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Führung eine Serie

Führung

Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der exponentiellen Technologien aber auch das Jahrhundert des Massenaussterbens, von dem wir Menschen bisher verschont blieben, aber die Uhr scheint zu ticken.

Es ist das Zeitalter des „Sowohl als auch“ in dem es uns immer besser und schlechter zugleich geht und in dem erstaunliche technologische Entwicklungen die Möglichkeit in sich tragen, alle Probleme dieser Erde zu lösen, aber auf der anderen Seite Klimawandel, Nationalismus und auch Terrorismus im Wettrennen um die Zeit, immer eine Nase voraus zu sein scheinen.

Wir Menschen können damit nicht umgehen. Unser lineares Denken ist Entwicklungen in exponentiellen Sprüngen nicht gewachsen. Überall sehen und erleben wir den Wunsch nach mehr Sicherheit und einfachen Lösungen, obwohl wir kritisches Hinterfragen, Auseinandersetzung, die Einbindung Andersdenkender und die gemeinsame Suche nach wirklich neuen Lösungen praktizieren oder zumindest erst einmal einüben sollten.

Im organisatorischen Kontext sind wir immer noch mit den Management Prinzipien des 19. Jahrhunderts unterwegs und auch da, wo wir auf sogenannte agile Methoden setzen, nutzen wir weiter die alten Muster, die davon ausgehen, dass Führungskräfte es besser wissen und ihren Untergebenen ein agiles Mindset vermitteln müssten oder könnten. Die großen Würfe- denn es muss ja schnell gehen – misslingen trotzdem oder gerade deshalb reihenweise und demotivieren die Mitarbeiter, wie man an dieser Geschichte der ING sehen kann. Ein Grundprinzip des Wandels sollte dabei eher „Slow down to scale up“ lauten!

Führen und Führung ist aber wichtiger als jemals zuvor. Sie gehört zu den sogenannten 21. Century Skills. Und wir alle brauchen diese Fähigkeit, denn wir alle sind in unterschiedlichen Kontexten aufgerufen die Führung zu übernehmen und die Veränderung und Ausrichtung von Gesellschaft und Organisation nicht anderen zu überlassen.

Führung beginnt jedoch bei Selbstführung. Sie beginnt bei jedem von uns und damit auch bei unserer inneren Befindlichkeit. Wir sollten mehr über uns selber lernen. Je größer die Rolle digitaler Technologien wird, desto mehr müssen wir über uns selber lernen. Wenn wir Technologien nutzen und nicht zu Technologie werden bzw. von dieser dominiert und regiert werden möchten, dann sollten wir uns mit der Funktionsweise unseres Gehirns ,unserer Bewusstseins und Unterbewusstseins und vor allem auch unseres Herzens beschäftigen. Wir brauchen uns alle gegenseitig!

Margaret Wheatley hat bereits 2016 die Bedeutung von Führung und Führen hervorgehoben und ihre Worte könnten unsere Inspiration sein.


What this world needs Margaret Wheatley (2016)

„This world does not need more entrepreneurs.
This world does not need more technology breakthroughs.
This world needs leaders.“

We need leaders who put service over self, who can be steadfast through crises and failures, who want to stay present and make a difference to the people, situations and causes they care about.

We need leaders who are committed to serving people, who recognize what is being lost in the haste to dominate, ignore and abuse the human spirit.

We need leaders because leadership has been debased as those who take things to scale or are first to market or dominate the competition or develop killer apps. Or hold onto power by constantly tightening their stranglehold of fear until people are left lifeless and cowering.

We need leaders now because we have failed to implement what was known to work, what would have prevented or mitigated the rise of hatred, violence, poverty and ecological destruction. We have not failed from a lack of ideas and technologies. We have failed from a lack of will. The solutions we needed were already here.

Quelle: https://margaretwheatley.com/library/articles/


  • Wir brauchen nicht mehr Technologie. Fintech handelt von Menschen. Wir wollen bessere und nicht nur nützlichere Lösungen für Menschen entwickeln.
  • Wir möchten ein gutes Leben für mehr Menschen und nicht ein Luxusleben für wenige privilegierte Menschen.
  • Wir möchten nicht das vorhandene bewahren und innovieren, um als Bank oder Finanzunternehmen am Leben zu bleiben, sondern bedeutende Innovationen hervorbringen, welche die Probleme der Menschen von heute lösen.

Nur so wird es gehen, nur so wird es eine Zukunft geben

Photo by Kyle Glenn on Unsplash

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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