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Mein Lieblingssport und die Finanzkrise

Meine Daumen blieben ungedrückt

Am Samstag hat die Bild Zeitung mal wieder ordentlich gelogen: Ganz Deutschland drückt Bayern München die Daumen! So oder so ähnlich lautete da eine Schlagzeile.

Nein sorry! .Ich wurde nicht gefragt und selbst wenn ich mich noch so sehr bemüht hätte:

Ich konnte Bayern München nicht die Daumen drücken und durfte deshalb in einer meiner Lieblingseisdielen mit dessen Inhaber – einem fanatischen Inter Mailand Fan – ein leckeres Uerige (Altbier) auf den Sieg der Blau/Schwarzen  trinken.

Bald ist es soweit

Fussball kommt langsam wieder in Mode, denn in weniger als 3 Wochen beginnt die Weltmeisterschaft in Südafrika. Ganz Deutschland wird dann – so wird wohl die Bildzeitung titeln – wieder ein Fussball sein. Da ich mich diesesm Thema natürlich auch nicht entziehen kann, werde ich in meinen aktuellen Vorträgen – welche ich in den nächsten 4 Wochen noch drei mal vor Volksbanken Raiffeisenbanken halten werde – die Gemeinsamkeiten von Fussball und Social Media darlegen.

Das es darüber hinaus auch Gemeinsamkeiten zwischen Fussball und der Finanzkrise gibt, konnte man am Freitag im Handelsblatt nachlesen. Der Titel des Beitrages von Stefan Marx und Hans Peter Siebenhaar:

Das Milliarden Risiko Champions League

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Um unsterblich zu werden,  geht der Mensch gerne einmal höhere und unkalkulierbare Risiken ein. Ob dies auch der Antrieb der Verursacher der Finanzkrise war, vermag ich nicht zu beurteilen, aber um die Champions League zu gewinnen, riskieren die Vereinsoberen nicht nur Kopf und Kragen, sondern vor allem das Geld und die Identität des Vereins. Man liefert sich – so der Artikel – Finanzhaien aus, um das notwendige Kapital zu beschaffen, welches für einen Titelgewinn benötigt wird. Und – wir sind nicht verwundert – vor allem Spanien, England, Italien, Griechenland und auch die Türkei gehen hier gerne ein zu hohes Risiko ein.

Eine emotionale Bindung zum Verein muss man dafür gar nicht mehr haben. Es geht darum sich unsterblich zu machen. So kommt es dann, dass z.B. Manchester United inzwischen mit 800 Millionen Euro verschuldet ist und Englands Proficlubs mitterweile über mehr als 4 Milliarden Euro Schulden klagen. Auch Inter Mailand dürfte der Titel sehr viel Geld gekostet haben und als kleine Randnotiz des gestrigen Endspiels fiel auf, dass bis fast zur neunzigsten Minute kein einziger Italiener auf dem Spielfeld in Madrid stand. Natürlijh könnte man jetzt einseitig mit dem Finger auf die ausländischen Clubs zeigen und Bayern München – weil vernünftiger wirtschaftend – zum Sieger der Herzen erklären (Nein – niemals) – aber Borussia Dortmund hat ja nicht anders als Inter Mailand und Co gehandelt, um die Champions League zu gewinnen. Und auch Schalke 04 müsste ja eigentlich schon lange ohne Lizenz dastehen. Doch was für Banken und Politiker gilt, gilt auch für Fussballvereine und Funktionäre: Es handelt sich einfach um 2 Seiten derselben Medaille.

So zeigt sich mal wieder, wie schön man den Fussballsport heranziehen kann, um soziale Phänomene zu erklären. In diesem Sinne:

Bleibt zuhause im Sommer

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Anja Rauch

    Hallo 🙂 Dein Post wird wie Du wahrscheinlich weißt auf Handelsblatt.com gezeigt! Neben Handelsblatt.de zeigen WiWo.de, Karriere.de, Freitag.de, LR-Online.de und T-Online.de Deine Blogposts mit Hilfe von Twingly, wenn Du dort verlinkst. Schöne Woche! VG, Anja.

    • electrouncle

      Hallo,

      nein das weiss ich nicht. Kann ich mal einen Link geschenkt bekommen. Ausserdem eine Frage. Ich bekomme hier ja oft eingehende Links von twingly, die immer im Spam Ordner landen. Wie sieht es denn hinsichlich der Serisität dieser Links aus und wie kommen diese zustande.

      Danke für die Antwort

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