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Meine Frage an „Gut für Deutschland“

und die Antwort

Vor einigen Wochen habe ich hier kurz über die Internet Vertauens Kampagne der Sparkassen berichtet. Auf der Internetseite http://www.gutfuerdeutschland.de/ kann man Fragen zur Finanzkrise an die Sparkassen stellen. Das habe ich natürlich gemacht.

Meine Frage lautete ungefähr so: Haben auch Sparkassen Fehlinvestitionen betrieben?

Und das ist die Antwort:

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand können wir Ihnen folgende Antwort geben:

Die unmittelbaren Auswirkungen der Finanzkrise auf die Sparkassen sind gering, so dass die Institute sie aus eigener Kraft auffangen können. Zwar investieren die Sparkassen auch an den internationalen Finanzmärkten. Sie haben aber diese Mittel weit überwiegend in sicheren, festverzinslichen Wertpapieren angelegt.

Am Geschäft mit verbrieften US-Wohnungsbaukrediten, die deutlich im Wert gefallen sind, haben sich Sparkassen praktisch nicht beteiligt.

Sparkassen arbeiten nach einem soliden und bewährten Geschäftsmodell, das ihnen stabile Betriebsergebnisse bei beherrschbaren Risiken ermöglicht. Seit ihrer Gründung konzentrieren sich die Institute in ihrer Region auf das Geschäft mit privaten Kunden sowie mittelständischen Unternehmen.

Die Konzentration auf private Kunden und die mittelständische Wirtschaft entspricht auch dem öffentlichen Auftrag der Sparkassen: ein flächendeckendes kreditwirtschaftliches Angebot für alle Gruppen der Bevölkerung sowie für die kleinen und mittleren Unternehmen sicherzustellen.

Das Bemühen eine ehrliche und authentische Antwort zu geben, ist deutlich erkennbar und muss unbedingt gelobt werden. Auch wenn das Wort “ gering“ doch etwas verharmlosend wirkt. Darüber hinaus wirkt der Text sehr professionell, eben wie PR. Keinerlei Emotionalität und auch kein Wort des Bedauerns.Auf  konkrete Angaben z.B. über Schadenshöhen wurde dann auch einfach mal verzichtet.

Was ich ebenfalls nicht ganz verstehe. Es werden nur solche Fragen und Antworten veröffentlicht, die vorher von den Sparkassen geprüft und für gut (oder nicht zu unbequem) befunden werden. Insofern ist man noch nicht ganz in der Lage „Märkte als Gespräche“ zu betrachten und diese offen und authentisch zu führen. Wenn man sich den Gesprächen im Internet stellt, dann sollte man auch die Regeln der Gemeinschaft akzeptieren. Und Internet Gespräche finden eben eher nicht unter 4 Augen statt.

electrOUncle

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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