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Finterview: WEB ID

Die sichere Online Identifikation haben einige Startups im Fokus. WEB ID ist dabei ein Startup der ersten Stunde. Meine Standardfrage nach „Enabler“ oder „Disruptor“ der Banken brauchte ich in meinem Finterview mit den WebID Gründern gar nicht zu stellen. WebID ist in jedem Fall ein Enabler und dies nicht nur für Banken.

 


 

Warum habt Ihr WebID gegründet?

Das Ziel von WebID ist es, die vorherrschende Digitalisierung weiter voran zu treiben.

Jedem Nutzer unseres Angebots geben wir die Möglichkeit, egal von welchem Ort, ob im Urlaub oder zu Hause, rechtskonform verschiedene essentielle Vorgänge, wie die GWG-konforme Video-Identifikation und den Abschluss von Bankgeschäften, durchzuführen.

 

Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen?

Unsere Innovation löst gleich zwei Nadelöhre. Zum einen die Online-Identifikation und zum anderen das Thema Online-Vertragsabschluss. Wir haben es geschafft beide Vorgänge komplett zu digitalisieren und so den Nutzer des WebID-Verfahrens, einen medienbruchfreien und bequemen Weg zu bieten, Bank- oder Versicherungsgeschäfte online abzuwickeln. Zuvor war dies nur mit einer handschriftlichen Unterschrift in einer Filiale möglich.

 

Was ist Eure Value Proposition? 

Wir sind gleichzeitig Erfinder, Patentinhaber und Marktführer im Videobereich, der GwG-konformen Online-Video-Identifikation. In Solingen haben wir ein einzigartiges Hochsicherheits-Video-Ident-Center mit den neuesten Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. einer Hochsicherheitsschleuse mit einem Venenscanner eingerichtet. Von dort aus identifizieren unsere 215 speziell kriminalpsychologisch geschulten Mitarbeiter jeden einzelnen Nutzer des WebID-Verfahrens. Zu unseren Kunden zählen u.a. viele Finanzunternehmen wie die DKB, die Deutsche Bank und die Targo Bank, aber auch Car-Sharing-Anbieter und andere Kunden.

 

Wie finanziert sich WebID heute?

Die WebID finanziert sich hauptsächlich durch eigene Mittel und über Investoren.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Gegründet haben wir das Unternehmen 2014 in Berlin. Fortan ist die WebID stark gewachsen, sodass wir im Moment über 200 Mitarbeiter beschäftigen, Tendenz steigend. Noch in diesem Jahr wollen wir uns weiter vergrößern, um auch den internationalen Markt weiter zu erobern. Dabei wird uns auch unser Chief Strategy & Sales Officer (CSO) Ralph Piater-Frankenfeld unterstützen, der als ehemaliger Deutschlandchef von ebay und Key Account Manager bei Paypal große Expertise in der Fortentwicklung von Digitallösungen hat.

 

Inwiefern unterstützt WebID die Bankenbranche?

Durch die von uns entwickelten Innovationen unterstützen wir die Banken mit der voranschreitenden Digitalisierung Schritt zu halten und den modernen Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Wir arbeiten Hand in Hand mit ihnen, um immer neue Möglichkeiten für Kunden zu schaffen, Online-Transaktionen so einfach wie nur möglich zu gestalten und dabei für einen größtmöglichen Komfort zu sorgen.

 

Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für FinTechs und die Finanzbranche?

Die voranschreitende Digitalisierung wird die Finanzbranche in Zukunft noch mehr dazu  bewegen, neue Wege zu gehen. FinTechs wie die WebID, bieten innovative Digitallösungen, um in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftskunden, wie Banken und Kreditgebern, die Finanzbranche zu modernisieren und damit zu revolutionieren. Am Ende profitiert der Endkunde von bequemen Möglichkeiten, orts- und zeitunabhängig eine Vielzahl von Bankgeschäften zu erledigen, ganz ohne dabei auf die Sicherheit seiner sensiblen Daten zu verzichten.

 

Welche Pläne habt Ihr konkret für 2017?

Dieses Jahr wollen wir weiter expandieren und auch internationale Märkte, wie z.B. in den USA und in Indien, erreichen. Außerdem wollen wir für die Öffentlichkeit eine größere Awareness für das Thema Datensicherheit schaffen, da es uns sehr am Herzen liegt. Ein wichtiger Schritt ist hierbei die Änderung des Telekommunikations-Gesetzes (TKG), die am 1. Juli diesen Jahres in Kraft tritt und Käufer von SIM-Karten verpflichtet, sich zu identifizieren. Außerdem wollen wir die Nutzung der Qualifizierten Elektronischen Signatur (QES) noch weiter voranbringen, um die handschriftliche Signatur durch diese smarte Digitallösung zu ersetzen.

 

Wer sind Eure Wettbewerber?

Es gibt einige Wettbewerber, wie zum Beispiel die Deutsche Post, die inzwischen ebenfalls auf den Zug der Digitallösungen aufgesprungen ist. Wir begrüßen es, dass es in dem Markt Wettbewerb gibt und sehen den Kunden immer im Zentrum unserer Überlegungen.

 

Welche Auswirkungen wird das BaFin-Rundschreiben 3/2017 (GW) auf die Finanzbranche haben?

Zunächst sind wir sehr erfreut über die neu auferlegten Anforderungen, die im aktuellen BaFin-Rundschreiben, dass am 15. Juni diesen Jahrs in Kraft treten wird, aufgeführt sind. Es läutet eine neue Etappe der Banken und Finanzwelt ein, in der sich die Spreu vom Weizen trennen wird. Wir als WebID erfüllen bereits jetzt alle genannten Punkte.

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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Oliver Schimek ist CEO und Gründer von CrossLend. In dieser Funktion verantwortet er den gesamten Auf- und Ausbau des Geschäfts...

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