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Studie benennt Engpässe in Banken – Interview mit Thomas Kiefer

Studie benennt Engpässe in Banken – Interview mit Thomas Kiefer, Management Berater für Banken, zu den Ergebnissen seiner Studie „Aktuelle Herausforderungen in Banken“

@ Herr Kiefer, die Zahl neu veröffentlichter Studien wächst exponentiell. Was hat Sie zur Befragung von Führungskräften und Mitarbeitern in Banken veranlasst?

Ziel der Studie war, die in meiner Beratungsarbeit immer wieder identifizierten typischen Engpässe und zentralen Wirkfaktoren einer größeren Gruppe von Entscheidern und Mitarbeitern in Banken zur Bewertung vorzulegen. Ergänzend sollte die Einschätzung zu aktuell diskutierten Themen – von der Geschäftsprozessoptimierung bis hin zu Enterprise 2.0 – erhoben werden.

Klar, dass vor allem Unternehmen – auch ich – mit der Beauftragung von Studien neben dem Erkenntnisgewinn auch Aufmerksamkeit und Reichweite erreichen wollen. Das funktioniert allerdings nur, wenn publizierte Inhalte der Zielgruppe entsprechenden Nutzen stiften.

@ Um welche Engpässe geht es?

Die „Optimale Zusammenarbeit und Kommunikation im Team – team-, bereichs- und ressortübergreifend“ wird als größter Engpass am häufigsten genannt. Fast gleichauf folgt die „Bereitstellung von Ressourcen für und die zeitnahe Umsetzung aufsichtsrechtlicher Änderungen“.

Von über 70% der Befragten werden fünf der vorgeschlagenen sechs „größten Engpässe“ auch als solche eingestuft.

Die Auflösung dieser Engpässe ist somit von strategischer Relevanz für die nachhaltige Steigerung der Produktivität und des Unternehmenserfolges.

Auch die „Optimale Ressourcensteuerung in der internen Projektarbeit“ und das „Persönliche Prozessmanagement, Selbst- und Zeitmanagement und die Arbeitsorganisation der Mitarbeiter“ werden als weitere große Engpässe zur Bewältigung der täglichen Aufgaben und Erreichung der Arbeitsziele eingeschätzt.

@ Herr Kiefer, welche Empfehlung geben Sie Banken, diesen Herausforderungen optimal zu begegnen?

Banken sollten die Vernetzung und die Zusammenarbeit innerhalb der Führungsmannschaft, vor allem zwischen der ersten und zweiten Ebene und innerhalb der zweiten Ebene selbstkritisch prüfen und falls notwendig verbessern. Dazu gehört die regelmäßige ehrliche Reflexion der eigenen Arbeit und Situation, zum Beispiel mit Fragen wie „Wo hindern wir uns immer wieder selbst am Erfolg und warum? Was können wir tun, um diese Reibungspunkte in die Hebung zusätzlicher Potenziale zu wandeln?“

Erst im nächsten Schritt können wirksam bereichsübergreifende Herausforderungen identifiziert, priorisiert und bearbeitet werden.

Die Geschwindigkeit ist enorm, stetige Veränderung ist die Regel. In diesem Umfeld kann dauerhaft nur erfolgreich sein, wer offen ist für Neues und alle Mitarbeiter – aber wirklich – in die Verantwortung nimmt und in Change Prozesse in einem sinnvollen Maß einbindet. Konkret geht das zum Beispiel über die Benennung von Prozessverantwortlichen, die Implementierung von Qualitätszirkeln, die Durchführung von Zukunfts-Workshops oder die Einrichtung einer InnovationsWerkstatt (!) wie bei der Volksbank Bühl. Die gemeinsam lernende Organisation / Bank ist mit Hilfe von Enterprise 2.0 und Social Media Tools optimal vernetzt.

„Erfolgreich Führen“ in Veränderungsprozessen heißt, die notwendige Professionalität aufzubauen für den Umgang mit aktuellen Herausforderungen.

@ Zu welchen weiteren Ergebnissen kommt die Studie?

Bei mindestens einem Drittel der befragten Banken sollte noch einiger Handlungsbedarf in den „Pflichtaufgaben“ wie Strategieumsetzung, Struktur- und Prozessoptimierung und Erhöhung der (Dienst-)Leistungsqualität vorhanden sein. Gleiches gilt für das Change Management.

Auch die Antworten zu Vertriebsthemen wie Potenzialausschöpfung und Neukundengewinnung zeigen die Handlungsnotwendigkeit deutlich auf.

Social Media oder gar Enterprise 2.0 scheinen in vielen Häusern noch kein großes Thema zu sein.

@ Herr Kiefer, wo bekommen Interessierte die ausführlichen Ergebnisse der Studie?

Direkt bei mir. Bitte formlos anfordern:

Thomas Kiefer

Management Beratung
http://www.Thomas-Kiefer.de
http://blog.thomas-kiefer.de
info@thomas-kiefer.de

@ Vielen Dank für das Interview.

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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