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Kann das wahr sein?

Mal wieder ein Kundenskandal?

Es gibt noch keinen Beweis. Bisher brodelt nur die Gerüchteküche. Innerhalb weniger Wochen taucht der Name easy cash zum zweiten mal in den Medien auf und google ist für kurze Zeit aus der Schusslinie.

Der Vorwurf, der easy Cash gemacht wird:

Kontobewegungen von EC-Karten-Käufern sollen mit Adressen und Namen verknüpft worden sein. (siehe z.B. bei spiegel.de)

Es macht sich dass ungute Gefühl breit, dass nicht nur google oder Facebook oder andere Internetunternehmen mit unseren Daten nicht ganz so – bzw. aus Ihrer Sicht – besonders sorgsam umgehen. Auf der anderen Seite wird uns jeden Tag vor Augen geführt wie wichtig Kundendaten für Unternehmen sind. Und man kann davon ausgehen, dass Daten noch wichtiger werden, denn im Zeitalter der Social Data Revolution hinterlässt unser soziales Leben überall digitale Spuren.

Dein Feind der Kunde?

Ohne hier in die Datenschutzdiskussion eintreten zu wollen, treibt mich eine weitaus grundlegendere Frage um. Was ist der Grund dafür, dass sich in Deutschland – und wohl auch in anderen Ländern – eine Kultur entwickelt hat, welche geschäftlichen Erfolg gegen und nicht mit dem Kunden macht? Warum werden die Bedürfnisse und Rechte von Verbrauchern mit Füßen getreten? Warum gibt es unverständliche AGBs, Kleingedrucktes, Sternchen Konditionen, teure Call Center Warteschleifen, versteckte Preiserhöhungen durch kleinere Verpackungen, falsche Etiketten, kaltes Essen, unfreundliche Servicekräfte usw. Wo bleiben wirkliche Transparenz, Ehrlichkeit und Authentizität? Wann werden aus nervenden und inhaltlich falschen Werbebeiträgen nützliche, nachvollziehbare und ehrliche Informationen, welche den Verbraucher wirklich weiter bringen?

Unternehmen 2.0?

Solange Unternehmen sich nicht anders aufstellen und an der Qualität ihrer Dienstleistung arbeiten, können sie sich grundsätzlich auch jede Social Media Maßnahme  sparen, es sei denn, sie sind wirklich bereit auch die unangenehmen Fragen zu stellen, zuzuhören und daraus auch Aktivitäten abzuleiten. Wer beim eintauchen in die Social Media Welt Angst vor der Reaktion der Verbraucher hat, muss offenbar vorher etwas falsch gemacht haben. Wenn es im Internetzeitalter wirklich kein Vertuschen mehr gibt, dann sollten Strukturen und Kulturen von Unternehmen so verändert werden, dass diese Fehler – die zu unzufriedenen und wütenden Kunden führen – nicht mehr gemacht werden. Der Kunde ist dein Freund und nicht dein Feind. Apple, Starbucks und Co. machen es vor!

Das Vertrauen der Bürger in Unternehmen und Institutionen scheint von Tag zu Tag geringer zu werden. Der aktuelle ARAG Vertrauensmonitor legt zum Beispiel den Schluss nahe, dass sich die Menschen immer mehr ins Private zurückziehen und sich aus anderen sozialen Zusammenhängen zurückziehen, denn demnach vertrauen wir in erster Linie Familienangehörigen (85 %), dem Partner und dann Freunden. Danach folgt dann mit weitem Abstand der Nachbar (19 %). Einem Unbekannten vertauen Menschen eher als Großkonzernen und der Politik. Nur 1, 3 % der Deutschen vertrauen der Wirtschaft. Die Gründe hierfür liegen wohl auf der Hand.

Hilft hier vielleicht ein Manifest? Zum Beispiel von Umair Haque?

The betterness Manifest

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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