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Mobile Banking ist auch „Social Banking“

Wir freuen uns, wenn die alten Medien unsere Themen aufnehmen, weil dies offenbar ein Anzeichen dafür ist, dass diese weiter in den Mainstream gesellschaftlicher oder in diesem Fall wirtschaftlicher Diskussionen dringen. Das Banking zukünftig anders aussehen wird als heute und sich einige Dinge vor allem im Zuge der Internetrevolution verändern werden, scheint immer mehr Menschen bewusst zu werden, auch wenn es noch ein weiter Weg ist, bis wir hier von Mehrheiten sprechen. Zwei Gründe sprechen aber dafür, dass wir es  nicht mit Phänomenen zu tun haben, die schnell wieder vorbei gehen.

1. Menschen sind bequem

und

2. Menschen haben es gerne einfach

und man könnte noch hinzufügen:

In einer immer komplexer werdenden Welt, sind einfache und wenig zeitaufwändige Problemlösungen nahezu überlebenswichtig.

Da das Internet inzwischen technologisch höchst langweilig, dafür aber sozial immer interessanter wird und die Zugangsbarrieren für alle Menschen immer niedriger werden, ist davon auzugehen, dass die Thesen, die zum Beispiel Chris Skinner vertritt, richtig sind:

Die Zukunft des Bankings ist mobil!

und

Die Zukunft des Bankings ist sozial!

Mit dem ipad und ähnlichen Endgeräten wird die Nutzung des Internets einen neuen Grad der Einfachheit erreichen, der auch solche Menschen ins Internet bringen wird, die bisher z.B. an der Zugangshürde Computer  – in der Regel handelt es sich dabei um Pcs – gescheitert sind. Und natürlich befreien uns die mobilen Endgeräte vom Zwang einen bestimmten Ort aufzusuchen, um das Internet nutzen zu können oder um Bankgeschäfte zu erledigen. Ab sofort können wir überall und zu jeder Zeit die Schnittstelle ins Internet nutzen, es sei denn wir wählen absichtlich abgeschiedene Orte, um mal ganz für uns allein zu sein.

Das ipad – so unausgereift es momentan auch noch sein mag – wird auch die Welt des Bankings weiter verändern. Es ist zum Beispiel – so meine Meinung – das ideale Arbeitsmittel für mobile Berater- und ersetzt damit schon jetzt die noch in Filialen verorteten Microsoft Surface Arbeitsplätze. Damit wird eine Vision von Bankvorständen zur Filiale der Zukunft einfach mal übersprungen. Wer braucht da noch Filialen könnte man fragen. Und in der Tat braucht es nicht mehr viel Phantasie, um sich Banking ohne Geschäftsräume vorstellen zu können.

Es gibt ja Banken, die verschenken oder verlosen gerade ipads an Ihre Kunden oder nutzen diese, um neue Kunden zu gewinnen. Jedem Bankkunden seine ipad Filiale möchte ich da ausrufen. Ob Banken die Bedeutung des mobilen Internets bzw. des ipads aber schon hinlänglich erkannt haben? Auf banktech.com gibt es einen interessanten Artikel hierzu, der auch die Probleme für Banken aufzeigt:  Welches Gerät soll man eigentlich wie unterstützen. Zuviele Smartphones, zu viele wie auch immer pads und entsprechende App Stores überfluten gerade das Internet und es ist eigentlich gar nicht absehbar, was der Kunde will und nutzen wird. Die Orientierung an Einfachheit und Bequemlichkeit und wirkliche Nützlichkeit könnte da eine kluge Strategie sein.

Über mobile banking in den Schwellenländern also zum Beispiel in Indien müssen wir gar nicht mehr reden und auch hier liegen die Gründe für den Erfolg in einfachen Prinzipien: Kosten, eben Mobilität, Austauschbarkeit zwischen Familienmitgliedern, Einfachheit etc.

Wer mehr Beweise dafür braucht, dass die Zukunft sozial und damit auch mobil ist, der schaue sich einfach mal diese Präsentation von Chris Skinner an. Also ich kann seiner Argumentation durchaus folgen. Und Sie?

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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Social Banking beginnt bei den Mitarbeitern

Worüber schreibt man, wenn man spät von einer kurzen Geschäftsreise zurückkommt und einem ein Thema nicht so recht einfallen möchte....

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