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So klingen Banken: The worlds greatest

Die drei innovativsten Banken

Die Namen Movenbank, Simple und in letzter Zeit erfreulicherweise auch Fidorbank  gelten zumindest in Fachkreisen national und international wohl als die innovativsten Banken bzw. als Unternehmen mit den innovativsten Banking Ansätzen. Die Anbieter und Entwickler einzelner Tools oder von Banking Teilanwendungen mögen mir an dieser Stelle verzeihen. Dabei ist die Fidorbank als Vollbank von allen Ansätzen  am weitesten und mutigsten. Auch unter den Bankkunden von heute und morgen gibt es bereits eine größer werdende Fangruppe und ich bin mir sicher, wenn Herr Kröner auch mal die klassischen Medien für eine Kampagne nutzen würde, dann wäre mit stark wachsenden Kundenzahlen zu rechnen. Vor einigen Tagen hat Chris Skinner einen sehr positiven Artikel über die Fidorbank geschrieben und wenn er diesen Artikel hätte singen müssen bzw. wenn er ein Lied hätte auswählen müssen, um die Bank zu beschreiben, dann hätte er möglicherweise dieses Lied gewählt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Q7CtENcuUOw]

Bezüglich der Fidorbank bin ich in jedem Fall sehr gespannt, wann die Begeisterung der Internet Community auch auf die nicht so intensiven Internetnutzer überschwappt und wann es der Bank gelingt in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Wenn es sich ähnlich wie bei Facebook entwickelt, dann müsste es eigentlich bald so weit sein und einige Banken würden dann eventuell ihr blaues, rotes, gelbes (oder wie auch immer) Wunder erleben. Zum Glück für die Fidorbank ist die Farbe grün inzwischen ja wieder frei, wenn das mal kein historischer Wink des Schicksals ist.

Nicht so innovative Banken

Aber wie wichtig sind innovative Banken für Menschen. Für einige Menschen – für mich zum Beispiel – sind technologische Fortschritte, die zu einer Vereinfachung des Bankings führen, die Spaß machen und die einem mehr Kontrolle geben durchaus wichtig. Aber auch ich wähle meine Bank noch nicht nach diesen Kriterien aus. Die Mehrzahl der Bundesbürger ( und diese Mehrzahl ist nicht gerade jugendlich) ist hier wohl noch sehr traditionell eingestellt. Sicherheit und das Vertrauen zur Bank spielen eine große Rolle. Ebenso natürlich die Bekanntheit der Bankmarke und eine entsprechende Historie, zumindest dann, wenn es um komplexere und vielleicht auch entscheidendere Produkte geht. Wobei das Vertrauen ist ja offenbar runiert, wenn man der kürzlich veröffentlichten Studie von Ernst & Young glauben darf. Und insgesamt sind die Ergebnisse, die Ernst & Young wie folgt zusammenfasst:

Europaweit deutlicher Vertrauensverlust / Loyalität zur Hausbank nimmt ab / Kunden suchen gezielt nach günstigsten Anbietern für einzelne Bankprodukte / Familie, Freunde und Kollegen sind wichtigere Informationsquellen für Bankprodukte als der Bankberater / Banken können Kunden mit individuellen Angeboten und Loyalitäts-Programmen gewinnen,

aus Sicht der traditionellen Banken verheerend. Letztendlich hat die Finanzkrise und das Verhalten der Banken (sicherlich auch die alten und neuen Medien) den Nährboden für neue Geschäftsmodelle geschaffen und vor allem auch für neue Anbieter. Wer Vertrauen gewinnen und das Gefühl von Sicherheit vermitteln kann, der kann Bankprodukte anbieten. In bestimmten Kreisen können Technologie Anbieter inzwischen dieses Vertrauen aufbauen und sogar das Gefühl von Sicherheit generieren bzw. sie verändern ganz einfach das, was wir unter Sicherheit verstehen. Meint: Unser traditioneller Begriff von Sicherheit verändert sich und es fällt gerade den deutschen Institutionen und Organisationen immer schwerer mit Sicherheit zu argumentieren, weil wir ja inzwischen wissen, dass auch die Rente – trotz Herrn Blüms blumigen Worten – nicht mehr sicher ist.

Natürlich sollte man nicht alle Banken über einen Kamm scheren und die hohe und wachsende Kundenzahl von Volksbanken Raiffeisenbanken und auch Sparkassen zeigt, dass nicht nur innovative Banken geschätzt werden. Zumal Innovation alleine ohnehin nicht ausreicht. Da muss schon noch was dazu kommen wie z.B. Transparenz, Authentizität, Offenheit und die Bereitschaft auf Kunden einzugehen oder diese sogar einzubinden. Was den klassischen Filialbanken aber fehlt, ist die Übertragung der eigenen USPs in die Online Welt, ohne dass man versucht, den Kunden auf die eigenen Wege zu führen. Es wäre sozusagen Zeit für eine Business Model Innovation.

Im Blog „the bankwatch“ fand ich einen interessanten Artikel, der sich mit dem Fall Blackberry und der daraus ableitbaren Botschaft für Banken beschäftigt. Schon das Bild auf der Seite zeigt, in welcher gefährlichen Situation sich manche Banken aktuell befinden, weil das, was man selber für hinreichende Veränderungen hält, eigentlich nur Schmuck am Hemd ist.  Tatsächlich hat Blackberry möglicherweise nur einen ganz kleinen Schritt verweigert oder dessen Notwendigkeit nicht erkannt und bei den Banken mag das ähnlich sein. Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Veränderungen doch viel schneller kommen als gedacht, womit manche Überraschung vorprogrammiert scheint. Und diese Überraschung wird eine Menge Menschen betreffen, die für Banken arbeiten.

Dann würden die alten Banken eventuell so klingen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=DfOj1URIcHs]

Was ich natürlich nicht hoffen möchte

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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