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Zu Ostern mal wieder Social Media

Faule Eier

Das Osterfest ist vorbei.Obwohl? Ist nicht jeden Tag Ostern? Muss man  nicht inzwischen jeden Tag schauen, welches faule Ei einem da mal wieder von einer Institution, einem Unternehmen oder einem Menschen ins Nest gelegt wurde?

Die „faulsten Eier“ aus Sicht des Privat Banking Bereiches der Privatbanken sind übrigens nicht die sozialen Medien. Das Compliance Magazin berichtet von einer internationalen Umfrage unter Bankmanagern. Danach stellen Social Media und Mobile Banking nur eine Randnotiz dar. Die meisten Banken haben demnach weder ein entsprechendes Angebot, noch planen sie in diese Bereiche zu investieren. Lediglich Branding- und Marketing Kampagnen seien geplant, um Vertrauen zu gewinnen. Als ob das funktionieren würde!

Wie erwartet stehen aber Compliance Anforderungen, Basel III und der – wie immer – zunehmende Kostendruck auf der Tagesordnung. Und in der Tat sind diese Prioritäten auch durchaus begründet, denn eine dramatische Veränderung der Bankenwelt durch Social Media wird es nicht geben. Das mag beim mobile Banking schon etwas anders aussehen, aber auch hier gibt es genügend rechtliche, regulatorische und sicherheitstechnische Fragestellungen und Barrieren, auf welche Banken eigentlich leichter eine Antwort finden sollten, als die eher urwüchsige Konkurrenz der IT Startups.

Mehr Infos zu den Umfrageergebnissen finden Sie im Compliance Magazin

Leckere Eier

Bei Eiern gibt es ja eigentlich gar keine 2 Seiten. Und faule Eier können nicht auch leckere Eier sein, dass ist im Bereich der Metaphern aber nur eine Frage der Perspektive. Auch wenn Social Media nicht zu einer Revolution im Banking führen wird, handelt es sich jedoch auch nicht um ein faules Ei. Ganz im Gegenteil Social Media kann sowohl für Banken als auch für deren heutige und zukünftige Kunden sehr lecker sein. Wenn man ein Ei aber zu lange liegen lässt oder es falsch zubereitet, dann wird es faul oder es schmeckt nicht.

Das die meisten Banken auch heute noch sehr einseitig über ihre Social Media Plattformen mit ihren Kunden kommunizieren, wenn es dann mal zu einer Kommunikation kommt, und dort in der Regel auch keinen richtigen Zugang zum Nutzer finden, ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Im Bank Innovation Blog fand ich heute einen Artikel BI2012: In Social Media, Banks Can’t ‚Fake‘ It der zeigt, das sich der Erfolg von Social Media über die dezentrale Nutzung einstellt. Social Media – so steht es in dem Artikel – ist ein Tool für eine tiefe und vertrauliche 1 zu 1 Kommunikation. Josh Reich – Mitgründer von Simple – sagt in dem Artikel:

„We do not have a social media team, yet we have more followers than Wells Fargo,“ he said. „This is not something we tried to create. We grew with it. Ninety seven percent of the people who requested a relationship with Simple we referred. And that is because we have conversations“

Verbinden Sie also Ihre Mitarbeiter mit Ihren Kunden und den Verbrauchern, die Finanzprodukte benötigen. Lassen Sie diese zuhören und kommunizieren.  Nutzen Sie die sozialen Plattformen als Kommunikationsinstrument und messen Sie nicht den ROI der Social Media Instrumente. Messen Sie den ROI Ihrer Online Aktivitäten als Teil der unternehmerischen Gesamtaktivität. Sie messen ja auch nicht den ROI des Telefons, obwohl dies wohl früher auch schon versucht wurde. So steht es zumindest in dem zitierten Artikel von JJ Hornblass

Lesen Sie dort auch noch nach, was das eigentlich mit einer Brücke, dem Bürgermeister von Calgary und Taco Bell zu tun hat.

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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