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Zurker: Ein wirklich soziales Netzwerk

Unbehagen

So könnte man das Gefühl beschreiben, welches einen von Zeit zu Zeit überkommt, wenn man die sozialen Medien und insbesondere Facebook nutzt. Was passiert mit meinen Daten? Überwiegt der Nutzen von Facebook gegenüber den persönlichen Kosten? Bringt Facebook uns wirklich näher zusammen oder entfernt es uns sogar noch weiter voneinander? Das sind nur wenige Fragen, die ich mir eigentlich immer dann stelle, wenn ich Facebook bewusst und nicht einfach wie ein Kommunikationsinstrument verwende.

Ähnliche Fragen stellen sich auch die Unternehmen, die mit der Nutzung von Facebook ja zumindest das Risiko eingehen in einen Bereich zu investieren, der ihnen nicht gehört und den sie damit auch nicht kontrollieren können. Vergleichbar wäre dies zum Beispiel mit einer Bank, die eine Filiale auf einem Bauplatz betreibt der ihr nicht gehört und bei dem sie auch keinen Einfluss auf dessen zukünftige Ausgestaltung und Entwicklung hat. Schön wäre es deshalb, wenn man zumindest an der Entwicklung mitgestalten könnte, was ja auch ein übliiches Prinzip im Internet ist, von Facebook meines Wissens nach aber kaum angeboten wird.

Ein interessantes Projekt, welches für das ein oder andere Unbehagen, welches Facebook erzeugt, Abhilfe schaffen könnte, ist das soziale Netzwerk Zurker, auf welches ich durch springwise.com aufmerksam wurde. Bei diesem offensichtlich vollkommen transparenten Netzwerk können Nutzer nicht nur eigene Ideen einbringen. Die Daten gehören dem Nutzer und ihnen gehört auch ein entsprechender Anteil der Plattform. Sie können die Ausrichtung bestimmen und partizipieren am Erfolg. Die Formel kostenlose Nutzung gegen Daten gilt hier also nicht, der Nutzer wird also nicht wie z.B. bei Facebook übervorteilt. Diese Beteiligung wird über sogenannte vShares vollzogen, die man für empfohlene Nutzer erhält und die im Wert steigen, wenn die Zahl der Nutzer wächst. 

Das klingt spannend und die Entwicklung der sich im beta Stadium befindlichen Plattform sollte man verfolgen. Vielleicht entwickelt sich ja eine wirkliche Alternative zu Facebook. Allerdings bräuchte es dafür mehr Unbehagen. Nicht gegenüber Social Media oder sozialen Netzwerken sondern gegenüber Unternehmen, die am Ende des Tages nur die eigene Gewinnmaximierung im Sinn haben und dabei Schritt für Schritt ihre einstigen Ideale über Bord werfen.

Natürlich ist Zurker auch bei Facebook. Ist das eine Guerilla Strategie?

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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