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Frischer Wind für das Banking

Smarte Lösungen von Startups digitalisieren den Finanzbereich und sorgen für unkompliziertes Banking. Wie das Startup fino aus Kassel Banken dabei unterstützt, Kunden zu finden und zu binden.

Kostenlos und sicher Geld per App überweisen, Konten auf Knopfdruck analysieren oder alle finanziellen Daten eines Unternehmens digital auf einen Blick abrufen. Das sind nur wenige Beispiele von Startup-Lösungen aus dem Bereich Finanztechnologie, kurz FinTech. Von ihren Angeboten profitieren Privatkunden ebenso wie Banken oder Versicherungen.

Kein Wunder also, dass immer mehr große Finanzunternehmen in innovative Startups investieren: Laut einer Studie der Wirtschaftsberatung KPMG haben sich die weltweiten Investitionen in FinTech-Startups im Jahr 2018 (111,8  Milliarden US-Dollar) im Vergleich zum Vorjahr (50,8 Milliarden US-Dollar) mehr als verdoppelt. Laut der Fintech-Studie 2018 der comdirect-Bank nahmen in Deutschland Startups aus dem Finanzbereich bereits bis September 2018 (778 Millionen Euro) mehr Risikokapital ein, als im gesamten Vorjahr (713 Millionen Euro). „Das konstant hohe Volumen an Risikokapital deutet darauf hin, dass sich die FinTech-Szene in Deutschland zunehmend professionalisiert“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von comdirect. „Aus den ,Jungen Wilden’ sind etablierte Unternehmen geworden, die in den allermeisten Fällen die Zusammenarbeit mit den Banken suchen.“

Einfaches und sicheres Banking ohne lästigen Papierkram

So auch das Startup fino aus Kassel. Mit dem Kontowechselservice fing im Jahr 2015 alles an. Da waren vier der sechs Gründer unter 30 Jahre alt. Die Idee: Den langwierigen und bürokratischen Prozess des Kontowechselns digitalisieren. Das Ergebnis: In sechs Minuten digital und ohne Papierkram zum neuen Kontoanbieter.

Fintech - Frischer Wind für das Banking

Heute hat fino mehr als 90 Mitarbeiter, einen Jahresumsatz von vier Millionen Euro und neben Kassel weitere Standorte in Hamburg und Lübeck. Das Geschäftsmodell: Einfach bedienbare Anwendungen rund um Banken und Versicherungen für B2B- und B2C-Kunden – wie die digitale Kontoanalyse. Diese hilft Banken dabei, ihre Kunden besser zu verstehen und zu bewerten. Beispielsweise bei einer Kreditvergabe. Ein intelligenter Algorithmus strukturiert Transaktionsdaten und liefert in kurzer Zeit eine umfassende Kundenbewertung. Das minimiert das Risiko für die Bank und ermöglicht Kreditauszahlungen innerhalb eines Arbeitstages. „Unsere Services kommen heute bereits bei über 500 Banken zum Einsatz“, sagt Florian Christ, Geschäftsführer und Mitgründer von fino. Darunter die Commerzbank oder die Süd-West-Kreditbank.

Erfolgreich mit Telekom Startup-Programm TechBoost

Dabei arbeitet fino täglich mit sensiblen Daten von Banken, Unternehmen und Privatpersonen. Vertrauen für seine Kunden schafft das Startup unter anderem mit Unterstützung seines starken Digitalisierungspartners, der Deutschen Telekom. So bietet die Open Telekom Cloud höchste Sicherheit sowie zertifizierten Datenschutz nach europäischer DSGVO und hat sich über Jahre erfolgreich als die erste Wahl für Geschäftskunden etabliert. Nur ein Grund, weshalb fino Mitglied im TechBoost-Programm, dem Startup-Programm des Bonner Konzerns, ist. Dabei profitiert fino nicht nur von Rabatten auf Mobilfunk-, Internet-, und Festnetztarifen: „Dank kostenfreiem Speicherplatz im Wert von 100.000 Euro für die Open Telekom Cloud haben wir außerdem ideale Voraussetzungen, um unsere Produkte weiterzuentwickeln“, sagt Christ. Das Startup nutzt auch das Geschäftskundennetzwerk der Telekom: „Über die Telekom kommen wir leichter und schneller mit potenziellen Partnern in Kontakt, zum Beispiel auf gemeinsamen Events“, sagt Christ. „Das hilft uns enorm, unser Business viel schneller nach vorne zu bringen.“

Titelbild; @telekom, Smartphone Bild: @fino

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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