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Deutsche Bank API für Startups

NEUE API DER DEUTSCHEN BANK FORCIERT ZUSAMMENARBEIT MIT STARTUPS


Dies ist ein Gastbeitrag von Joris Hensen, Projekt- und Innovationsmanager, DeutscheBank, Digital Solutions.

Gastbeiträge erscheinen in diesem Blog unbearbeitet und unkommentiert. Da in diesem Blog Meinungsvielfalt erwünscht ist, drücken Gastbeiträge natürlich nicht unbedingt die Meinung des Blog Herausgebers aus.


 

Die Deutsche Bank bietet Software-Entwicklern seit Anfang November die Möglichkeit auszuprobieren, welche neuen Produkte für Bankkunden mit deren Kundendaten möglich werden, die weit über klassische Finanzdienstleistungen hinausgehen. Unter der Adresse developer.db.com können die Programmierer ihre digitalen Ideen und Prototypen für künftige Serviceangebote testen. Dafür öffnet die Deutsche Bank ihre neue Programmierschnittstelle dbAPI (API steht im Fachjargon für Application Programming Interface) für externe Parteien.

 

Die Bereitstellung des neuen Entwicklerportals ermöglicht es Programmierern und Start-Ups ihre Geschäftsideen und Apps einem Realitäts-Check unterziehen, noch während sie diese entwickeln. Möglich machen dies Test-Daten, die den Profilen und dem Bedarf von vielen Millionen Bankkunden nachempfunden sind. Durch den Verzicht auf reale Kundendaten in diesem Stadium kann die Registrierung sehr schlank erfolgen, so dass Interessenten innerhalb weniger Augenblicke mit der dbAPI arbeiten können.

 

Wie die kommende europäische PSD2-Richtlinie und beispielsweise das britische Open Bank Project, neben vielen anderen Initiativen von Banken- und Fintech-Seite zeigen, besteht für Banken derzeit die historische Chance, sich von einer klassischen Bank zu einem Technologieunternehmen zu wandeln. Das Ziel für Banken sollte es daher sein, ein eigenes digitales Ökosystem zu entwickeln, das externen Anbietern kundenorientierter Lösungen zur Verfügung steht. Banken haben hierzu entscheidende „Assets“ anzubieten: den Kundenkontakt, die Kundendaten und großes Vertrauen bezüglich der Sicherheit der Transaktionen und verwalteten Daten. Dieses Angebot ermöglicht es Fintechs und anderen Start-Ups, nicht mehr nur Nischenprodukte, sondern im Zusammenspiel mit etablierten Banken innovative Produkte anzubieten, die auch breiteren Kundengruppen zur Verfügung stehen werden.

 

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Was kluge Köpfe in der neuen Test-Umgebung der dbAPI Innovatives leisten können, zeigte Ende Oktober der erste Deutsche Bank Hackathon „API/Open“ in Berlin. Bei diesem Programmierwettbewerb der Bank bekamen 13 ausgewählte Teams mit 60 Programmierern und Designern aus 23 Nationen über die dbAPI erstmals Zugang zur IT-Welt der Deutschen Bank. Für den dreitägigen Hackathon hatten sich mehr als 150 Teams mit 750 Kreativen aus aller Welt beworben. Gefragt waren vor allem Anwendungen, die über klassische Bankdienstleistungen hinausgehen.

 

Für die Siegerteams öffnen sich weitere Türen: Die Hackathon-Gewinner können die Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank ausloten. Die von einer Jury ausgesuchten Sieger-Ideen versprechen nach ihrer Realisierung einen hohen Grad an Alltagsnutzen. Platz 1 errang die App „Finance Guru“, Platz 2 die App „Flattr“ und Platz 3 die Anwendung „FinChild“. Einen speziellen Tech Award verlieh die Jury für die Anwendung „AutoAdvisor“ (weitere Infos zu den Teams unter: api-open.db.com/teams.php)

 

Ausgehend von der Startversion wird das Developer Portal der dbAPI (developer.db.com) nun schrittweise um zusätzliche Funktionen erweitert. Fertige Apps werden später mit realen Kundendaten arbeiten, sofern der Kunde hierfür seine ausdrückliche Zustimmung gibt. Im Gegenzug wird der Kunde nach und nach immer mehr Service-Apps nutzen können, die ihm das tägliche Leben erleichtern sollen.

 

Gastautor Joris Hensen

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