotler oder Jamie Wheal haben mich mit ihren Büchern Stealing the fire und The rise of Superman zumindest schon einmal dazu bewegt, mich mit Möglichkeiten zu beschäftigen, leistungsfähiger aber auch zufriedener zu werden.

Bewegung, Schlaf, mit Freunden treffen, gesunde Ernährung, Zeit, die man fokussiert mit Lesen oder hören eines Hörbuchs verbringt, konzentriert Musik hören, sind alles Möglichkeiten, in uns selbst zu investieren. Durch viele kleine Schritte können wir immer besser werden

Meditation, Technologie, Konzerte und Parties (aktuell aber nicht zu empfehlen) und auch Supplements helfen uns dabei Flow Zustände zu erreichen

Von Krisen profitieren (Werde antifragil)

In seinem Buch „Antifragilität“ schreibt Nassim Taleb, dass manche Dinge von Schocks profitieren. Was muss man also tun, um durch äußere Angriffe oder Attacken besser zu werden?

Skin in the Game leben

Ebenfalls ein Buch von Nassim Taleb. Gehe nicht die Risiken der Anderen ein. Wer Risiken eingeht, muss nicht nur die Gewinne sondern auch die Verluste tragen.

Unternehmerisch sein (Entwickle ein Startup)

Ich glaube ich werde kein Startup gründen. Von einem Webinar mit Salim Ismail habe ich die Erkenntnisse mitgenommen, dass jede akademische Ausbildung an einer Hochschule oder auch Workshops und Bücher immer nur vermitteln, wie Unternehmen in der Vergangenheit gegründet wurden. Nur wer selber ein Startup entwickelt, lernt Unternehmertum. Nur wer als Innovationsmanager selber scheitern kann, wird Innovation hervorbringen.

Die Gründung eines Startups oder Unternehmens wird zudem immer leichter, wenn es auch eher unwahrscheinlich ist ein neues Google zu gründen. Es kann ja auch ein „Company of One“ im Long Tail einer Plattform sein.

Jetzt leben

Geniesse den Moment. Verlege Glück und Zufriedenheit nicht auf irgendeinen Moment in der nahen oder weiten Zukunft. „Die Gegenwart ist alles, was wir besitzen“. Der Cartoonist Bill Keane soll gesagt haben: „Gestern war Vergangenheit, morgen ist die Zukunft, heute ist ein Geschenk“

Quelle: Der tägliche Stoiker von Ryan Holiday (Stephen Hanselmann)

Aber wie? Gemeinsam

Prinzipien, Erkenntnisse und Absichten sind noch keine Veränderung. Sie sind im besten Fall ein erster Schritt. Es braucht sehr viele kleine Schritte.

Die Frage ist: Wie kann ich jeden Tag 1 % besser werden, indem ich die großen Brocken in kleine Stücke zerlege und wie bekomme ich Feedback über meine Entwicklung. Den Weg habe ich noch nicht gefunden.

Ein sehr gutes und hilfreiches Buch dazu ist Atomic Habits von James Clear

Ich weiß allerdings, dass es nur gemeinsam geht. Wir können uns gegenseitig helfen.

Was möchtet Ihr an Euch verändern und wo möchtet Ihr Euch hin entwickeln. Welches Bild von der Zukunft führt Euch?

Nach der Verschärfung der Coroana Krise

Heute ist der 17.03 2020. Was in so kurzer Zeit alles geschehen kann. Die Komplexität hat uns voll erwischt. Niemand weiß, was in einer oder 2 Wochen sein wird. Sind einige der Prinzipien oder Absichten, die mich zukünftig treiben sollen, bereits obsolet geworden? Nein, ich glaube sie sind wichtiger denn je. Ich ergänze meine Prinzipien um ein paar Gedanken.

Kollektive Sicherheit profitiert von extremer individueller Risikovermeidung

Hier ist ein spannender Artikel von Nassim Taleb. Viele Menschen haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Ich hadere ehrlich gesagt auch jeden Tag mit mir. Kann man die Welt wirklich für Monate einfrieren und damit den Virus stoppen? Unsere individuelle Risikobetrachtung müssen wir jedoch auf den Prüfstand stellen. Jedes Risiko, welches wir persönlich eingehen, gefährdet die Sicherheit aller anderen und nicht mehr nur weniger anderer

Arbeite gegen Angst und Panik

Angst und Panik sind das zweit- und drittschlimmste was uns passieren kann. Wir brauchen Mut und Zuversicht. Sucht nach positiven Nachrichten, prüft deren Richtigkeit und verbreitet sie. Bringt jeden positiven Gedanken in das Netz. Streitet Euch in den sozialen Medien nicht über richtig oder falsch. Keiner weiß wie es geht. Man nennt es Komplexität. Das bedeutet aber auch, es gibt nicht nur den einen Weg und man sollte offen für andere Möglichkeiten bleiben – SENSE + RESPOND

Links

Peter Diamandis sieht positive Entwicklungen. Tipping Point bald erreicht?

Exponential Implications Corona Virus

Das Flow Research Collective stellt in einem Google Doc hilfreiche Tipps für den Umgang mit der Corana Krise zur Verfügung. Unter anderem geht es auch darum wie wir mit Stress und unserer Angst umgehen.

Flow Research Collective Resources

Ebenfalls in der Liste die Podcast Episode Safe Ideas for Scarcy Times des ilovemarketing Podcasts

Von China lernen? Wenn man die Medien verfolgt, dann sollten wir den Chinesen nicht vertrauen. Ich halte das für falsch. Die Chinesen sind uns in den Krisenerfahrungen einige Wochen voraus und sie sind uns technologisch teilweise um Jahre voraus. Wir sollten hinschauen und lernen

Thank you China für the effort and lessons

You tube Video vom Flow Genome Institut

Surviving an Thriving During Vuca Conditions

Um das eigene Verhalten und dessen Folgen gerade angesichts der unseren Gehirnen fremden Exponentialität besser einschätzen und entsprechend anpassen zu können, hilft es auch sich mit dem Tod auseinanderzusetzen und wie uns die moderne Struktur unserer Gesellschaften dabei hilft, das Todesrisiko zu reduzieren.

http://resiliencemaps.org/

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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