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Occupy und Volksbanken: Gemeinsam (etwas) verändern

Die Volksbanken Raiffeisenbanken haben am vergangenen Dienstag in einigen großen und Auflagenstarken deutschen Tageszeitungen eine mutige und provokante Anzeige geschaltet, in der sie auf ein Bild von Demonstrationen der Occupy Bewegung zurückgegriffen hat.

Geteilte Resonanz

Diese Anzeige wird mittlerweile in den offiziellen Mediehäufig erwähnt und sowohl lobend als auch kritisch kommentiert. Aber nicht nur Journalisten setzen sich mit der Anzeige auseinander. Auch im Internet sind aktuelle zahlreiche Online Gespräche   zu verfolgen, in welchen Meinungen und Standpunkte zur Kampagne und zur Bankengruppe ausgetauscht werden.

Was ist erlaubt?

Es wird beispielsweise darüber diskutiert, ob es legitim war, sich der Demonstrationen bzw. der Forderungen der Demonstranten zu Marketing Zwecken zu bedienen. Außerdem wird die Frage gestellt, ob die Volksbanken Raiffeisenbanken wirklich anders sind als andere Banken?

Aufforderung zum Austausch

Ich kann und möchte hier keine weitere subjektive Antwort hinzufügen. Ich finde es jedoch sehr positiv, dass innerhalb der Bevölkerung nun darüber diskutiert wird, ob es gute und weniger gute Banken gibt. Die Menschen fangen an zu differenzieren. Sie beginnen Fragen zu stellen und nun besteht die Chance in den Dialog einzutreten. Die noch junge  Occupy Bewegung ist bisher eher eine „Dagegen Bewegung“ . Was ich übrigens gar nicht verwerflich finde. Die Volksbanken Raiffeisenbanken haben nun aber den Federhandschuh hingeworfen und fordern  zur Auseinandersetzung und zur Beschäftigung mit dem Geschäftsmodell der genossenschaftlichen Banken heraus. Die Bankkunden sollen vergleichen.  So könnten verhärtete Fronten aufgeweicht werden, wenn nun beide Seiten bereit sind aufeinander zu zugehen und voneinander zu lernen.

Die Möglichkeit zur Veränderung sollte aber eingestanden werden. Jedem Menschen sollten wir eigentlich die Möglichkeit zur Veränderung und Korrektur von Fehlern einräumen. Es macht keinen Sinn zu sagen: Dieser Mensch ist nicht wie ich, also will ich gar nichts mit ihm zu tun haben.

Und das gilt auch für Unternehmen. Diese brauchen Anregungen und kritische Fragen. Wir alle müssen unser Silo Denken verlassen und uns gegenseitig dabei helfen besser zu werden. Jetzt beginnt auf beiden Seiten die Arbeit, denn was der Einzelne nicht vermag, das vermögen Viele

Und was denken Sie?

Zum weiter lesen:

Artikel von www.wuv.de

Artikel von www.evangelisch.de

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Hansjörg Leichsenring

    Die Sparkassen haben auch schon versucht, die Occupy Bewegung zu einem Dialog zu bewegen. Wie auf dem Blog der Gruppe (ist sie das über5haupt) nachzulesen ist, ist man stolz darauf, nicht zu reden. Das offenbahrt den wahren Charakter: Man will nicht verändern, man will nur dagegen sein. Heute die Banken morgen etwas anders. Das ist alles andere als konstruktiv…

    Ich halte es auch für einen großen Fehler, wenn einzelne Bankengruppen jetzt versuchen, auf den Populismus der Politik aufzuspringen und so tun, als ob sie das alles nichts anginge. Der Mob differenziert da nicht groß (wie mir gestern übrigens gerade von einem Volksbank Manager bestätigt wurde). Mitgefangen – mit gehangen ist da die Devise.

    Für alle Banken und Banker gilt: Man muss dringend Vertrauen zurückgewinnen. Das geht nur gemeinsam und nicht nach dem „Schwarzer-Peter-Prinzip“. Vor allem muss man dafür mal anfangen, die Diskussion wieder selbst zu führen, statt sich diskutieren zu lassen.

    Was waren das noch für Zeiten, als wir mit Alfred Herrhausen noch echte Persönlichkeiten an der Spitze von Banken hatten….

    Beste Grüße

    Hansjörg Leichsenring

  • Geerd Lukassen

    „Den Mob“ gibt es nicht…mal abgesehen von der Wortwahl, die ich nicht gutheiße und die meiner Meinung ebenso zu kurz kommt, als wenn man von „den Banken“ spricht.
    Es ist auch weniger eine Bewegung als vielmehr eine Stimmung in der Gesellschaft. Und die muss man, da gebe ich Boris absolut recht, ernst nehmen und Lösungsansätze bieten. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken können eine solche Lösung sein.

    Es ist ähnlich wie in der Politik: Die „Piraten“ bieten ja auch nicht wirklich eine Alternative. Aber sie zeigen auf, woran es den etablierten Parteien fehlt: an Transparenz, Offenheit und der Möglichkeit der Mitbestimmung.

    Die Gesellschaft wandelt sich, und die Occupy-Bewegung ist – genauso wie die Piraten-Partei – ein erster manifestierter Ausdruck dieses Wandels. Wenn man sich jetzt abschottet und von „dem Mob“ und „den Bankern“ spricht, dann verstärkt man nur die gesellschaftlichen Grabenkämpfe.

  • Hansjörg Leichsenring

    Sorry, aber für Vermummter.die nur Randale machen und keine Gesprächsbereitschaft zeigen, sich wirklich sachlich mit Themen auseinanderzusetzen, fällt mir keine bessere Bezeichnung ein …

    Ja, Banken müssen gesellschaftliche Veränderungen aufnehmen und sich anpassen. aber Banken genausowenig wie Politiker müssen nicht jeder Demo vorweglaufen….

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