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Genossenschaft trifft Platform Cooperativisim trifft Blockchain

Innovation braucht Haltung und Werte

In den letzten Tagen hatten wir eine spannende Veranstaltung. Ich bin der festen Überzeugung, dass Innovation Haltung braucht und vor allem auch einem Zweck folgen sollte, der Mensch und Umwelt vor den Profit stellt. Selbst die Vertreter der Plattform Ökonomie postulieren diese Philosophie, obwohl  diese dann all zu oft durch die Ansprüche des VC – Wachstums Gesetzes zerrieben werden.

 

Alternativen gesucht und gefunden

Nun gibt es einige Bewegungen und Initiativen – zu denen sicherlich auch die genossenschaftliche gehören könnte – die auf der Suche nach neuen Modellen sind, welche die den anwachsenden Problemen dieser Zeit so lösen möchten, dass alle Menschen von Neuem profitieren, weil Monopoly eben nur als Spiel in geselliger Runde Spaß macht. Digitale Technologien geben uns die Mittel in die Hand, Plattformen zu entwickeln, in denen Werte nicht einseitig extrahiert sondern gemeinsam erstellt und gemeinsam genutzt werden. Arcade City ist beispielsweise ein Startup, dass eine fast schon genossenschaftliche Alternative zu Uber entwickelt hat.

 

GENOpreneurship Summit

Auf der GENOpreneurship Summit in Köln haben wir versucht unterschiedlichste Menschen zusammen zu bringen, die aber in der Gemeinsamkeit vereint waren, die genossenschaftliche Idee für wichtig und chancenreich zu halten. Kamil Babarski von Mak3it hat gezeigt, wie und warum genossenschaftliche Unternehmen viel stärker mit Lean Startup Methoden arbeiten sollten, Carsten Rhinow und ich haben in einem Workshop versucht einen genossenschaftlichen Business Model Canvas zu entwickeln und zu diskutieren, Helga Koch und Johannes Korten von der GLS Bank zeigten, wie eine genossenschaftliche Bank Plattform aussehen könnte in der Wissen zur neuen Währung wird.

 

Nur Genossenschaftsbanken hilft die Blockchain

Axel Apfelbacher erklärte die Blockchain und endete mit dem bemerkenswerten Satz, dass die genossenschaftliche Finanzgruppe die einzige Bankengruppe der Welt sei, die die Blockchain mit Sinn füllen könne. Thomas Dönnebrink (Quishare) forderte die Entwicklung von Geno Plattformen und endete mit einem Plädoyer an die Genossenschaftsbanken. Die Berliner Volksbank stellte dar, wie man als Volksbank in Startups investieren kann und zum Abschluss erlebten die Gäste in Money Circle ein Startup live, welches auf dem besten Weg ist, eine Blockchain basierte kooperative Spar- und Darlehensbewegung von Großbritannien aus  in die Welt zu schicken.

 

Und was ist sonst noch passiert?

Wenn man nun noch die Pressemeldungen über Number 26:

Konto Kündigungen bei Number 26 (Heise.de)

und die Aussagen von  Mathias Kröner zur Bedeutung von Fintech Startups

Fintech Startups sind weder relevant noch disruptiv (Bank Blog)

als zwei der Top News dieser Woche mit einbezieht, dann darf man durchaus

 

Das Fazit ziehen:

Es ist noch nicht zu spät. Genossenschaftsbanken werden auch in digitalen Zeiten noch gebraucht. Vielleicht sogar viel stärker denn je.

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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Finterview: Moneycircles

Sorry for that, but most fintech startups are boring. They just try to take the role of a bank, without...

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