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Wie man einen Fussball Club verstaatlicht

Vorspiel

Normalerweise gehört der Kicker ja nicht zu den Quellen, die hier zitiert werden und auch Fussball ist in der Regel in diesem Blog nur ein Randthema. Und einmal abgesehen davon, dass zahlreiche Fussballvereine und vielleicht der Fussballsport insgesamt mit gewaltigen finanziellen Problemen konfrontiert sind, wäre die Frage: Was denn das bitte mit Banken zu tun habe? durchaus legitim.

Liverpool

Es geht um den FC Liverpool und auch ein wenig um die Leiden der hilflosen Fans. Jene Leiden die jeder richtige Fan  aus persönlicher Erfahrung kennt. Dieser FC Liverpool wird – laut Kicker – am 15. Oktober in Staatsbesitz übergehen. Dies bedeutet, dass der Verein ab sofort auch den Fans von Mancester United gehört. Das wäre ungefähr so, als wenn Fans von Borussia Mönchengladbach Besitzer bzw. anteilige Besitzer vom 1. FC Köln wären. Was zumindest für mich einer mittleren Katastrophe gleich käme.

Wie es dazu kam? Ganz einfach. Der FC Liverpool hat inzwischen Schulden in Höhe von 280 Millionen Euro angehäuft und zwar vorwiegend bei der Royal Bank of Scotland, welche – Finanzkrise sei Dank – inzwischen zu 84 in Staatsbesitz ist. Und damit ist der FC Liverpool im Staatsbesitz bzw. im Besitz jeden einzelnen Steuerzahlers.  So schnell kann es also gehen.

1FC Köln

Wie schnell es gehen kann, könnte eventuell demnächst auch der 1 FC Köln erfahren. Zum Glück nicht in finanziellen  Dingen. Hier ist der Verein solide aufgestellt und fährt einen sinnvollen Sparkurs. Ich meine auch nicht den drohenden fünftten Abstieg. Das ist man als FC Anhänger ja inzwischen gewöhnt.

Es geht stattdessen um die Macht von Social Media. In diesem Bereich ist der FC nämlich so etwas wie ein Vorreiter. In allen relevanten Kanälen wird der offene Dialog geführt. Bei Facebook hat man inzwischen über 63.000 Mitglieder und man muss sagen: Die machen das richtig gut. Es ist mir sogar gelungen in einer Online Diskussion für die Veränderung der Internetseite zu sorgen. In schlechten Zeiten – z.B. wenn man viele Spiele hintereinander verliert – in denen die Fans unruhig werden, bietet man aber gleichzeitig eine wunderschöne Plattform für eine machtvolle Gegenbewegung, die Forderungen an den Verein stellen kann und sogar die Macht hätte, dass gesamte Präsisdium und den Vorstand zu stürzen. Ich denke hierfür sollte die Aktivierung von ca. 2000 bis 3000 unzufriedenen Mitgliedern ausreichen. Wir leben in ereignisreichen Zeiten

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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