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Was diese Woche passierte!

von Stefan BaudyWelche Meldung ist einen ganzen Artikel wert?

Diese Frage stellt sich mir häufiger. Manchmal weil einfach nichts spannendes passiert. Weitaus häufiger jedoch weil so viel passiert. Um mir die Auswahl zukünftig etwas zu erleichtern frage ich einfach hier und auf meiner  Facebook  Seite, welches Thema einen ganzen Artikel wert ist.

Einen Artikel wert?

Warum Banking 2.0 noch nicht zündet!

Mit dieser Frage beschäftigt sich in einer jetzt schon dreiteiligen Seite der Blicklog und nennt 10 Thesen bzw. Gründe für das geringe Tempo der Veränderung der Bankenbranche. Darüber hinaus ist dieser Beitrag auch eine schöne Einführung in das Thema. Was mich ein wenig stört: In erster Linie werden die Banken dafür verantwortlich gemacht, dass Banking 2.0 nicht zündet. Nun ist es zwar sicherlich so, dass die  Banken nicht unbedingt ein gesteigertes Interesse an Veränderungen haben, allerdings sind wir auch weit davon entfernt, dass Verbraucher sich überhaupt ein anderes Banking wünschen. Wäre das eventuell ein Thema? Warum Verbraucher Banking 2.0 gar nicht wollen?

Hier geht es zum dritten Teil des Blicklog Artikels:

Einen Artikel wert?

Wie sieht die Bank der Zukunft aus?

Spannend geht es bei Chris Skinner zu, der sich regelmässig dem ThemaBank der Zukunft widmet und diesmal ins Jahr 2020 schaut. Seiner Meinung nach wird Banking menschlicher und technischer sein. Vieles wird automatisch funktionieren und erfordert keine menschlichen Eingriffe mehr. Immer mehr basiert auf Echtzeit Informationen und wird auch in Echtzeit ablaufen. Es gibt mehr Unternehmen die klassische Bankdienstleistungen anbieten oder diese einfacher, leichter oder sogar gänzlich anders machen. Und der Artikel endet in dem Satz:

The change was as much forced by society, customers and communities as by regulators, policymakers and governments … and the banks that realised this first, were the ones that were the most successful.

Vielleicht ist auch das einen Artikel wert. Welche Rolle spielen eigentlich die übergeordneten Systeme bei der Veränderung der Bankenwelt. Wird der Druck der Verbraucher oder Menschen die Banken verändern oder wird es Politik und Regulierung sein?

Der vollständige Artikel von Chris Skinner:
http://thefinanser.co.uk/fsclub/2011/01/banking-in-2020.html

Oder könnte hieraus ein Artikel werden?

Die zweite Seite der Medaille

Was dem einen sein Freud ist dem anderen sein Leid. Social Media ist nicht ausschliesslich ein Instrument für Gutmenschen und gute Zwecke.  Jedem vermeindlichen Vorteil für die individuelle Freiheit steht auch ein Nachteil und eine Gefahr gegenüber. Social Media ermöglicht mehr Überwachung, es macht uns abhängig von den Strategien der Plattformanbieter und ist in den Händen der falschen Leute das ganze Gegenteil von dem was es uns verspricht.

Social Media treibt uns in die Selbstüberwachung bzw. erleichtert unsere Überwachung. Amerikanische Krankenversicherungen versuchen beispielsweise Versicherungsbetrüger mit Hilfe von sozialen Medien zu finden. Und ihre Erfolgsquoten sollen beachtlich sein.

Ist das der Artikel den es zu schreiben gilt?

Hier die Quelle für diese Nachricht

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PS. Am 01 Februar ist die Finovate in Londan an der ich eigentlich teilnehmen wollte. Leider ist mir jetzt etwas dazwischen gekommen. Ich hoffe es wird eine grossartige Veranstaltung. Etwas beängstigend: Wenige bis gar kein Teilnehmer aus Deutschland. Nur die Fidorbank präsentiert. Keine Innovation in der deutschen Bankenbranche erforderlich?

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Volksbank

    Alternative 1 passt zu Ihrem Blog und ist von unmittelbarer Bedeutung für viele Banken, die jetzt in das web2.0 einsteigen. Bei der Durchsicht von Bankenblogs fällt mir auf, dass wenig kommentiert wird. Das heißt die Banken kommen nicht in eine echte Dialogsituation rein. Aus meiner Sicht wäre eine gründliche Ursachenforschung wünschenswert, denn mit den Ergebnissen könnte ggf. manche Fehlinvestition vermeiden werden.

    Alternative 2 halte ich deshalb für nicht spannend, weil wir uns hier völlig in den Bereich der Spekulation hineinbegeben. Wir haben heute keine Vorstellung davon, was von den Banken übrig bleiben wird, wenn die Schuldenkrisen der Staaten und der privaten Haushalte und auch die Währungskrisen vorüber sein werden.

    Alternative 3 ist ein weites Feld und birgt das Risiko in sich, dass der Autor sich in Allgemeinplätzen verirrt.

    Ich freue mich auf einen fundierte Artikel über Banking 2.0.

    • electrouncle

      Hallo Herr Peter,

      Danke für ihre Wahl u d die fundierte Argumentation, der ich mich nicht widersetzen kann

  • dels

    Hallo Boris,
    Danke für den Hinweis auf meinen Artikel. Du hast Recht, ich habe einen Schwerpunkt meiner Betrachtung der Ursachen für die Schwerfälligkeit von Banking 2.0 auf die Banken selbst gelegt. Aber einen wichtigen Punkt habe ich auch genannt, nämlich auch die Schwerfälligkeit der Kunden gerade in Bankgeschäften, sich neuen Anbietern zuzuwenden. Es gibt ja bereits diverse Alternativen, die noch gewaltig um Kunden kämpfen und sich die Reputation hart erarbeiten müssen.

    Ein weiterer Punkt ist die „Regulierung“, die, auch wenn das nicht gern gehört wird, innovationshemmend wirkt.

    Viele Grüße
    Dirk

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