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Jauchzet und frohlocket: Google mobile wallet ist gestartet

Seit gestern kann man in Seattle mit der sogenannten mobile wallet von google bezahlen. Verschiedene amerikanische Blogs und Medien berichten darüber. Sehr ausführlich zum Beispiel:

 

Google Blog

Mashable

Techcrunch

Nicht uninteressant auch, dass Visa – trotz eigener  mobile Payment Aktivitäten – ab sofort mit google kooperiert, was durchaus zu einer schnelleren Akzeptanz des mobilen Bezahlens in jenen Regionen führen könnte, die eigentlich mit einer sehr guten Payment Infrastruktur ausgestattet sind. Also zum Beispiel in Deutschland.

Hier das offizielle Video zum google wallet Angebot

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=DsaJMhcLm_A]

Hier der erste inoffizielle google Wallet Nutzer

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=gKGptWtzeaU&NR=1]

Und im Blog Engadget gibt es einen sehr schönen Artikel mit dem Titel:  A week with google Wallet. Dieser enthält ein kurzes Video sowie eine ausführliche Beschreibung der Funktionalitäten sowie einen Erfahrungsbericht

A week with google Wallet

Damit beginnt das Warten. Wann können wir in Deutschland erste praktische Erfahrungen mit der google wallet machen. Oder kommt eventuell Paypal dem Konkurrenten zuvor. In dem folgenden Video kann man in jedem Fall sehen, wie sich Paypal die Zukunft des Einkaufens und des Bezahlens vorstellt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=V7q1jx8mYi8&list]

Bei aller Begeisterung für das mobile Bezahlen frage ich mich jedoch auch, welche Folgen das entstofflichte Bezahlung für unseren sozialen Verbindungen haben wird? Der Wert der in Waren und Dienstleistungen steckenden Arbeit wird damit noch unsichtbarer. Die Beziehung zum Produkt und zur Dienstleistung und vor allem zu den Menschen, die das Produkt herstellen und im Geschäft verkaufen (also den Wertproduzenten) wird noch oberflächlicher und verschwindet ganz. Das mobile Bezahlen wird aus kultureller und gesellschaftlicher Perspektive zu einer weiteren Individualisierung führen, es wird den einzelnen Menschen weiter aus sozialen Zusammenhängen herauslösen. Der einzelne Mensch wird immer schwächer, er wird definitorisch auf sich Selbst gestellt ohne es überhaupt noch zu merken.Auf der anderen Seite werden Unternehmen und Institutionen  stärker. Die Fremdbestimmtheit nimmt zu. Da bleibt die Frage wie wir zukünftig leben wollen und müssen natürlich auf der Strecke. Beziehungsweise können wir diese Frage immer weniger individuell, persönlich und aus menschlicher Sicht beantworten.

Ihre Meinung würde mich interessieren

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • HGO

    Der Füllhalter wurde auch vom Kugelschreiber abgelöst!

    🙂

    PS: was tun die deutschen Banken dagegen/dafür??

    • electrouncle

      Ich nutze sowohl Füller als auch Kugelschreiber. Die Reaktion der Banken ist dagegen voraussehbar. Alle warten bis eine Bank – natürlich viel zu spät was tut- und dann beginnt das Spiel der Lemminge. :-). Im Paypal Video kann man übrigens auch ganz gut sehen, was nicht so gut sein wird am mobile Payment. Und da sind dann auch Bedenken erlaubt, um nicht zu sagen notwendig. Auch wenn der Konsument letztendlich sein Schicksal scheinbar selber wählt. Aber eben nur scheinbar

  • Start in das New Payment mit der Google Wallet

    […] Finance 2.0: Jauchzet und frohlocket: Google mobile wallet ist gestartet. […]

  • HGO

    Ich glaube (hoffe) nicht, daß eine Vereinfachung zwangsläufig eine Verdummung mit sich bringt! Auch als in den 70er Jahren elektronische Taschenrechner immer preiswerter wurden, sprach man/frau von nachlassender Rechen-Intelligenz. Es gibt aber immer noch Ingenieure! Es liegt – wie Sie richtig sagen – an dem Engagement des Einzelnen!!
    Und an der Übermittlung von Werten.
    🙂

  • Martin Burch

    Das geht aber nur mit einem Smart Phone, oder?

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