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Günstige Anlageform: ETFs als Sparplan

Hausbanken schaffen es derzeit kaum, attraktive Anlageformen zu bieten. Sparbücher sind ohnehin seit Langem reine Geldverbrennungsmaschinen. Wer nicht in Anleihen oder Edelmetalle investieren möchte oder wer um Immobilien einen Bogen macht, muss sich mit Wertpapieren beschäftigen. In den Fokus rücken dabei ETFs. Diese automatisierten Fonds bilden meistens einen Aktienindex nach und locken mit niedrigen Gebühren. Diese lassen sich durch einen Sparplan noch optimieren. Zeit, sich das genauer anzusehen.

Sparpläne: Günstig und kontinuierlich ein Vermögen aufbauen

Fangen wir hinten an. Sparpläne sind ein richtiges gutes Mittel, um kleine und mittlere Beträge regelmäßig an der Börse für den eigenen Vermögensaufbau einzusetzen. Möglich ist das je nach Bank oder Broker bereits mit Summen ab 25 Euro oder 50 Euro. Depots sind meistens anders als bei der Hausbank ebenfalls kostenlos. Auch das Handeln des Sparplans selbst ist oft gebührenlos möglich oder kostet nur eine sehr geringe Pauschale.

Sparpläne sind besonders reizvoll. Denn der Anleger setzt regelmäßig den gleichen Betrag ein, um ein bestimmtes Wertpapier zu erwerben. Damit erhält er bei steigenden Kursen weniger Anteile. Fällt der Kurs dann, ist der Verlust verhältnismäßig überschaubar. Niedrige Kurse hingegen bringen nicht nur mehr Anteile für die gleiche Summe, sondern bieten durch größere Anteilsmenge einen größeren Gewinn bei steigenden Kursen. Wie bei allen Börsenaktivitäten gibt es ein Verlustrisiko, aber durch das regelmäßige und (nahezu) gebührenlose Einzahlen sind die Chancen groß und die Risiken reduziert. Auf Dauer profitiert der Anleger von den kleinen, aber kontinuierlich eingesetzten Beträgen durch eine kaufseitig ausgelöste Performanceoptimierung.

ETFs für Sparfüchse

Beim Kauf von Fonds kommen Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren hinzu. Die Kosten können so leicht mehrere Prozent des eingesetzten Kapitals erreichen. Das muss der Anleger durch Kursgewinne wieder herausholen.

Von allen Sparplänen ist eine Investition in ETFs besonders attraktiv. Da der ETF einen Index nachbildet, wird er nicht aktiv gemanagt, sondern basiert auf Vorgaben, die automatisiert umgesetzt werden. Das führt zu extrem günstigen Konditionen. Die Gebühren liegen bei diesen Fondstypen häufig bei nur 1,5 Prozent oder sogar darunter.

Viele Anbieter wie Comdirect, Consors oder die Online-Broker finanzen.net sowie flatex bieten viele ETFs als Sparplan – häufig sogar gebührenfrei. Die Auswahl ist dabei sehr unterschiedlich und geht von wenigen bis zu einigen Hundert Fonds.

Vorteile und Nachteile eines ETF

Stellt sich abschließend die Frage: Warum ausgerechnet ein ETF und kein aktiv gemanagter Fonds oder eine Aktie? Eine klare Antwort gibt es bei Geldgeschäften natürlich nicht. Aber dennoch sind ETFs besonders interessant und zwar nicht nur für Einsteiger.

Zum einen sind die niedrigen Gebühren, speziell bei einem Sparplan, besonders lohnend. Denn der Anleger holt dadurch bereits bei mäßiger Performance mehr aus seinen Anteilen heraus als ein gleichlaufender anderer Fonds. Er erreicht schneller die Gewinnzone, einfach nur durch die geringeren Einstiegskosten.

Zum anderen sind ETFs deshalb interessant, weil sie in der Regel einen Aktienindex oder einen Branchenindex abbilden. Diesen imitieren sie nahezu 1:1. Dadurch profitiert der Anleger von einer breiten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, ohne auf einzelne Unternehmenswerte schauen zu müssen. Damit ist er auch etwa sicherer als ein aktiv auf Rendite getrimmter Fonds, der häufig riskante Werte enthalten muss, um die Anlageziele zu erreichen. Allerdings steckt in der Indexnachbildung auch der vielleicht wichtigste Nachteil. Denn der ETF kann nur den Indexverlauf imitieren und ist so in seiner maximalen Rendite auf dessen Kurs „gekappt“. Dagegen können Einzelwerte und aggressive Fonds durchaus deutlich mehr Rendite liefern – aber auch schneller enormen Verluste einfahren.

ETFs – die etwas konservativere Alternative zu Aktien

Sparbuch war gestern. Staatsanleihen sind ebenfalls nicht attraktiv. Aber mit einem moderaten, im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung liegenden Risiko bieten ETFs eine interessante und tendenziell risikoärmere Anlage als aktiv betreute Fonds und Einzelaktien. In Kombination mit einem Sparplan sind diese Fonds eine sehr gute Wahl, um mittel- und langfristig mit kleinen Beträgen eine stattliche Summe anzuhäufen. Dabei ist der Anleger nicht auf bekannte Börsenindizes beschränkt. Denn neben ETFs zum DAX, Dow Jones oder auch den MSCI World Index offerieren die Anbieter auch Länder-, Rohstoff-, Branchen-ETFs und viele weitere Varianten. Ein Merkmal haben diese Angebote jedoch immer: Sie bilden einen Index nach. An dieser Stelle kann jeder Anleger etwas offensivere oder defensivere Varianten wählen und so ein zu seiner Anlagestrategie passendes Angebot finden.

Photo by Adeolu Eletu on Unsplash

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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