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Google wird nicht zur Bank

Nein, google beabsichtigt nicht eine Bank zu werden und möglicherweise ist das Unternehmen noch nicht einmal daran interessiert mit Zahlungsverkehr Geld zu verdienen. Offenbar soll google wallet die Brücke zwischen Online und Offline herstellen. Google erschliesst sich also den Offline Kanal um noch mehr Geld mit Werbung zu verdienen. Dafür muss google seinen Werbekunden einen USP bieten, der offenbar in den Daten besteht, welche den Händlern zukünftig über die google wallet zur Verfügung stehen werden, welche diesen wiederum helfen strategischere Entscheidungen zu treffen. Zukünftig weiss der Werbetreibende dann auch, welche Werbegelder er wo verschwendet :-).

Schon heute kann google sagen, welchen Einfluss Online Werbung auf den Offline Kauf hat. Diverse Studien, wie z. B die Ropo Studie oder auch der Zero Moment of Truth Blog lassen sich als Beweis heranziehen. Die Verwendung der google wallet wird dann noch vorhandene Informationslücken schliessen. Die Wallet wertet Impressions, Klicks und Coupons aus, die in der wallet gespeichert werden und der Händler liefert die Daten am Point of Säle. Diese Daten sollen zunächst händisch später wohl auch automatisiert ausgewertet werden. Statt dem Klick auf eine Anzeige wird z.B. ein in die wallet geladeneren Coupon mit entsprechenden Vorteilsangeboten im lokalen Handel eingelöst und direkt mit der wallet bezahlt. Es gibt prinzipielle keine Informationslücke mehr. Der Händler kann wertvolle Kunden identifizieren und entsprechend belohnen. Website Kauf und Offline Kauf können über die wallet miteinander verbunden werden.

Marc Freed-Finnegan, Google’s Senior Business Product Manager for Google Wallet erklärte diese Zusammenhänge unlängst für Mediapost. Und der Begriff bezahlen oder Zahlungsverkehr fiel erstaunlich selten.

Dennoch besteht für Banken kein Grund zur Entspannung, denn einerseits wird google in jedem Land nur mit einzelnen Unternehmen kooperieren, da zu viele Partner natürlich auch den Nutzungsprozess erschweren könnten. Auch die Konzentration auf Kreditkarten und ein eigenes Kartenangebot scheint nicht in Stein gemeisselt zu sein.Terminals lassen sich vermutlich nachrüsten oder könnten auch einfach verschenkt werden. Selbst der Sicherheitsaspekt ist keine wirkliche Hürde für die Nutzung. Und die Bank gibt auch als Partner wesentliche Teile Ihrer Kernkompetenz an den Partner ab, die Kundenbeziehung wird weiter geschwächt und in jedem Fall ist die Bank nur Juniorpartner. Wohin führt der Weg der Banken?

Quelle: http://www.mediapost.com/publications/?fa=Articles.showArticle&art_aid=159275&nid=131532

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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