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11 Gründe für meinen Wahlverzicht

In der letzten Woche war Bundestagswahl. Schon Wochen vorher haben mich alle Leute in meinen sozialen Netzwerken immer wieder aufgefordert, doch wählen zu gehen. Nun, sie sprachen mich nicht direkt an, aber fast jeder hat wirklich alles versucht, die Menschen in seiner Filter Bubble zur Wahl zu bewegen. Ein wenig konnte ich sie auch verstehen. Aber ich bin dann doch nicht wählen gegangen und hier sind meine 11 Gründe dafür:

 

  1. Weil ich kein schimmliges Brot esse, nur um schimmlige Brötchen zu vermeiden.
  2. Weil Demokratie in der digitalen Ära ganz anders und viel intensiver gelebt werden könnte.
  3. Weil das Grundgesetz und die Menschenrechte immer noch die beste Basis für eine menschliche Politik wären, aber unsere Parteien sich kaum noch daran orientieren.
  4. Weil Parteien dafür da sind sich selbst zu erhalten, statt Probleme zu lösen. Und Probleme lösen meistens zu Wahlniederlagen führt.
  5. Weil nicht alle klugen Menschen der Welt in einer Partei sind und deshalb die Herausforderungen unsererer Zeit andere Formen der Problemlösung erfordern
  6. Weil wir mit der Blockchain Technologie nicht nur anders wählen, sondern sogar Parteien und vielleicht sogar Nationen überwinden könnten.
  7. Weil Parteien immer abhängiger von großen Unternehmen sind und deren Rechte vor die Rechte der Menschen stellen, die diese (die Parteien) ja eigentlich wählen sollen. Warum wählen eigentlich nicht die Unternehmen?
  8. Weil die einzige Partei, die im Wahlkampf digitale Kompetenz vortäuschte, nach wie vor der neoliberalen Idee frönt und nicht erkennt, dass es auch eine menschliche digitale Ökonomie geben kann und muss und das diese nicht im Silicon Valley zu finden ist.
  9. Weil wir eine andere Art von Leadership benötigen, die Salim Ismail „female“ Leadership nennt: „When the male archetype is under stress, it enters the ‘fight or flight’ response, while the female archetype responds by ‘tending and befriending.
  10. Weil wir eine bessere und partizipativere Demokratie verdient haben.
  11. Weil ich nicht der Meinung bin, dass wählen gehen und der Weg durch die Parlamente noch ausreicht, um schnell substantielle Veränderungen zu erzielen.

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Kay von Dreger

    Das schöne am Wahlrecht ist es ja, dass man das Recht aber nicht die Pflicht hat. Die Argumente in dem Artikel kann ich allerdings nicht nachvollziehen und sprechen m.E. für eine arrogante Einstellung zu unserer Republik und unseren Werten. Aber wie gesagt jeder ist Frei zu denken was er mag. Toll oder? Und ich glaube gerade das ist es Wert zu wählen.

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