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Alles beim Alten in der Welt der Banken

Ein kurzer leider sehr verregneter Urlaub ist fast vorbei. Schon morgen abend mache ich mich auf zur Next Banking und dann hat der Arbeitsalltag auch schon wieder begonnen.

Neben einem kurzen Vortrag mit anschließender Diskussion erwarte ich von der next banking interessante Diskussionen. Das Thema Social Banking steckt in Deutschland irgendwie noch in den Kinderschuhen, auch wenn immer mehr Banken die Anwendung von Social Media wagen, kann man gegenwärtig kaum davon ausgehen, dass sich mehr als Vertrieb, Marketing und Kommunikation verändern werden. Zu sehr ist die  Branche in Ihren veralteten Strukturen fest gefahren und zu sehr werden einige Banken durch die Politik bevorzugt.Außerdem scheint der Bedarf der Verbraucher nach neuen Banken oder Finanzdienstleistern auch nicht so richtig gross zu sein.

Dabei sprechen die Zahlen eigentlich für sich.

Eine forsa Umfrage erbrachte kürzlich zum Beispiel das folgende Ergebnis:

Nur 25 Prozent der Verbraucher suchen den Rat ihrer Bank, wenn es um die persönliche Finanzplanung geht.

Und das deutsche Institut für Service Qualität stellte bei einer Untersuchung von sechs Bankinstituten eine allenfalls durchschnittliche Beratungsqualität fest.

Auch die Lektüre der Tagespresse lässt kaum auf große Veränderungen hoffen. Das Investment Banking feiert schon fröhlich Wiederauferstehung und noch dazu ohne etwas aus den alten Fehlern gelernt zu haben.  Warum auch? Für die Fehler kommt ja der Steuerzahler auf. Ein weiteres Umfrageergebnis macht auch nicht gerade viel Hoffnung. Das Verbraucherportal forium.de berichtet vom folgenden Ergebnis der forsa Umfrage:

Obwohl 71 Prozent der Deutschen wegen der Finanzmarktkrise das Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem verloren haben, hat ein Großteil (74 Prozent) den Umgang mit Geld eher nicht verändert. Von den 21 Prozent, die ihr Verhalten infolge der Finanzmarktkrise geändert haben, sind 32 Prozent sparsamer und 28 Prozent vorsichtiger geworden. Zudem gibt fast die Hälfte der Bevölkerung (46 Prozent) an, sich generell nur ungern mit Fragen der Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Welt und insbesondere Deutschland scheint noch nicht bereit zu sein für next banking. Es soll – so scheint es -alles beim Alten bleiben. Lieber weg hören als sich mit der Realität zu beschäftigen. Mündigkeit in Sachen Finanzen scheint kein Grundbedürfnis der Bundesbürger zu sein. Oder irre ich mich vielleicht?

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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