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Eine Raiffeisenbank mit 2000 Facebook Fans beantwortet 6 Fragen mit Zusatzfrage

Eine Raiffeisenbank aus Österreich auf Rekordjagd. Mehr als 2000 Fans bei  Facebook bzw. in der neuen Facebook Sprache: 200o Menschen die sagen:           „I like that“. Wie das funktioniert  erklärt uns Marko Haschej zuständig für die Themen Marketing/Web2.o bei der Raiffeisenbank Eberndorf

1. Mehr als 2000 Fans bei Facebook. Wie macht man das in so kurzer Zeit?

Als Regionalbank waren wir selbst etwas überrascht über den schnellen Erfolg und Zuwachs unserer Fans auf Facebook. Man hat aber gesehen, welchen (quantitativen) Erfolg man mit ein wenig Vorbereitungsarbeit erreichen kann. Die Kernpunkte der Startphase waren im Prinzip die Miteinbeziehung aller Mitarbeiter, die speziell auf den Launch der Fanpage eingestellt und geschult wurden, sowie das Gewinnspiel mit einem äußerst attraktiven Hauptpreis, dem iPad.

2. Welche Erfolgskriterien haben Sie sich vorher gesetzt und haben Sie diese erreicht?

Unsere quantitativen Ziele waren im Vergleich zur aktuellen Situation relativ bescheiden. Langfristig „träumten“ wir von der 1000er Marke, welche wir dann aber bereits nach 8 Tagen übertroffen haben. Um von qualitativen Zielen zu sprechen, ist es noch zu früh. Zum Einen wollen wir unsere Kunden und Fans über die Aktivitäten in unserer Region informieren und schlicht gesagt für eine positive Stimmung sorgen. Zum Anderen verfolgen wir langfristig das Ziel Social Media Instrumente auch als Verkaufskanäle einzusetzen. In welcher Form das stattfinden wird, daran arbeiten wir noch.

3. Welche anderen Social Media Instrumente nutzen Sie?

Momentan konzentrieren wir uns ausschließlich auf Facebook, da diese Plattform gegenwärtig die stärkste und erfolgreichste im Bereich Social Media ist. Damit wird auch der größte Teil unserer Kunden abgedeckt. Das Unternehmen aus Palo Alto bietet derzeit alles was wir als „soziale“ Bank benötigen. Die Entwicklungen und der Funktionsumfang sind einfach berauschend. Social Media ist aber nicht nur für Banken ein komplett neuer Fachbereich und kann daher nur langsam erschlossen werden. Wir befinden uns aktuell in einer Phase des Testens und Probierens. Später planen wir zusätzlich noch weitere Instrumente wie z.B. Twitter, YouTube, Blog etc. einzusetzen.

4. Was ist für Sie persönlich und Ihr Unternehmen „Social Media“?

Vor kurzem hat mir ein Freund gesagt, er sieht Facebook als einen „Friedhof seiner Bekanntschaften“. So negativ sie klingt, so korrekt ist diese Aussage auch. Für mich persönlich bietet „Social Media“ vor allem die Möglichkeit mit Menschen in Kontakt zu bleiben, die man ohne diese Instrumente wohl vergessen würde. Die Verknüpfungsmöglichkeiten auf Facebook sind großartig und erleichtern vieles. Zusätzlich befriedigt es das schier endlose Verlangen der User sich mitzuteilen.

Als Raiffeisenbank sehen wir in diesen Medien und Instrumenten neue Wege und Möglichkeiten mit bestehenden und potenziellen Kunden in Kontakt zu bleiben. Viele unserer Kunden verwenden heute bereits eBanking und besuchen uns nicht mehr persönlich in der Bankstelle, daher wird in Zukunft zumindest der Erstkontakt auf einer anderen Ebene stattfinden müssen. Außerdem gibt uns das Feedback unserer Kunden auf diesem „virtuellen Stammtisch“, sowohl positiv als auch negativ, die Möglichkeit besser auf unsere Kundenwünsche einzugehen und sofort darauf zu reagieren.

5. Wie wird Social Media Ihre Bank verändern?

Ich bin davon überzeugt, dass das Verwenden von „Social Media“ in Zukunft einen wesentlichen Teil unserer Kundenkommunikation ausmachen wird. Die Tatsache, dass wir uns als eine der ersten Banken in unserem Land auf dieses Terrain gewagt haben, wird uns mit Sicherheit Vorteile im Wettbewerb mit anderen Banken bringen. Wohin diese Entwicklung genau geht, ist aufgrund verschiedener Faktoren schwer zu sagen (Wie entwickelt sich Facebook in Zukunft, einerseits technologisch, andererseits in Bezug auf das Wachstum und die User? Welche neuen Player tauchen am Social Media Markt auf? Etc.). Es steht uns in jedem Fall eine spannende Zeit bevor.

6. Wieviel und welche (Stellen) Mitarbeiter sind in Ihrem Haus mit

Social Media beschäftigt?

Für die Koordination und Redaktion dieser Medien bin ich zurzeit alleine verantwortlich. Selbstverständlich werden aber langfristige Pläne und Strategien mit der PR-Abteilung sowie mit dem Vorstand besprochen und gemeinsam erstellt. Für das Posten von Beiträgen auf Facebook sind aber alle Mitarbeiter zuständig. Wir legen Wert darauf, dass nicht nur „offizielle“ Postings und Meldungen aus der Zentrale veröffentlicht werden, sondern auch die Mitarbeiter, worin wir unser größtes Erfolgspotenzial sehen, aktiv und regelmäßig präsent sind.

Der Sommer steht vor der Tür! Worauf freuen Sie sich besonders?

Auf den Sommer selbst… Aufgrund meines Auslandspraktikums in San Francisco und den damit verbundenen, sehr „bescheidenen“ Temperaturen blieb mir letztes Jahr der Sommer verwehrt. In Kärnten sind wir jedoch meist mit sehr schönem Wetter gesegnet und genießen die Tage und Abende an einem der zahlreichen Badeseen. Darauf freu ich mich schon seit fast 2 Jahren! 😉

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AUTHOR - Boris Janek

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