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Links zum abbiegen nach der Niederlage

Durch die WM vergessen oder die WM vergessen?

Ist die Zeit des Vergessens nur von kurzer Dauer? Angela Merkel, Guido Westerwelle und die ganze Bundesregierung sind gerade die grössten Fans der Fussball Nationalmannschaft. Danach kommen dann direkt die Vorstände und Mitarbeiter der großen Investmentbanken oder solcher, die es sein wollten.

Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Eine erfolgreiche Fussball Nationalmannschaft bringt die Menschen auf andere Gedanken und ein WM Sieg – der seit heute aber nicht mehr garantiert ist – würde den Zeitraum des Vergessens möglicherweise lang genug anhalten lassen, um die Umfragewerte der regierenden Parteien wieder auf ein für diese erträgliches Niveau zu verbessern. Man könnte dann sogar, ohne dass das Wahlvolk etwas merkt, die ein oder andere unpopuläre Entscheidung treffen.

Damit Ihr zumindest in Sachen Banken einigermaßen auf dem aktuellen Stand bleibt, folgen hier mal wieder einige Links, die gerne zum abbiegen genutzt werden können.

Neu muss nicht gut sein

Der Blicklog nennt in einer dreiteiligen Serie 10 Gründe für das Scheitern der neuen Finanzordnung, auch wenn das offizielle Scheitern ja erst in Toronto besiegelt werden wird. Und mal wieder reibt man sich verwundert die Augen darüber wie gering unsere Lernfähigkeit ist.  Kurzfristige und vor allem organisierte Interessen dominieren Vernunft und die Notwendigkeiten zur Veränderung. Es scheint als seien wir dazu verdammt dies zumindest solange zu ertragen, bis auch die ewigen Profiteure der Krisen selber ihre individuellen Krisen erleben. Mit anderen Worten: Wer nicht hören will, muss wohl fühlen.

Teil 1 der Blicklog Serie gibt es hier

Zu gross, zu dumm oder zu gierig?

Brett King stellt in seinem Blog die Frage, ob Banken eventuell zu gross sind, um sich überhaupt verändern zu können. Er fragt dies vor dem Hintergrund kaum noch vorhander Innovationen, welche von den Banken kommen. Seine Schlussfolgerungen kann man nur unterstreichen. Darüber hinaus geht es vielen Banken offensichtlich auch noch zu gut.

Kunden sind ja trotz Finanzkrise kaum wechselbereit. Wer für die immer gleichen Fehler und Unverschämtheiten nicht bestraft wird, sieht einfach auch keinen Anlass zur Veränderung. Darüber hinaus ist es ja auch so, dass die Regierungen der Staaten aufgrund fehlenden know hows gezwungen sind den Bock zum Gärtner zu machen. Ohne das know how der verursachenden Banken kommt man offensichtlich nicht aus und auch in Sachen Technologie Innovation – darum geht es hauptsächlich im Artikel von Brett King – bremst diese der Glaube daran, dass Menschen Geldgeschäfte immer nur über Banken abwickeln werden. Auf der einen Seite ist man also unverzichtbar und auf der anderen fühlt man sich zumindest unverzichtbar.

Hier der Artikel von Brett King

Wollen wir Banken oder Technologiepartner

Sollte Technologie wirklich ein entscheidendes Kriterium für die Wahl einer Bank sein oder werden – was ich ehrlich gesagt bezweifle – dann könnten die folgenden Links den etablierten Banken, die ja laut Brett King oft auch zu gross zur Innovation sind -Angst machen.

Beginnen wir mit dieser Ankündigung von Vodafone, die sich allerdings noch auf den afrikanischen Markt bezieht, der aber wiederum auch ein wenig wie ein Testlabor für die entwickelteren europäischen und amerikanischen Märkte wirkt.

M-PESA, Vodafone’s money transfer technology, now provides customers with the ability to link to an interest bearing savings account and buy insurance via their mobile. The service, which is operated by Safaricom in Kenya, offers customers the chance to save money using a direct link to Equity Bank. It will provide a safe and secure service for many millions of Kenyans who currently do not have access to a bank account and so are unable to save money in a secure environment.

http://www.bankingtech.com/bankingtech/article.do?articleid=20000181543

Aus Deutschland kommt die Idee eines von Nutzern verwalteten Vermögensfonds. Das Internet macht es möglich. Die Nutzer treffen die Anlageentscheidung. Das Konzept beruht auf der sogenannten Weisheit der Vielen. Mehr dazu gibt es bei Lothar Lochmaier, der auch direkt eine Einschätzung über die Chancen dieser Idee gibt, die er als Vermögensverwaltung 2.0 bezeichnet. Ein weiterer Schritt zur Nutzer bzw. Verbraucher dominierter Finanzdemokratie, deren evolutionäre Herausbildung er auch in seinem Buch „Die Bank sind wir“ ausführlich beschreibt.

Hier geht es zum Artikel von Lothar Lochmaier.

Die Plattform wird man beobachten müssen. Sie stellt einen interessanten Ansatz dar, der sich aber eher an die Minderheit der professionellen bzw. semiprofessionellen Finanzexperten richtet. Otto Normalverbraucher wird eine solche Anlageform kaum weiter helfen und sie wird sein Interesse sicherlich auch nicht finden können, weil die Mehrheit der Menschen Finanzthemen einfach nicht in den inneren Kreis ihrer täglichen Lieblingsbeschäftigungen hineinnehmen wird.

Hier geht es zur Plattform http://www.investtor.de/home/

Und natürlich wird dort auch getwittert und zwar vor allem Anlage Informatonen:

http://twitter.com/INVESTTOR

Revoultion Day?

Und zum Schluss des heutigen Blog Beitrages gibt es nichts geringeres als eine Revolution. Ob es sich wirklich um ein Revolution oder nur um eine weitere – sicherlich nicht uninteressante Idee – in Sachen Payment Innovation handelt, ist dabei eigentlich gar nicht wichtig. Aber bei einer Revoultion kann man davon ausgehen, dass diese nicht von Innen – also von den Banken selber kommt – sondern von außen, von den unbeachteten oder allenfalls gefürchteten Rändern der Finanzbranche . Der Name des Unternehmens steht auch symbolisch für das Fortschreiten der Veränderungen innerhalb der Branche. Diese Veränderungen werden  auch nicht von den Regierungen dieser Welt beherrscht oder gesteuert: Menschen können und wollen sich offenbar auch selbst helfen und das macht doch zumindest Hoffnung. Oder etwa nicht?

http://www.revolutionmoney.com/

PS: Neue Finanzanbieter genießen in den USA schon mehr Vertrauen als die klassischen Banken. Mehr lesen bei Finextra

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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