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Meine X des Jahres 2017

Meine X des Jahres 2017

Dies ist eine Art Jahresrückblick. Und X ist nur ein Platzhalter für die Themen, die mich 2017 bewegt haben und über die ich bereit bin hier öffentlich zu schreiben.

 

FINTECH

Es war kein großes Fintech Jahr. Natürlich, wenn man auf die Zahlen schaut, dann gab es auch in diesem Jahr wieder Rekorde. Wenn sich Erfolg auch darin ausdrückt, dass Banken zunehmend in Schwierigkeiten geraten, keine eigenen Innovationen hervorbringen und immer häufiger mit Fintech Startups kooperieren, dann kann die Fintechbranche auch hier zufrieden zu schnurren beginnen.

Aus Sicht des durchschnittlichen Kunden eines Finanzinstitutes, sei es nun Fintech oder Bank, war das Jahr jedoch eher mau. Welches wirklich wichtige Kundenproblem wurde tatsächlich gelöst? Immer noch sind wir in der Phase in der vereinfacht  und etwas Transparenz geschaffen wird. Immer noch liegt der USP darin, dass die Wahlmöglichkeiten der Menschen, ihr Geld Gewinn bringend zu investieren, zunehmen. Nur wird die Zahl der Menschen, die dazu noch in der Lage sind immer geringer. Die Ungleichheit in Deutschland ist aktuell so groß wie vor 100 Jahren. Wenn Zinsen dieses Problem lösten sollen, dann muss ich irgend etwas verpasst haben. Ein Fintech des Jahres gibt es also 2017 nicht.

 

Vielleicht aber eine fundamentale Erkenntnis, die erklären könnte, wieso Bitcoin gerade vor allem von Staaten hohe Aufmerksamkeit erfährt.

 

BLOCKCHAIN

Können wir unsere Hoffnung auf eine Technologie aufbauen? Wahrscheinlich nicht. Die entscheidende Frage ist ja immer: Was machen Menschen daraus bzw. damit? Nun könnte man, in einer zunehmend digitaler werdenden Welt, aber durchaus eine Art „Perpetuum Mobile“ der Humanität schaffen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn man die „Menschenrechte“ und vielleicht noch das „Gemeinwohlprinzip“ als eine regulatorische, weltweite autonome Organisation programmieren würde. Mehr bräuchte man doch eigentlich gar nicht?

Bis die Hoffnung stirbt, bleibt die Blockchain Bewegung die einzige Hoffnung auf wirklich fundamentale Veränderungen auch im Ökosystem „Finanzen“. Zu dieser Bewegung gehören Banken nicht und können sie ohne „Selbstdisruption“ auch nicht.

 

Etwas mehr Blockchain Jahresrückblick bei Finletter.de

 

INNOVATION

Wir leben ja irgendwie im Zeitalter der Innovation. Die Welt wird sich in den nächsten 50 Jahren wahrscheinlich entscheidender verändern als in den 500 Jahren davor. Allerdings beschränkt sich erfolgreiche Innovation spätestens seit dem Industriezeitalter darauf, immer mehr Menschen um ihre Arbeit und damit um ihr Einkommen zu bringen. Und ohne Einkommen wird das Leben und Überleben immer schwerer. Das ist auch im digitalen Kapitalismus noch nicht anders. Das „Null Grenzkosten“ Paradies, welches uns Jeremy Rifkin versprochen hat, ist zumindest noch sehr weit entfernt. Insofern war 2017 wieder kein gutes Jahr für die Menschheit.

 

Denn wir bewegen und eher Rückwarts statt Vorwärts.

 

FUSSBALL

Das geht ganz schnell. Mein Fußball Verein war in diesem Jahr zum ersten mal seit 25 Jahren wieder im Europapokal, um sich dann sofort wieder in Richtung 2. Liga zu bewegen. Letztendlich fühlt sich Erfolg und Misserfolg für den durchschnittlichen 1 FC Köln Fan aber immer gleich an und in der 2. Liga gibt es keinen Videobeweis, kein Leipzig, Wolfsburg, Hannover und Hoffenheim, kein Bayern München, aber trotzdem Spiele um 13.30 und 18.30 Uhr.  Aber dafür hoffentlich noch Fortuna Düsseldorf.

 

MUSIK

Umso älter man wird, desto weniger kann man mit aktueller Musik anfangen. Das ist doch ein Naturgesetz. Oder? Wenn meine Frau über das Radioprogramm entscheidet, dann läuft Eins Live. Bei mir läuft WDR 4 oder BFBS. Unser Radioprogramm kommt aber inzwischen von Alexa. Während ich diese Zeilen schreibe, spielt meine Alexa Elton John Songs. Hier sind meine 5 Lieblingsalben des Jahres 2017:

 

1. Destroyer – ken

2. Calcutta – Mainstream

3. King Krule – The OOZ

4. The Waterboys- Out of all this blue

5. Father Jon Misty – Pure Comedy

 

Und hier sind meine 100 Lieblingssongs aus dem Jahr 2017, wenn einer von Euch Deezer nutzt.

 

Am Rande gesagt. Die Weihnachtsfeiertage widme ich mich immer dem Ratpack. Allerdings dem richtigen Ratpack. In diesem Sinne, wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest mit diesem Sond der unvergleichlichen amerikanischen Crooner.

 

 

Photo by Bryan Minear on Unsplash

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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