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2010 kommt das Social Media Verbot

Wenn man den Vorhersagen der Experten glaubt, dann wird 2010 der endgültige Social Media Durchbruch kommen. Das beeindruckende Nutzer Wachstum der sozialen Plattformen und Tools ist ein gutes Indiz dafür. Auch die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen dort aktiv werden, ist ein Beweis.

Meiner Meinung nach wird es 2010 vor allen in Sachen Quantität so viele Aktivtäten auch von Banken und Finanzdienstleistern geben, dass es keinen grossen Sinn mehr machen wird, jede einzelne Aktivität aufzuzeichnen. Die Unternehmen wollen zumindest die Chance nutzen, Social Media als Marketing Instrument einzusetzen. Ob dies auf Basis der Qualität der bisherigen Massnahmen gelingen wird, ist fraglich. Die meisten Unternehmen haben die tragweite der durch Social Media hervorgerufenen Veränderungen noch gar nicht durchschaut. Allerdings stellen viele Unternehmen fest, das ihre Mitarbeiter Social Media nutzen und zwar auch am Arbeitsplatz.

Und da liegt es dann natürlich nahe: 1. Über Social Media guidelines nachzudenken und 2. Social Media am Arbeitsplatz direkt zu verbieten. Lösung 2 erfreut sich dabei in hierarchischen Gebilden – wie es Unternehmen nun einmal sind – wohl grösserer Beliebtheit. Einige Fälle gibt es ja auch hier schon. So hat das Justizministerium NRW vor kurzem im Intranet den Zugang zum Forum des wdr gesperrt, weil einige Mitarbeiter sich in diesem Forum kritisch zu den Zuständen der Gefängnisse in Nordrhein Westfalen geäußert hatten.

Bevor man aber nun mit der Sperrung der Zugänge zu den sozialen Netzwerken beginnt, mag man die folgenden Zeilen lesen und eine eventuell schon getroffene und geplante Entscheidung überdenken. Wobei Unbelehrbarkeit ja auch so eine Tugend ist. Aber was soll es. Hier die versprochenen Studienergebnisse:

US Studie: 58 % der Teenies berücksichtigen den freien Zugang zu sozialen Netzwerken als Grund für das Akzeptieren eines Job Angebotes

Dies besagt  die siebte jährliche Achievement /Deloitte Teen Ethics Untersuchung. Es gibt also offensichtlich eine Diskrepanz zwischen dem, was die Jugendlichen für selbstverständlich und als natürlichen Teil ihres täglichen Lebens sehen und dem was Unternehmen für eine Gefahr halten.

Es ist deshalb fraglich, ob es für die Zukunft von Unternehmen so klug wäre, den Zugriff auf soziale Netzwerke vom  Arbeitsplatz zu sperren.

Die Studie ermittelte ausserdem, dass 88 % der 12 -17 jährigen täglich in sozialen Netzwerken aktiv sind und dass es 38 % egal ist, was ihre zukünftigen oder aktuellen Arbeitgeber darüber denken.

83 % sagen, dass sie es nicht für unethisch halten soziale Netzwerke zu nutzen.

Hier die Original Pressemitteilung zur Studie.

http://www.chicagotribune.com/news/chi-talk-work-polldec10,0,945188.story

Und hier noch ein schöner Artikel von Chris Skinner zum Thema mit dem Titel: Your next empoyee (Part II):

http://thefinanser.co.uk/fsclub/2009/12/your-next-employee-part-two.html

Und noch 3 sehr gute Hinweise aus dem Artikel als kleine Empfehlung

Think different. Think tomorrow.Think like a kid.




Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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