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Fußball und Social Media sind immer noch wichtig

In den Monaten Juni und Juli fand nicht nur die Fussballweltmeisterschaft in Südafrika statt. Mein Arbeitgeber führte auch die obligatorischen Kunden Workshops durch. Im Rahmen dieser vier Veranstaltungen durfte ich einen Vortrag halten, der das Ziel verfolgte den Banken grundsätzliche Informationen zum Einsatz von Social Media zu geben. Da ich allerdings immer zum Schluss der Veranstaltung dran war- und manchmal auch gerne bequem bin – versuchte ich, eine lockerere und interaktivere Form zu finden. Ich entwickelte die Social Media Show. Und diese Show wurde mit “ Spurenelementen“ von Fussball angereichert.

Hintergrund war der Versuch Social Media unter Rückgriff auf Begriffe, Elemente und auch die Entstehungsgeschichte des Fussballs zu erklären. Ob mir dies gelungen ist, vermag ich nicht abschließend zu sagen – obwohl die Vorträge sehr gut angekommen sind – aber lesen Sie selbst. Hier folgt nun in 3 Teilen der Text meines Vortrages inklusive Fotos und Videos. Später wird es die Folien auch in meinem Slidshare Account geben.

Ist  Social Media  wie Fussball nur mit Internet?

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Anmerkung: An dieser Stelle des Vortrages gab es für die Zuschauer ein Video, welches ich aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht einbinden kann. Gezeigt wurde ein Fußballspiel mit Social Media Übersetzung. Danke hierfür an die mich unterstützende Agentur.

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Mehr als 700 Millionen Menschen haben das Endspiel der WM 2010 gesehen. Mehr als 400 Millionen Menschen nutzen Facebook. Fußball und Social Media bewegen offensichtlich die Welt. Wir alle lieben Fußball und wir alle lieben Social Media! Und wer Fußball nicht liebt – was man nach dieser WM gar nicht zu glauben vermag – kennt aber zumindest Jemanden der Fußball liebt.

Wie erklärt man nun den nicht Fußball Liebenden, warum man diesen Sport so mag und sogar bereit ist einen großen Teil seiner Freizeit diesem Thema unterzuordnen, noch dazu, wenn man wie ich Fan, Dauerkarteninhaber und Mitglied des 1 FC Köln und  durchaus auch leidgeprüft ist. Und wie erklärt man den nicht Internet affinen, den Internet Verweigerern oder auch den modernen Don Quijotes dieser Welt, warum einem das Internet so wichtig ist, obwohl ja auch hier Lust und Leid durchaus nah beieinander liegt. Denn immerhin gibt es Verlierer und Gewinner, es gibt Flow und Zeitverlust oder andere Menschen schauen einen entgeistert an, wenn man z.B. in einer Gesprächspause plötzlich ein Smartphone aus der Tasche zieht, um mal eben die Mails, Twitter oder Facebook zu checken.

Ich erkläre dies dann ganze gerne als eine Weiterentwicklung menschlichen sozialen Handelns, das nunmehr durch einfache und unhierarchische Hilfsmittel ergänzt und erweitert wird. Eine ganz normale Entwicklung also, die man nicht verbieten muss oder darf. Fußball – das wohl zuerst in China gespielt wurde – war in seinen Anfängen auch mancherorts verboten. Es gab viele Gegner. Menschen, die das Spiel nicht verstanden und die sogar Angst davor hatten, zumal dieser Sport ja bis in die jüngere Geschichte hinein teilweise als subversiv und Sport des Volkes oder sogar der Arbeiterklasse galt. Und mal ganz ehrlich ist das bei Social Media nicht ähnlich. Gibt es nicht auch viele Ängste von Menschen, die nicht verstehen, die kein Verständnis aufbringen oder sogar Angst haben? Und wer weiß, ob sich dennoch bald all diese Menschen mit den Digital Natives oder Residents beim metaphorischem Public Viewing in den Armen liegen.

Wir alle lieben Fußball und Social Media

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Anmerkung: Dieses Video kennen sicherlich alle. Ich baute es in meinen Vortrag ein.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=NhPgUcjGQAw]

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Wir alle sind Fußball Weltmeister – na ja fast – und wir alle werden Social Media sein. Um das Prinzip des sozialen Handelns auch auf den Fußball zu übertragen. Was muss man tun um ein Spiel zu gewinnen oder Weltmeister zu werden. Man muss sinnhaft aneinander orientiert und aufeinander bezogen Handeln. Schon der Doppelpass mit dem nicht nur der VFL Bochum ( also das meint wenigstens Herbert Grönnemeyer) jeden Gegner nass macht, ist eigentlich ein soziales System. Und wenn man dann noch Menschen dazu bewegt und motiviert gemeinsam ein erstrebenswertes Ziel zu verfolgen, ihnen die Möglichkeit gibt sich zu inszenieren aber gleichzeitig auch die Stärken der anderen einzusetzen, dann kann man Weltmeister werden.

Fußball ist sicherlich so erfolgreich, weil es ein einfaches Spiel ist – dass sogar Männer verstehen. Aber auch weil so viele unterschiedliche Elemente drin stecken und so viele Fähigkeiten abgerufen werden müssen. Ausserdem funktioniert es nur im Team, das Soziale ist also gefordert. Beweise: Wir brauchten Ballack nicht, Frankreich schied trotz Ribery schon in der Vorrunde aus und was war mit Ronaldo oder Messi?

Das Internet unterstützt die menschlichen Leidenschaften

Der Erfolg des Internet bzw. des sozialen Internets ist extrem trivial. Es ist nützlich, es ist einfach, es bestärkt unsere Bequemlichkeit und Faulheit, es ist sozial, es ist manchmal geradezu beängstigend trivial. Es ist demokratisch und ohne Filter. Mit anderen Worten: Es unterstützt die menschlichen Leidenschaften.

Übrigens auch Fußball, denn das kann man ja jetzt auch Online spielen.

Aber wie wird man eigentlich Weltmeister? Das erkläre ich dann mal im zweiten Teil.

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Das Video gab es nicht im Vortrag. Es hätte aber rein gepasst.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=-eJcnuztiZM]
Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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