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Meine Erfahrung mit erweiterter Realität

und eine Vision

Heute Morgen am  Hauptbahnhof in Düsseldorf  habe ich, dem üblichen Ziel des Zeitvertreibs folgend, mal wieder meine Augmented Reality Apps ausprobiert. Und wie es sich für einen Finance 2.0 Blogger gehört, machte ich mir dabei oder danach Gedanken über die Bedeutung der erweiterten Welt für Banken.

Gibt es überhaupt sinnvolle Anwendungen und welchen Einfluss wird „Augmented Reality“ auf die Banken haben.

Antworten

Die erste Frage kann man leicht beantworten. Es gibt sie. Auch wenn nur wenige Anwendungen bereits auf den Markt oder entwickelt wurden, so zeigt ja zumindest, dass schon etwas ältere Android App der ING, welches über die Telefonkamera den Weg zum Geldautomaten oder zur Filiale weist, dass es durchaus für den Verbraucher nützliche Anwendungen geben kann. Auch wenn die Anwendung noch keine echte Anwendung der Kategorie „Augmented Reality“ ist.

Layar, Acrossair & Co

Zurück zu meinem morgendlichen Versuch auf dem Hauptbahnhof, wo ich zwischen „Kaffeebud“ und „Intercity“ nach Heidelberg Layar (inzwischen in einer überarbeiteten neuen und sehr gefälligen Version) und Acrossair nutzte. Und bei meinem Blick durch das Kameraauge und die vielen erweiterten Informationen in der sozial konstruierten Realität kam dann die oben genannte Frage auf?

Und was macht die Bank?

Welche Bedeutung hat „Augmented Reality“ für die Bank?. Welchen Sinn können Informationen wie tweets in Deiner Nähe, youtube Videos in Deiner Nähe oder einfach nur Geschäfte oder Banken in Deiner Nähe für uns  verbrauchende Menschen oder produzierende und verkaufende Unternehmen haben.

Nun: Mit Augmented Reality finde ich das Bankgebäude in meiner Nähe und den Weg dorthin. Mit Augmented Reality sehe ich youtube Filme der Banken, ich sehe wann ein Bank Mitarbeiter twitter oder Facebook nutzt. Ich sehe zukünftig die Beraterbewertungen einer Bank direkt über einer Bankfiliale schweben, vielleicht sogar direkt über dem Mitarbeiter. Aus youtube Filmen werden demnächst vielleicht Lifestreams. Den Bankberater kann ich mit virtueller Realität beim Autokauf einfach in das Gespräch über die Finanzierung hereinholen und ihn einerseits als Kompetenzträger andererseits als alternativen Anbieter nutzen.

Hurra und Buh

Für den Verbraucher klingt das auf den ersten Blick erst mal sehr gut. Mehr Information, mehr Wissen mehr Macht. Im Endergebnis bessere Chancen eine gute Entscheidung zu treffen. Natürlich gibt es auch Risiken. Aber die überlasse ich den Skeptikern. Gerne im Kommentarfeld.

Für die Bank klingt das möglicherweise schon gar nicht mehr so gut. Der Kunde sitzt am Steuer und die Bank fährt nur noch mit. Hier wird bestehen, wer eine wirklich nützliche und werthaltige Dienstleistung anbieten kann, denn „Augmented Reality“ wird schon schnell die Phase der technischen Spielerei verlassen und zu einem nützlichen Hilfsmittel des sozial Handelnden, also des Menschen werden.

Die Filiale der Zukunft?

Und was wird aus der Filiale. Könnte es sein, dass die Bank durch Augmented Reality überall sein wird? Mit den Hilfsmitteln des modernen Lebens kann ich meinen Berater immer erreichen. Ich kann sogar sehen wo er ist. Selbst spontane Treffen werden möglich. Ich finde Berater mit einem „Augmented“ Heiligenschein der Qualität direkt neben mir und kann diesen sofort ansprechen. Auch die Banktechnik wird immer kleiner werden. Das passt alles schon bald in ein iphone. Hat die Filiale dann wirklich noch eine Zukunft? Es wird Zeit, dass man sich mit Realität (Filiale), dem Handeln in der Realität (Social Media) und der erweiterten Realität beschäftigt. Jeden Tag eine neue Herausforderung, jeden Tag mehr Gründe um zu digitalen Soziologen und Psychologen zu werden.

Oder war das jetzt ein Anfall totaler Spinnerei? Ab an die Tastaturen und her mit den Kommentaren. Der fünfte sinnvolle und mehr als fünfzeilige Kommentar bekommt erstmals ein Geschenk von mir: Eine Flasche Rotwein!

PS. Der erste Versuch diesen Artikel direkt per iphone zu posten ist leider an der Realität gescheitert.

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Martin Adam

    Banken sind im Regelfall auch im Immobiliengeschäft tätig. Manchmal als Immobilienanbieter, meistens (oder eigentlich immer) als Immobilienfinanzierer.
    Die Möglichkeit einer Bank, ihre Kunden gezielt mit Augmented Reality auf Immobiliensuche zu schicken, ist eine gute Möglichkeit, den Kunden bei sich zu behalten. Ein eigener Layer mit ausschließlich Angeboten der Bank oder speziell ausgesuchten Angeboten und bereits verknüpften Finanzierungsalternativen ist sicherlich kein allzu schlechtes Marketinginstrument.

    • electrouncle

      Wow, so pragmatisch habe ich gar nicht gedacht. Ich bin mir sicher, dass es da noch so viele Möglichkeiten gibt und schaue gespannt auf die Entwicklungen

  • Martin Adam

    Wenn Ihnen mal eine Bank unterkommen sollte, die Interesse an einem solchen Weg hätte, würde ich mich bereit erklären, einen entsprechenden Showcase-Layer zu erstellen und vorzuführen.

    Und wenn Ihnen Unternehmen aus anderen Branchen einfallen, die sich gerne lokal produzieren wollen, so kann ich meine bestehenden Module anbieten.

    Es ist sehr viel möglich. Und der Aufwand (auch unter der Kostenbetrachtung) ist aufgrund meiner bereits durchgeführten Entwicklungen eher gering zu betrachten.

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