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Finterview: Candis

Finterview: CANDIS

Candis kommt aus Berlin und ist ein Software as a Service Partner für kleine Unternehmen. Ihr Ziel Komplexität für kleine und mittlere Unternehmen zu reduzieren, indem Buchahltungsprozesse weitgehend automatisiert werden. Und wenn es einen Bereich gibt, in welchem die meisten Menschen und Organisationen von Automatisierung träumen, dann ist das sicherlich der Finanzbereich. Das Startup von Christian Ritosek und Christopher Becker war Bankathon Sieger und ist inzwischen mit 4 Millionen Euro finanziert. Ich sprach mit den Gründern

 

Warum habt Ihr CANDIS gegründet?

Finanzprozesse und Buchhaltungsprozesse laufen in kleinen und mittleren Unternehmen heutzutage noch größtenteils manuell ab. Rechnungseingaben, Abgleich mit Konten, Bezahlungen – das ist in vielen Firmen noch enorm zeitaufwendig, die Kommunikation mit dem Steuerbüro oftmals noch umständlich.

 

Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen?

Firmen sollen sich auf Ihr Business konzentrieren können. Administrative Tätigkeiten wie die Erfassung von Rechnungen, das Abtippen von Bankdaten oder die Übergabe von Dateien an den Steuerberater sollten per Klick möglich sein.
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Was ist Eure Value Proposition?

CANDIS  hilft Tätigkeiten in der vorbereitenden Buchhaltung schneller zu erledigen. Die Software übernimmt eigenständig Aufgaben in der vorbereitenden Buchhaltung wie Dokumentenmanagement, Erstellen von Rechnungseingangsbüchern, Abgleich mit Zahlungskonten – auch, wenn User die Software nicht bedienen. CANDIS arbeitet sozusagen im Schlaf.

Wie finanziert sich CANDIS heute?

Zu unseren Investoren zählen Point Nine Capital, Fly Ventures, Speedinvest, 10x Group und der main incubator der Commerzbank. Wir erzielen Umsätze und könnten das Geschäft profitabel betreiben. Unser Fokus liegt jedoch derzeit auf Wachstum, in das wir viel investieren.

 

Bitte beschreibt kurz Euer Geschäftsmodell?

Wir haben ein SaaS-Modell, das heißt Kunden buchen ein monatliches oder jährliches Abo, das Ihnen die Nutzung der Software ermöglicht. Unsere Preise starten ab 49 EUR im Monat.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Wir sind drei Gründer und insgesamt 22 Mitarbeiter. Der Großteil in den Bereichen Produkt und Entwicklung.

 

Banken lieber disruptieren oder integrieren (Enabler)?

Integrieren – Banken sind für uns Partner, mit denen wir Unternehmen gemeinsam ganzheitliche Lösungen anbieten können, deren Finanzprozesse zu vereinfachen.

 

Was könnt Ihr besser als Banken?

Intelligente Software bauen.

 

Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für Fintech und die Finanzbranche?

Fintechs müssen nachhaltige Geschäftsmodelle finden. Die Finanzbranche – gerade in Deutschland – muss das Tempo des technologischen Fortschritts mitgehen können, sonst wird sie durch Markteintritte von großen Tech-Firmen überrollt.

 

Wie erfolgt eure  Marktbearbeitung/-eroberung?

Wir vertreiben die Software hauptsächlich direkt an Unternehmen.

 

Welche Pläne habt Ihr konkret  für 2017?

Produktentwicklung, Produktentwicklung, Produktentwicklung. Wir bekommen von Kunden sehr gutes Feedback, dem wir uns annehmen und das Produkt stetig verbessern. Die Software soll noch schneller lernen und mehr Möglichkeiten der Team-Kommunikation innerhalb der Software geschaffen werden.

 

Wer sind Eure Wettbewerber?

Der Markt für Finanzsoftware ist so groß, dass letztendlich alle Unternehmen, die Buchhaltungssoftware bieten, indirekt als Wettbewerber gezählt werden können. Der Unterschied zu uns liegt darin, dass wir keine Software anbieten, mit der man arbeitet, sondern Software, die für einen arbeitet.

13. Welche Auswirkungen wird die PSD2 Richtlinie auf die Finanzbranche haben? Erwartet Ihr Euch davon Vorteile?

Definitiv, PSD2 ermöglicht uns CANDIS einfacher und schneller innerhalb der Europäischen Union zu verbreiten.

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Arnas

    CANDIS ist klasse, ich wünsche den dreien viel Erfolg!

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