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Volksbank Bühl:Eine Innovationswerkstatt im Interview (Teil I)

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Inzwischen kenne ich alle Mitarbeiter der Bühler Innovationswerkstatt. Zuletzt habe ich einige zusammen mit dem Vorstand Herrn Claus Preiss auf der republica2013 getroffen. Sozusagen auf Innovations Expedition. Eine solche Gelegenheit darf man nicht verstreichen lassen. Finance20 stellte einfach mal einige Fragen, denn schließlich ist es nicht alltäglich, was da in Bühl passiert.

Ich kenne ehrlich gesagt überhaupt keine Bank, die sich so umfassend mit der Beobachtung von Veränderungen im Bankenmarkt beschäftigt. Noch dazu basierend auf der Motivation und Kreativität junger Mitarbeiter. Nahezu im Eigenbetrieb. Wenn man dann noch rekapituliert, wohin sich die Aktivitäten bis hierhin entwickelt haben, dann könnte man sagen: Die Volksbank Bühl hat ein junges Team von Entrepreneuren und kultiviert eine neue Art von Mitarbeiterkultur. Da fragt man sich doch, ob man in diese Mitarbeiter nicht investieren könnte. Investition in Humankapital zum Beispiel über crowdfunding. Aber das ist eine ganz andere Sache. Lesen Sie nun spannende Antworten auf Finance20 Fragen. 

Finance20: Was ist eigentlich eine Innovationswerkstatt?

FSW: Unsere InnovationsWerkstatt ist ein interdisziplinäres Team von 10 Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen.

Age: Wir sind eine Truppe interessierter und neugieriger Menschen, die durch ihre unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen einen tollen Mix ergeben.

MTJ: Und trotz der unterschiedlichen Aufgabenbereiche jedes einzelnen, sind wir mittlerweile als Innovationswerkstatt ein Teil des Organigramms der Volksbank Bühl.

 Finance20: Und warum hat eine Bank eine Innovationswerkstatt?

FSW: Kurz gesagt, um auf dem Laufenden zu bleiben und innovative Projekte umzusetzen.

BOJ: Je innovativer ein Unternehmen ist, desto stabiler und profitabler kann es agieren. Die InnovationsWerkstatt ist ein Teil davon: Wir halten die Augen für Trends, neue Dienstleistungen, innovative Geschäftsmodelle, etc. offen und tragen so andere Sicht- und Denkweisen in die Bank hinein.

FG: Oder wie Dieter Zetsche (CEO Daimler) sagte: „Es ist immer klug Teil der Veränderung zu sein! “

 Finance20: Was macht die Innovationswerkstatt?

FSW: Die InnovationsWerkstatt identifiziert und bewertet Trends für die Volksbank Bühl und überlegt, wie wir diese Trends für uns nutzen bzw. wie wir daraus resultierende Risiken abwehren können. Darüber hinaus ist die InnovationsWerkstatt ein Team von qualifizierten Nachwuchskräften – es geht also auch ein bisschen um Personalentwicklung. Die Arbeit der InnovationsWerkstatt findet größtenteils außerhalb der „normalen“ Arbeitszeit statt.

Age: In unseren regelmäßigen Treffen bewerten wir Neues und können dabei richtig diskutieren. Wir gewinnen nicht nur über das Lesen von Fachblogs neue Eindrücke, sondern besuchen auch Messen und Veranstaltungen, die unseren Horizont erweitern. Wie eben in der vergangenen Woche die re:publica 2013. Jeder nimmt dabei die für ihn besonderen Themen zur weiteren Verarbeitung mit. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe unseren Mitarbeitern Innovationen und Trends ein Stück verständlicher und greifbarer zu gestalten. Wir versuchen den Durchblick zu behalten und unsere Mitarbeiter, Kunden und die Bank davon profitieren zu lassen.

Zi: Die InnovationsWerkstatt bietet auch intern Mitarbeiterschulungen und extern Vorträge zu den Themen: Bank 2.0, Social Media, Innovationsmanagement, Enterprise 2.0 und Employer Branding an. Diese können entweder als Präsenzveranstaltung oder als Webinar in Anspruch genommen werden. Zudem haben wir ein breites Repertoire an Kreativitätstechniken und Workshopmethoden zur Entwicklung innovativer Ansätze und Konzepte im Programm.

Finance20: Warum beschäftigt ihr euch mit so hohem Engagement auch außerhalb eurer Arbeitszeit mit Innovation?

MTJ: Zum einen um die neuestens Trends nicht zu verpassen und zum anderen, weil es einfach Spaß macht! Zudem sehe ich es auch als sehr wichtig für meine persönliche Entwicklung bei der Volksbank Bühl. Neben meinem Stipendium zum Bachelor of Management & Finance werden einem Türen zu innovativen Messen und einem außerordentlich interessanten Netzwerk ermöglicht.

Zi: Alles ändert sich und das ständig und vor allem immer schneller. Um am Ball zu bleiben, ist die InnovationsWerkstatt mit ihrer heterogenen Zusammensetzung ein ideales Umfeld. Außerdem wird durch viele Anwendungen auf die wir bei unseren Recherchen stoßen, auch vieles einfacher bzw. effektiver und oft überhaupt auch erst möglich. Und dann sind da noch die Neugier auf alles Neue und ein gewisser Spieltrieb, die sich regelmäßig einstellen.

FG: Ich habe hier die Möglichkeit meine Interessen wie Psychologie, Wirtschaft und Kommunikation mit Social Media zu verknüpfen. Gleichzeitig übernehme ich im Team Verantwortung und kann die Zukunft der Volksbank Bühl aktiv mitgestalten.

Age: Am Anfang mag es für einen selbst viel zu viel sein, aber mit der Zeit und Kontinuität über die Arbeitszeit hinaus daran zu arbeiten und sein Spektrum zu erweitern, bringt für alle Beteiligten nur Vorteile mit sich. Zudem spürt man selbst wie die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen wächst und alles mehr Spaß macht. Wir spüren alle die Anerkennung, die uns zuteil wird.

MM: Die Innovationen warten nicht auf uns 🙂 Wenn wir da nicht am Ball bleiben, bleiben wir auf der Strecke. Da wir nicht nur national sondern auch international Trends beobachten, gibt es schon alleine durch die Zeitverschiebung auch außerhalb der Arbeitszeit Neues zu entdecken.

Finance20: Glaubt Ihr, dass sich Banken verändern müssen und Ihr dazu etwas beitragen könnt?

ht: Jede Branche muss sich verändern bzw. weiterentwickeln, dazu gehören auch Banken. Mit Nokia und Kodak gibt es zwei gute Beispiele, wie es etablierten Firmen ergehen kann, wenn man dies vernachlässigt.

Age: Definitiv. Wer will schon als verstaubt gelten.

BOJ: Ich glaube es nicht nur, ich weiß es :). Veränderung ist essentiell, das hat man in den letzten Jahren sehr deutlich gesehen. Auch unsere Kunden verändern sich. Wir wollen für sie immer die Nummer 1 bleiben und können dazu meiner Meinung nach sehr viel beitragen und gestalten.

Lesen Sie am kommenden Montag den 27.05. den zweiten Teil dieses Interviews

 Das waren meine Gesprächspartner

Franz Sebastian Welter
Meike Boj
Maik Jost
Frank Gutknecht
Michael Merkel
Thomas Hochfeld
Wibke Ziegler
Anja Gempler
Madlen Fischer

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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