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Weekly fintech update (Week 26)

Nach einer fast schlaflosen, dafür aber geselligen Woche in Cadaques kann es nun weiter gehen. Die fintech Welt hat natürlich nicht geschlafen. Hier sind wieder einige interessante News

 

40 Millionen Series B Finanzierung für kreditech

 

Das auf die Vergabe von Krediten in „Emerging banking markets“ spezialisierte Big Data Unternehmen hat 40 Millionen an Investoren Geldern von einer Investorengruppe angeführt durch Värde Partners und Blumberg Capital (die bereits Teilhaber waren) erhalten. Das Unternehmen wird mittlerweile mit 190 Millionen Dollar bewertet. Die Finanzierungsrunde war zudem rekordverdächtig: Noch nie wurde in ein deutsches fintech startup ein so hoher Betrag investiert. Die 40 Millionen gehören außerdem zu den höchsten Investments in ein deutsches startup im Jahr 2014.

 

Gründerszene. 40 Millionen US Dollar für kreditech

 

Kristo Käärman von transferwise im CIO Interview

 

Lernen kann nur, wer sich mit anderen Ideen auseinandersetzt und sein Weltbild immer wieder überprüft. Für Banken bedeutet dies auf startups zu schauen und sich mit ihnen auszutauschen. Auf Kristo Käärman werden viele Banken sicherlich nicht gut zu sprechen sein, denn er verdient Geld indem er das Gebührenmodell von Banken beim internationalen Transfer von Währungen unterläuft, weil er eine echte Alternative zu den Leistungen der Banken anbietet. Mehr als eine Milliarde Euro wurden bereits über die Plattform transferiert.  Weitere spannende Infos gibt es im erwähnten Interview.

 

CIO. Banken müssen sich neuem Wettbewerb stellen

 

Olwster hilft kleinen Unternehmen mit BFM

 

Owlster ist ein Online-Tool und bietet kleinen Unternehmen eine einfache Möglichkeit ihre Finanzen zu managen. Einnahmen und Ausgaben können in wenigen Minuten modelliert und übersichtlich nach Kategorien sortiert werden, egal ob es sich um wiederkehrende oder einmalige Zahlungen handelt. Owlster erstellt einen ausführlichen Bericht  und hilft dabei, den Überblick über die Finanzsituation zu behalten. Auch Prognosen über zukünftige Einnahmen und Ausgaben sind möglich. Erinnerungen und Meldungen bei ausbleibenden Einzahlungen und Ausszahlungen sind ebenfalls Bestandteil des Tools. Der Unternehmensinhaber kann sich also um das Wesentliche kümmern. Der Trend zu nützlichen Online Anwendungen für kleine Unternehmen geht also weiter, womit auch der Firmenkunde der Bank nicht mehr auf Ewigkeit sicher sein dürfte.

Das Unternehmen befindet sich im Private Beta Modus.

 

Olwster

 

Settle. Bestellen, Bezahlen, Essen, Gehen

 

Manchmal wundert man sich ja, dass so viele Gründer mit ihren Anwendungen Prozesse optimieren oder gar überflüssig machen möchten, bei denen Menschen involviert sind. Das Internet schafft wohl die menschliche Arbeit ab, weil der Mensch viel zu oft das störende Element innerhalb der Konsum Interaktionen darstellt. Störend  nicht nur, weil er zu viel kostet oder auch zu Fehlern neigt. Andere Menschen rauben einem häufig auch Zeit, weil sie vielleicht schlecht gelaunt sind, keine Lust haben, im Clinch mit ihrem Vorgesetzten stehen, subjektiv oder objektiv zu schlecht bezahlt werden oder ihren Kunden ganz einfach nur vom ersten Augenblick an unsympathisch finden.

Settle ist auch so eine Anwendung, die dem Trend folgt das bestellen und bezahlen von Speisen im Restaurant von Friktionen zu befreien. Im weitesten Sinne also eine Payment Anwendung. Kunden können aus der Anwendung heraus ohne Kellner bestellen und bezahlen und erhalten gleichzeitig Belohnungen für Nutzung und Loaylität. Zwar sind in diesem Markt schon einige Anbieter – auch in Deutschland unterwegs – dennoch lohnt sich der Blick auf die Leistung dieses Unternehmens, dass sich ebenfalls noch im Private Beta Stadium befindet.

 

Uber kooperiert mit AMEX

 

American Express hat schon lange begriffen, was „Digitale Transformation bedeutet. Die Experimentierfreude ist zudem groß und auch vor Kooperationen mit nicht ganz unumstrittenen Ideen oder Anbietern schreckt das Unternehmen nicht zurück. Nun gibt es eine Kooperation mit „UBER“, die sich in Membership Rewards ausdrückt. AMEX Kunden, die am Membership Programm teilnehmen und ihre Karte zum Uber Account hinzufügen, erhalten dadurch Punkte und können gesammelte Punkte für Fahrten einsetzen. Sicher keine Sensation. Eher einer der zahlreichen Schritte, die nicht digitale Unternehmen gehen können und müssen, um auf der Reise nicht zurückbleiben zu müssen.

 

Uber Blog. Amex Kooperation

 

Holvi darf nun in ganz Europa

 

Die beste Nachricht kommt zum Schluss. Holvi aus Finnland hat die regulatorische Freigabe für alle EU Staaten erhalten und wird in Kürze in drei europäischen Ländern auf den Markt kommen. Holvi richtet sich vor allem an kleine Unternehmen, Gewerbetreibende, Freiberufler, Shop Betreiber, etc.. Das Holvi Konto kann in wenigen Minuten eingerichtet und aktiviert werden. Kunden benötigen kein seperates Konto mehr. Das Online Banking von Holvi ist zudem auf die Inhalte und Leistungen der einzelnen Unternehmen individualisierbar und zwar kinderleicht in Form von vorgefertigten und anpassbaren Templates. Zusätzlich erfolgt der Blick auf die eigenen Transaktionen intuitiv und aus Sicht des Endkunden und weniger aus Sicht der internen Banktechnologie. Customer first also. Ein Schlüsselbaustein digitaler Veränderungen.

 

Silicon Republic. Disruptive banking service Holvi gets regulatory ….

 

 

 

 

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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