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The birth of the cool bank

Zwei Begriffe die sich abstoßen

Ich suchte bei google nach einer coolen Bank. Ich fand keine nicht einmal eine Millionen Sucheinträge. Das Suchergebnis war wenig befriedigend, denn erstens fand google überwiegend coole Banken, auf denen man sitzen kann und zweitens gibt es offensichtlich keine objektiv coole Bank.Ich will nicht verhehlen, dass einige Banken auf die Suchanfrage „die coole Bank“ Werbung schalten. Diese Banken aber wohl nur dem Selbstbild nach eine coole Bank darstellen.

Das beschriebene Ergebnis ist keine Überraschung. Oder denken Sie da anders? Banken stehen nicht in dem Ruf cool zu sein, wenn auch ab und zu ein kurzzeitig euphorisierter Kunde seine Bank mal cool nennen mag und die ein oder andere Bank sicherlich coole Mitarbeiter hat oder mal eine coole Marketing Kampagne macht. Hinzu kommt: Was cool ist und als cool bezeichnet wird, liegt wie so oft im Auge des Betrachters.

Was ist cool?

Klären wir kurz einmal was cool überhaupt bedeutet, wo der Begriff herkommt und wie er in der Regel verwendet wird. Da hilft Wikipedia weiter: Cool steht für einee besonders gelassene, nonchalante, kühle, souveräne und nicht nervöse Geisteshaltung oder Stimmung. Und cool wird, als ein aus der Jugendsprache stammendes Wort, zur Kennzeichnung von als besonders positiv empfundenen, den Idealvorstellungen entsprechenden Sachverhalten bezeichnet, also etwas, dass „schön“, „gut“, angenehm „oder „erfreulich“ ist?

Ab sofort möglich

Auf der der Internetseite The Financial Review verwendet Autor Tony Boyd die Überschrift „The cool Bank for facebook fanatics“ und beginnt seinen Artikel mit dem Satz:

“ Imagine a bank with no branches that lives the philosophy that the number of Facebook friends and twitter followers you have, will be critical to determining quality of the services you receive“

Die Bezeichnung coole Bank ist damit in der Welt und bezeichnet hier offensichtlich etwas, das mit Technologie zu tun hat. Welche  sich auf das Lebensmittel der jungen Generation, also das Internet bezieht. Die also die Instrumente dieser Generation ernst nimmt,  die Lebensräume dieser Menschen nutzt, sich in ihren immer komplexeren Lebensalltag reibungslos integrieren möchte und dieser Generation ein Möglichkeit zur Verortung und Relevanz gibt. Es geht also um Inhalt, Kontext und nicht zuletzt – was in dem Artikel von Tony Boyd jedoch nicht erwähnt wurde – um Bedeutung.

Die coole Bank

Gerade junge Menschen wollen ernst genommen werden und suchen nach Orientierung und der Möglichkeit sich mit Menschen, Zielen oder auch Marken zu identifizieren. Für junge Menschen stellt sich auch bei der Produktauswahl und Markentreue  die Frage:

Wie kannst Du mir helfen dazuzugehören. Zeige mir, wo ich hingehöre und wie ich  bedeutend und wichtig sein kann.

Dies sind Fragen, die Banken bisher selten beantwortet haben.

Eine Bank die – wie die Movenbank es offensichtlich plant – ihr Geschäftsmodell zu 100 % auf den Online und wahrscheinlich auf der Nutzung mobiler internetfähiger Endgeräte aufbaut, könnte insofern eine sehr gute Marktchance haben. Die Einbeziehung der Kraft der sozialen Netzwerke wäre ein weiterer USP. Eine solche Bank hat den Begriff cool möglicherweise verdient.

Wir leben damit in einer Zeit, in der eine Bank auch cool sein könnte. Die Movenbank ist hier nicht allein, denn auch die deutsche Fidorbank nutzt oben beschriebene Faktoren und hat es tatsächlich geschafft, dass Banking Spaß macht.  Die süddeutsche Zeitung hat kürzlich ausführlich über die Fidorbank geschrieben, die sich langsam aus den Rändern der Netzkultur in die Mitte der Gesellschaft entwickelt. Immer mehr Menschen kennen diese „komische Bank“ die offensichtlich gewillt ist eine andere Art von Bank zu sein und der es auch gelingt, dies zu vermitteln und zu leben.

Cool Banken , das behaupte ich jetzt einfach mal, hat es noch nie vorher gegeben. Durch das Internet können Banken erstmals in ihrer Geschichte cool sein oder als cool wahrgenommen  werden. Es wird  Zeit für noch  mehr coole Banken.  Doch ob wir alten Männer  in der Lage sein werden, solche Banken zu gründen und zu führen? Denn was als cool bezeichnet wird  liegt im Auge des Betrachters und die junge Generation verwendet womöglich nicht einmal mehr den Begriff cool.

Hier meine Top 5 Liste der coolen Banken 

1. Movenbank
2. Fidorbank
3. Simple
4. Square
5. Civilised Money

Und welche Bank finden Sie cool?

—————————–


Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • HansjörgLeichsenring (@HLeichsenring)

    Lieber Herr Janek

    Abgesehen davon, dass die Nummern 4 und 5 in Ihrer Liste keine Banken sind, wäre ich trotz großer Liebe zu Social Media nicht daran interessiert, dass sich der Service meiner Bank von der Anzahl meiner Twitterfollower abhängt (auch wenn ich mit rd. 4.500 vermutlich nicht schlecht liege).

    Eine Bank muss nicht „cool“ sein sondern „kundenorientiert“.

    Beste sonntägliche Grüße

    Ihr Hansjörg Leichsenring

    • electrouncle

      Hallo auch,

      schon klar und bekannt. Wobei sich die Frage was eine Bank ist, schon bald sehr intensiv stellen wird bzw. schon stellt. Und natürlich muss eine Bank nicht cool
      sein, aber sie kann.

      have a nice day an keep cool

  • Mario Nefischer

    Das beste Beispiel einer coolen Bank – mit Filialen – ist wohl die US-amerikanische Umpqua-Bank.

    Aus einer langweiligen Mini-Bank mit 6 Filialen hat CEO Ray Davis innerhalb von 10 Jahren ein Institut mit über 100 Filialen und 2.400 Mitarbeitern geschaffen. Die Leidenschaft der Mitarbeiter, die eigene Unternehmenskultur und die innovative Filialgestaltung sind wohl einzigartig und werden in allen Fachmagazinen gelobt.

    In seinem Buch „Leading for Growth“ beschreibt Ray Davis seine Herangehensweise mit dem Untertitel „How Umpqua Bank Got Cool“. Einen Rezension zu diesem Buch mit Bildern und Infos über die Umpqua Bank finden Sie bei banknews.at: http://www.banknews.at/1/post/2011/12/die-bibel-der-banking-exzellenz.html

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