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Die OMD ist vorbei (eine Nachlese)

Am Donnerstag war ich auf der OMD, die wohl – zumindest in Sachen Besucher Resonanz – ein Riesen Erfolg war. Ich muss mich sehr dafür loben, den zweiten Tag als Besuchstag ausgewählt zu haben. Keine Schlange am Eingang, wenig Gedränge, entspannte Gespräche und sogar Zeit für den einen oder anderen Anstandsbesuch bei ehemaligen Kollegen oder nahestehenden Unternehmen.

Der Branche geht es nach wie vor gut. Wachstum und zufriedene Gesichter wo man nur hinschaut. Großzügige Aussteller, die sich in Sachen Werbegeschenke, Essen und Trinken nicht lumpen ließen. Ich musste mich geradezu dagegen wehren, überall was mitnehmen zu müssen. Da ich nicht zu den Sammlern gehöre, habe ich nur eine PlattformA Tasche und ein Freenet Notizbuch mit zurück ins Büro genommen und diese beiden Geschenke habe ich inzwischen auch schon wieder weiter gegeben. In Sachen Essen kann ich allerdings verkünden, dass ich mich ganz gut ernährt habe, ohne auf den überteuerten Messeservice zurückgreifen zu müssen. Danke dafür an alle Aussteller.

Inhaltlich war vor allem das Thema Targeting in allen Varianten in Mode. Und auch Social Media scheint zumindest bei den großen Markenartiklern angekommen zu sein. Alle scheinen der Meinung zu sein, dabei sein zu müssen. Hoffentlich auch wohl überlegt und nicht lediglich einem Modetrend folgend ala Second Life. Das Thema „Mobil Marketing“ war ebenfalls heiß. Es waren auch viele iphones unterwegs. Bei meinem iphone war allerdings um fünf schon der Akku leer. Da sollte Apple wirklich noch mal nachbessern. Darüber hinaus wurde viel getwittert. Viele Aussteller haben ihre Messeaktivitäten live in die Welt getwittert. Es gab ja sogar einen offiziellen OMD Twitter, der mich aber ein wenig enttäuschte.

Den Preis für den originellsten Messestand würde ich studiVZ geben. Ein Kinderzimmer für SchülerVZ und eine Studentenbude für SchülerVZ. Allerdings war es nicht leicht, die auf den Betten und Sofas liegenden Menschen als Mitarbeiter zu identifizieren. Eine Anmeldung gab es auch nicht. So musste man sich eben selber helfen. Insgesamt aber sehr sympathisch.

In Sachen Mode ändert sich in der Branche ja selten etwas. Bei den Herren dominieren schwarze Anzüge und Hemden. In der Regel ohne Krawatten. Teilweise sogar mit Turnschuhen. Soll cool sein und unkonventionell. War aber schon immer langweilig und sieht in der Regel auch nicht gut aus. Anzüge und Turnschuhe gehen eigentlich gar nicht. Genauso wenig Anzug mit Sweatshirt. Wichtigstes Accessoire: Das Telefon und hier vor allem das iphone

Bei den Frauen – die unabhängig vom Alter fast immer sehr schick gekleidet waren – dominieren modische Kostüme. Designer Marken kombiniert mit H+M. In der Regel sehr schön anzuschauen.

Die Jüngeren – es waren viele Studenten und wahrscheinlich auch Freiberufler oder potentielle Gründer unterwegs – bevorzugen Jeans. Manche tragen aber auch Anzüge, leider sehr häufig zu groß oder zu klein.

Das modische Hauptproblem beim Mann: Wie immer die Schuhe: Viele ausgetreten, abgenutzt oder schlecht gepflegt. Zum Glück recht wenig Rucksäcke,sieht man ja auf der Cebit sehr häufig.

Zum Schluss. Düsseldorf oder Köln? Also mich hat ja die Atmosphäre ein wenig gestört. Der Außenbereich, die sogenannte Open Air Lounge war lieblos und ungemütlich. Ein Parkplatz mit Partyzelt. Keine Sitzgelegenheiten, keine ambitionierte Musik. Das galt übrigens auch für den Eingangsbereich und für die Treffpunkte auf der Messe. In der Regel mit wenig Liebe gemacht. Mir fehlten vor allem abgetrennte Räume zum Rückzug. Der ein oder andere DJ hätte mir auch gefallen. Während sich die Aussteller also echt Mühe gegeben haben, es ihren Gästen so gemütlich wie möglich zu machen, hat der Veranstalter hier Vieles vermissen lassen. Auch die Partys im Umfeld – auch wenn ich auf keiner war – sind immer schnell ausverkauft. Das mag auch an fehlenden Locations liegen. Deshalb meine Meinung: Die Jahre in Düsseldorf waren schön, aber die Karawane zieht weiter. Ich freue mich auf das Jahr 2009 in Köln und hoffe auch auf nur eine Messe, denn letztendlich muss man ja auch mal im Büro sein.

Zum Abschied deshalb:

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Boris Janek

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