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Fidor Community Banking Gruppe bei Xing

Die Diskussion in Sachen „Social Banking“ oder „Banking2.o“ ist eröffnet. Matthias Kröner von der Fidor AG war so freundlich mir eine Co Moderation in der Fidor Community Banking Gruppe bei Xing anzubieten. Diesem Angebot bin ich gerne nachgekommen. Ab sofort bin ich also auch dort aktiv. Interessenten lade ich hiermit auch zur aktiven Teilnahme an dieser Gruppe ein.

https://www.xing.com/net/ficoba

Das Thema ist Deutschland leider immer noch ein absolutes Randthema. Die Zahl der Banken, welche erste Social Media Versuche unternehmen, nimmt zwar langsam zu. Das Tempo ist jedoch nur ein Schnecken Tempo.

Martina Göhring bedauert dies auch in ihrem aktuellen Artikel im Banken2.0 Blog. In dem sie eine recht gute Zusammenfassung aktueller Aktivitäten in der deutschen Bankenlandschaft darstellt.

http://www.bank-zweinull.de/2009/04/14/web-20-anwendungen-bei-deutschen-banken/

Die implizite Frage, warum sich denn so wenig deutsche Finanzdienstleister mit dem Thema beschäftigen, wird leider nicht thematisiert. Die großen deutschen Privatbanken haben sich in den letzten Jahren in Sachen Kundennähe und Authentizität so weit von den Verbrauchern entfernt, dass nahezu jedes Social Media Experiment zunächst wohl mehr Ärger als Gewinn einbringen würde. Wem ohnhein die Worte fehlen und wer nicht herrschaftsfrei mit Menschen kommunizieren kann, der braucht mit Social Media gar nicht erst anzufangen.

Kein Wunder also, dass sich bisher eher die kleinen Häuser, bzw. die Banken mit dem Thema auseinandersetzen, die den Kunden schon immer wesentlich näher standen.

Den Genossenschaftsbanken und den Sparkassen ist das Thema eigentlich auf den Leib geschneidert. Hier fehlt es aber häufig an den internen Ressourcen und wohl auch teilweise am Mut. Denn man sollte nicht vergessen, dass die offene Kommunikationskultur des Internets erst einmal gelernt werden muss. Wer Social Media nutzen möchte, ist gezwungen, sich auch mit internen Kulturen und Machthierarchien auseinanderzusetzen. Womit man dann schon beim Thema „Enterprise2.0“ wäre.

Insofern stolpere ich im erwähnten Artikel dann auch über die Verwendung des Begriffes  „web2.0“. Wenn ich der Autorin auch nicht vorwerfen mag, dass Sie „web2.0“ als einen rein technischen Begriff versteht, so bin ich schon der Meinung, dass eine stärkere Auseinandersetzung mit den kulturellen und sozialen Grundlagen der  Anwendung von „web2.0“ in Finanzunternehmen wünschenswert wäre.

Was mir darüber hinaus fehlt, ist eine Darstellung der Angebote der neuen „Banking2.0“ Unternehmen, welche ja „Social Media“ im Kundendialog viel intensiver nutzen. Das hat dann wiederum sicherlich was mit Kultur zu tun und nicht zuletzt auch mit der dort zumeist fehlenden negativen Historie in der Behandlung von Kunden bzw. Verbrauchern.

electrOUncle

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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