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Weltspartag

Von Kindern und Banken geliebt

Als ich ein kleiner Junge war, habe ich mich auf den Weltspartag immer sehr gefreut. Auch wenn meine Sparbüchse nie voll genug war, um die richtig tollen Geschenke zu erhalten. Die bekamen nur die Kinder der hohen Tiere.

Traditionen

Erfunden wurde der Weltspartag im Jahre 1924 auf dem ersten internationalen Sparkassentag in Mailand und schon ein Jahr später am 31. Oktober wurde der erste Weltspartag begangen.

Unhinterfragt

In den letzten beiden Wochen war ich viel in Banken unterwegs und in der ein oder anderen Bank war der Weltspartag tatsächlich noch im Angebot. Was allerdings fehlte, waren die Kinder mit den freudig strahlenden Augen und dieser etwas chaotische Moment, wenn direkt mal 10 oder noch mehr Kinder gleichzeitig mit ihren Eltern die kleine und damals noch sehr sachliche Bankfiliale stürmten.

Und wer freut sich heute noch über den Weltspartag. Es scheint so, als hätten die Banken einfach nur vergessen diesen abzuschaffen und wenn sich überhaupt noch Jemand dafür interessiert, dann sind es Eltern, einige Banker und vielleicht noch der ein oder andere Lehrer.

Ein Tag für Nostalgiker

Der Weltspartag steht für mich als Synonym für die mangelnde Innovationsfähigkeit (haben Sie eigentlich eine Innovationsstragegie oder sowas wie eine wöchentliche Innovationssprechstunde beim Vorstand?) der Bankenbranche. Eine Veranstaltung die keiner mehr will und die von keiner mir Bekannten Bank neu gedacht und innoviert wird, denn letztendlich ist finanzielle Aufklärung – wofür der Weltspartag auch steht – heute nötiger denn je. Und im Internet – wo die jungen Menschen inzwischen zuhause sind – gäbe es genug Möglichkeiten eine neue Formen für den Weltspartag zu finden.

Was hat Dich bloß so ruiniert? (die Sterne)

Es gibt übrigens sogar einen Blog zum Thema Weltspartag,  der ähnlich prickelnd wie der Weltspartag selber ist. Wenn Sie aber wissen möchten, wie der Weltspartag früher war und warum er so heruntergekommen ist, dem empfehle ich diesen wunderschönen Artikel und Podcast, den ich heute auf der Heimfahrt von Rüsselsheim auf WDR 4 gehört habe. Allein die Stimme des Autors hat mich sofort 35 Jahre zurückversetzt. Da muss man auch mal Danke sagen an Ferdinand Quante.

Spar – Animation in Zeiten der Bankenkrise

PS

Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben die Deutschen übrigens wieder mehr gespart. Habe ich auch im Radio gehört. Durchschnittlich 190 Euro pro Kopf. Ob das Ersparte aber immernoch den Banken anvertraut oder lieber unter der Matratze vor den Banken ( nicht alle Banken sind gemeint) versteckt wird, konnte ich dem Radiobeitrag leider nicht  entnehmen.

Und nun singe ich mich einfach in den Schlaf:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ndORhJSPY3k]
Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Tweets that mention Weltspartag | Finance 2.0 -- Topsy.com

    […] This post was mentioned on Twitter by Boris Janek, Boris Janek. Boris Janek said: Der arme Weltspartag – Ein Synonym für Stillstand # Finance 2.0 #Banking #Blogbeitrag http://ow.ly/31FYK […]

  • Sebastian Hartl

    M.E. kann man den „verstaubten“ Weltspartag auch in der heutigen Zeit erlebbar machen. Wir konnten uns auf jeden Fall heute nicht vor Kindern und natürlich deren Eltern retten.

    Natürlich reicht es nicht aus, hinterm Schalter zu stehen und auf die Kinder zu warten: Personalisierte Postkarte, Popcorn Maschine und natürlich das Geschenk dürfen nicht fehlen. Und wieso denn immer auf die Kinder warten – warum nicht einfach dort hingehen wo die Kinder sind (Schule…)

    Den Weltspartag abschaffen ist m.E. daher der falsche Weg. Viel mehr geht es darum etwas Besonders zu bieten.

    Und ein Geschenk bekommen übrigens alle Kinder 🙂

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