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GLS Bank: Die bloggende und twitternde Bank

Die GLS Bank nutzt Social Media und bloggt und twittert mit den Endkunden.  Damit bildet Sie die absolute Ausnahme in der deutschen Bankenwelt.

Auf der Internetplattform utopia.de (Selbstbeschreibung:Utopia ist das Internetportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil) betreibt die GLS Bank seit einigen Wochen einen eigenen Blog. Allerdings fehlt es bisher noch an entsprechenden Inhalten. Vor allem wird bisher noch nicht regelmässig geblogt. Was ich ebenfalls  sehr bedauerlich finde, ist, das Kommentare nur nach vorheriger Anmeldung möglich sind. Wobei ein behutsamer Start in der Nutzung von „Social Media“ durchaus sinnvoll ist, da man ja zunächst erst Erfahrungen sammeln muss. Und gerade für Banken ist dieses offene und demokratische Informationsmedium in der Regel etwas vollkommen Neues. Gerade in der aktuellen Situation können dann schon einmal Sachen im Blog stehen, die man dort eventuell nicht zu finden wünscht. Allerdings gibt es in Sachen Social Media eigentlich keine halben Sachen. Das Motto lautet hier  „Entweder Ganz oder gar nicht“, denn halbe oder nicht ehrlich betriebene Sachen werden vom Internetnutzer sehr schnell entlarvt und abgestraft.

Neben dem Blog verfügt die gls Bank auch über einen eigenen Twitter Account. Hier existiert aktuell ebenfalls das Problem fehlender Inhalte. Es wird auch noch sehr wenig und unrelmässig getwittert.  Außerdem scheint man für sich selbst noch nicht die Frage beantwortet zu haben, worüber man eigentlich twittern möchte bzw. sollte. Man versucht aus dem Inneren der Bank zu berichten, muss aber noch die Themen finden, die den Twitter User wirklich interessieren. Dabei sollte man über Dinge twittern, die den Endkunden auch mal zu einer Antwort animieren. Über Twitter lassen sich u.a. wichtige Informationen über die Produkte und Dienstleistungen oder über die Kundenzufriedenheit ermitteln . Dafür benötigt man aber Mut und natürlich auch eine entsprechende interne Kultur.

Dennoch an dieser Stelle ein ausgesprochenes Lob an die GLS Bank für den Mut „Social Media“ einzusetzen. Ich werde die Aktivitäten weiter verfolgen und in 2 bis 3 Monaten sollten dann sicherlich auch konkretere Ziele und Ausrichtungen erkennbar sein.

Noch ein Wort zur GLS Bank, bei der es sich um eine Kreditgenossenschaft handelt. Ich schrieb hier schon, dass ich gerade bei den Banken aus dem genossenschaftlichen Umfeld, herausragende Möglichkeiten für die Nutzung von Social Media sehe und Kundennähe sowie das Potential zu offener und authentischer Kommunikation geradezu im genetischen Code der Gruppe angelgt sei

Die GLS Bank wartet, mit Ihrer strikt sozialökologischen Ausrichtung, noch dazu auch mit einer  inhaltlichen Komponente auf, was für eine Neuausrichtung der Finanzbranche unbedingt erforderlich sein wird. Insofern ist die GLS Bank hier schon weiter, als viele Wettbewerber.

Die Leitlininie „Geld ist für den Menschen da“ bildet prinzipiell genau den richtigen Ausgangspunkt , um die Finanzwirtschaft wieder zu Ihren Ursprüngen zurückzuführen und ergänzt um neue Werte, welche Gedanken zur Zukunft von Mensch und Gesellschaft einbeziehen, nachhaltig zu modernisieren.

Letztendlich können Verbesserungen nur von den handelnden Personen kommen und insbesondere von kompetenten Verbrauchern, die gerade durch Social Media ihren Einfluss geltend machen können und sollten.

Und noch mal ein Satz von der Seite der GLS Bank:

„Ziel unseres Handelns ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld, durch den Mensch und Natur gewinnen.“

Ein schöner Satz der sich ganz gut in einer Art „Cluetrain Manifest“ für die Finanzwirtschatft lesen würde.

In diesem Sinne ein aus Sicht der Finanzbranche sehr turbulentes Jahr geht zuende.

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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