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H.m.d.g.u.k.l.: Ecostamp sucht Kriterien für nachhaltige Geldanlagen

H.m.d.g.u.k.l steht für „Her mit den grossen und kleinen Innovationen und ist ab sofort eine neue Rubrik. Was ich jetzt noch brauche: Hinweise auf und Ideen für grosse und kleine Innovationen innerhalb der Finanzbranche. Hier ist so eine Innovation:

ECOSTAMP das Portal für Nachhaltigkeit versucht eine interessante Frage zu beantworten: Was ist oder was verstehen Verbraucher unter einer nachhaltigen Geldanalage? Haben Finanztunternehmen hier übereinstimmende Vorstellungen? Möglicherweise wird so manche Geldanlage nur durch den starken Marketing Begriff „Nachhaltig“ geschmückt und ungerechtfertigt auf- oder umgewertet. Seitdem Unternehmen entdeckt haben, dass es einen Markt für Nachhaltigkeit gibt, ist es mit dem Inhalt des Begriffes häufig nicht mehr so weit her. Die Nachhaltigkeitssiegel- und Preise schiessen aus dem Boden. Kann es zum Beispiel überhaupt sein, dass nicht nachhaltig wirtschaftende Unternehmen nachhaltige Produktpaletten anbieten dürfen. Darf eine Bank gleichzeitig nachhaltige Produkte anbieten und auf der anderen Seite in Rüstungskonzerne investieren? Und wollen Verbraucher überhaupt nachhaltige Geldanlagen bzw. zu welchem Preis? Hoffentlich generiert die Umfrage von Ecostamp neue Erkenntnisse.

Hier die Infos aus der Pressemeldung:

Der Modebegriff Nachhaltigkeit ist für
nachhaltige Geldanlagen Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite
ist die mediale Aufmerksamkeit für diese Assetklasse auch aufgrund
des gut klingenden Namens Nachhaltigkeit besonders groß. Auf der
anderen Seite macht es die vielfältige Verwendung des Begriffes allen
Marktteilnehmern nicht leicht, zu erkennen und zu verstehen, was sich
denn wirklich hinter dem guten Namen verbirgt.

Ein gemeinsames Projekt vom Alsterspree Verlag und ECOSTAMP bringt
nun echte Transparenz für den Privatanleger: Wann darf sich eine
Geldanlage wirklich nachhaltig nennen? ECOSTAMP startet eine große
Umfrage unter deutschen Anlegern und Konsumenten sowie weitere
Interessierten. Auf www.ecostamp.de
können Anleger nun selbst bestimmen, welche Investitionskriterien
nachhaltige Aktienfonds haben sollten. Bislang ist der Markt der
nachhaltigen Geldanlagen geprägt von dem Nachhaltigkeitsverständnis
einzelner Akteure – und nicht nach dem Verständnis derjenigen, die
die Produkte kaufen sollen, nämlich die Anleger. “

Was denken Sie über nachhaltige Geldanlagen oder Banken? Ist das vielleicht die Innovation die Kunden brauchen?

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Uwe

    Zur Nachhaltigkeit gehört für mich auch Transparenz, so wie es die Ethikbank vollzieht (auf deren Seite kann jeder sehen, wie sie die Gelder anlegt und welche Kredite sie vergibt).
    Ist dieses eigentlich für große Banken möglich?

  • Anette Rehm

    Hallo Herr Janek,
    was ich bei Ecostamp und der ganzen, gerade aktuellen Diskussion um „nachhaltige Geldanlage“ vermisse, ist die Nennung von geschlossenen Erneuerbare-Energien-Fonds oder die Investition in Solaranlagen, Solarparks und Bürgersolaranlagen. Auch das ist nachhaltig, und transparent. Oder sind nur „echte Aktienfonds“ oder Produkte von Banken akzeptabel? Der „Sprung auf den grünen Zug“, neudeutsch greenwashing, wird ja nun gerade von den Banken sehr massiv betrieben, denke ich da an Kampagnen der Deutschen Bank (die u.a. munter Tepco finanziert) oder der Volks- und Raiffeisenbanken. Schade, dass häufig – wie eben auch bei Ecostamp – nur Banken und börsennotierte Papiere genannt werden.

    • electrouncle

      Hallo Frau Rehm,

      ja da ist Ecostamp sicherlich auch nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Und sobald man sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, unterliegt man ja eigentlich auch dem Verdacht der Reinwaschung bzw. man verliert die Unabhängigkeit, weil man selber Nachhaltigkeit als Geschäftsfeld nutzt. Da ist noch viel Arbeit, wobei ja kleine Schritte erforderlich sind, denn das 100 % nachhaltige Finanzunternehmen gibt es noch nicht

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