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Nochmal ein wenig Zukunft und Axel Liebetrau

Was bringt die Zukunft?

Wir leben in einer Zeit, in der uns nicht nur die Zukunft der Banken umtreibt. Im Internet, in allen Zeitungen, Fernseh- und Radiosendungen und auch vielen persönlichen Gesprächen dreht sich heute vieles um Zukunft. Ich interpretiere dies als ein sicheres Zeichen, dass bei immer mehr Menschen zumindest ein Gefühl existiert, dass wir in vielerlei Hinsicht nicht mehr so leben können und werden wie heute. Viele Menschen haben realisiert, dass es auch eine theoretische Chance zur Veränderung gibt, und einige – wie z.B. die Fidorbank oder smava – packen es einfach an und zeigen, dass Veränderung möglich ist.

Was uns bremst ist meistens die Angst das mühsam Errungene wieder zu verlieren. Häufig aber auch die Tatsache,  das aktueller Erfolg uns gar nicht zum Nachdenken bewegt oder keine Dissonanz erzeugt wird. Warum etwas neu erfinden, wenn das Alte noch funktioniert. Antizyklisch zu handeln wird zwar in vielen Lehrbüchern empfohlen aber selbst die Politik beherrscht diese Fähigkeit nicht mehr. Und dann gibt es da ja auch noch das Risiko des Scheiterns, welches ja durch den organisierten und eben keineswegs freien Markt noch verstärkt wird, denn die Etablierten können sich immer besser wehren und benutzen dabei – siehe google street view – meistens eher die psychologischen Argumente. Unsere Angst vor dem Verlust von Schutz, Sicherheit, Privatheit oder auch Anonymität ist immer wieder ein gern genommenes Instrument.

Reicht neu verputzt aus?

Auf den Symposien der VR NetWorld GmbH war Zukunft auch ein Thema. Hier wurde z.B. über die Zukunft der Filiale diskutiert und heute konnte ich sehen, wie sich ein Unternehmen der genossenschaftlichen Gruppe die Zukunft der Filiale vorstellt. Sie sah gemütlich aus und schick, erinnerte irgendwie an ein Wohnzimmer oder eine Lounge. Nur was wird das verändern? Gehen Menschen wirklich nicht mehr zum Bankberater, weil es Ihnen in der Bank zu ungemütlich ist? Sind gemütliche Filialen wie z.B. Q110 in Berlin voller als ungemütliche? Ich habe da so meine Zweifel, obwohl die meisten Bankfilialen die ich kenne – und da kann man fast alle Banken in einen Sack stecken – nun wirklich ungemütlich sind.

Wir werden hier hoffentlich weiter über die Zukunft der Banken sprechen. Dabei sollte man Zukunft jedoch nicht mit Technologie verwechseln. Sie spielt sicherlich eine Rolle. Aber in erster Linie muss die Bank ihr Verhältnis zum Kunden bzw. zum Verbraucher überdenken und seinen (vielleicht sogar unbewussten) Erwartungen entsprechen.

Was regionale Banken tun können, um sich auf die Zukunft vorzubereiten, hat uns Axel Liebetrau in einem kurzen Videointerview erzählt.

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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Mein Interviewpartner Axel Liebetrau ist Experte für Innovation und Zukunft und er kennt sich gut aus mit Banken.  Was nicht...

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