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Yomo im Mai

Yomo Update


Dies ist ein Gastbeitrag von Joachim Hunold


 

Im Frühjahr 2017 wird ‚yomo’ von den Sparkassen Deutschlands auf den Markt gebracht. Nach gut 15 Monaten intensiver, gemeinsamer Entwicklungsarbeit von zehn Sparkassen mit ihren Partnern Starfinanz, rheinlandmobil und dem Sparkassen Finanzportal – getragen durch die Finanz Informatik und den Deutschen Sparkassen- und Giroverband – gelingt mit yomo der Einstieg in die digitale Welt der sog. FinTechs für die Sparkassenfinanzgruppe.

 

Heute beschäftige ich mich mit der Frage nach Preis und der Kontoanlage.

yomo ist nicht kostenlos. Aber es hat für die Basisfunktionen App, Konto und Karte keinen Grundpreis. Menschen mit wenigen Ansprüchen an ein Girokonto erhalten also ein preiswertes, digitales Angebot – mit Zugang zum größten Geldautomatennetz Deutschlands.

 

Wie schon beim letzten Mal berichtet, werden wir das Konto mit unseren Nutzern ständig ausbauen. Der Fantasie sind dabei zunächst mal keine Grenzen gesetzt. Selbstverständlich werden wir auch in diesen dialogischen Runden über die Frage des Preises ansprechen. Wir sind überzeugt, dass erkennbare und erlebte echte Mehrwerte beim Kunden auch die Bereitschaft zur Bezahlung steigern.

 

yomo ist eine Marke der Sparkassen, keine eigene Bank oder Einheit. Der yomo-Kunde wird also Kunde bei einer Sparkasse. Diese Sparkasse kann er sich im Grunde aussuchen, sofern sich die Sparkasse für den Vertrieb entschieden hat. Ihr erinnert euch: es gibt über 400 selbständige Sparkassen und jede dieser Sparkassen entscheidet individuell über den Vertrieb von yomo.

 

Wie funktioniert das? Die Kontoanlage geschieht voll digital in der App mittels Videolegitimation. Die dem Wohnort nächstgelegene Sparkasse wird dem Kunden als kontoführendes Institut vorgeschlagen. Diesen Vorschlag kann der Kunde nach eigenen Interessen ändern.

 

Mit Ausnahme des Grundpreises für die Basisfunktionen wird yomo unterschiedliche Preismodelle erleben. Warum? Jede Sparkasse hat ihr eigenes Preismodell, denn jede steht selbständig im Wettbewerb mit anderen Regional- oder Direktbanken. Im Zuge der Kontoeröffnung wird dem Kunden das Preis- und Leistungsverzeichnis der gewählten Sparkasse angezeigt. Ja, das ist nicht sehr transparent – und vielleicht zahlt der yomo-Kunde in Stadt A einen höheren Preis, z.B. für einen Dispo, als Kunde in Stadt B. Eine Absprache auf einen einheitlichen Preis würde aber den Vorwurf eines Preiskartells durch das Bundeskartellamt nach sich ziehen. Ihr seht, die Vorteile der Dezentralität fallen den Sparkassen im Rahmen des digitalen Aus- um Umbaus auf die Marmeladenseite.

To be continued…

 

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