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Meine persönliche Verschwörungstheorie

Wir haben gelernt, dass wir Deutschen nichts über Finanzen wissen. Die aktuelle Jugendstudie des Bankenverbandes behauptet nun aber, dass Jugendliche – und wir waren ja alle mal jung – wissen möchten, wie die Wirtschaft tickt. Da würde dann ja auch das Wissen über Finanzen dazu gehören. Wenn „die Jugend“ also wissen möchte wie die Wirtschaft tickt, warum sagt man ihr das denn nicht einfach. Haben hier eventuell unsere institutionellen Einrichtungen versagt oder versagen diese aktuell. Oder ist das Ganze auch eigentlich gewollt? Das wäre dann meine persönliche Verschwörungstheorie.

http://www.bankenverband.de/channel/101416/art/2753/rss/0/index.html

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Elmar Borgmeier

    Das eigentlich überraschende an der Studie ist für mich ein anderer Punkt:
    89% der Jugendlichen sind mit ihrer Bank (sehr) zufrieden.
    71% haben von den Banken eine (sehr) gute Meinung.
    Außerdem sind Banken weiterhin die wichtigste Informationsquelle mit deutlichem Vorsprung vor den Medien.

    Das sind sehr positive Werte, die angesichts des aktuellen medialen Banken-Baschings zumindest mich überraschen.

    • electrouncle

      Über diese Studienergebnisse kann man sich durchaus freuen. Aus meinem Studium weiss ich aber durchaus auch, dass man solchen Daten nicht immer vertrauen muss.Das gilt natürlich auch für die von mir hier kürzlich geposteten Zahlen. Allerdings gibt es für die mangelnde finanzielle Allgemeinbildung der Deutschen durchuas ja sehr viele Indizien und das junge Menschen in der Regel auch wissbegierig sind, ist eigentlich auch nichts Neues. Fatal wäre es in jedem Fall sich zufrieden zurückzulehnen und sich von den Ergebnissen blenden zu lassen. Man sollte bei der Interpretation der Zahlen nicht unberücksichtigt lassen, dass man sich in jungen Jahren ja eigentlich nicht so intensiv mit dem Thema Bank auseinandersetzt. Solange Banking im Geld abheben und der Abwicklung von Zahlungsverkehr und vielleicht noch ein wenig Geldanlage (zumeist in der Form eines Bausparvertrages) besteht, sind die Anlässe für Unzufriedenheit noch nicht so richtig hoch. Darüber hinaus kann es ja dann aufgrund mangelnder finanzieller Allgemeinbildung durchaus auch sein, dass man die Leistung eines Unternehmens in der Branche noch nicht so richtig einschätzen kann. Außerdem machen Sparkassen und Volksbanken ja in der Regel richtig gutes Jugendmarketing, dass heisst Sie kümmern sich sehr intensiv um den jugendlichen Kunden, auch wenn es sich häufig noch gar nicht rechnet.
      Insofern sind auch für mich die Zahlen überraschend – allerdings besitzte ich auch keine Bankausbildung und mir fehlt da sicherlich das Expertenwissen – ich würde die Zahlen aber auch nich über interpretieren wollen.
      Auch ich bin übrigens kein Freund von pauschalem Banken Baschings. Der Begriff ist aber leider genauso pauschal und könnte zur Interpretation führen, dass es nicht im ein oder anderen Fall auch Gründe für eine sachliche Kritik an einigen Finanzunternehmen gibt. Wir sollten, damit beginnen uns wirklich substanziell mit den Kritiken und den Kritikern zu beschäftigen und gemeinsame Lösungen zu finden. Aber unsere Diskussion ist ja schon mal ein Ansatz.

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