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GENOHACKAHTON UND Die KONSEQUENZ

Atemlos

Der erste GENOHackathon ist mittlerweile Geschichte. Die FinTech Karawane zieht weiter, beinahe atemlos. In Frankfurt fand in der letzten Woche die execfintech statt und fast gleichzeitig in Zürich die FINANCE 2.0 KonferenzBanken und Startups sind gleichermaßen aktiv und reichen sich teilweise  die Hände. Das dies alles nicht auf Banken Disruption hinausläuft ist dabei eindeutig und wurde von Chris Gledhill  von Secco in einem kürzlich erschienenen Beitrag auf coinbase deutlich und zurecht kritisiert.

 

Erfreuliche Ergebnisse

Der genossenschaftliche Hackathon, ausgerichtet von der DZ BANK Gruppe, der FIDUCIA GAD und der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG, war ein voller Erfolg. 12 Ideen wurden in erste digitale Anwendungen gegossen und eine hochkarätig besetzte Jury wählte einen Sieger und mehrere weitere Preisträger aus. Bewertet wurden die Pitches nach dem Kundennutzen, Geschäftsnutzen, der Umsetzbarkeit, Pitch Qualität, die Umsetzung des Prototypen und die Passung zur genossenschaftlichen Idee. Die Sieger werden nun in verschiedenen Formaten weiter an der Umsetzung der Ideen arbeiten.

 

Die Konsequenz zulassen

Der GENOHackathon war jedoch auch eine Inspiration, eine Rückkehr zu genossenschaftlicher Entrepreneurkultur und eine Lehre für all jene Menschen, deren veraltetes Menschenbild, Organisationen und die ganze deutsche Wirtschaft als sich selbst erfüllende Prophezeiung in die Sackgasse der Veränderungsresistenz und damit auf den Weg der Bedeutungslosigkeit führt. Jenes Menschenbild des tayloristischen Organisationsmodells;  die Theorie X, die davon ausgeht, dass Menschen nicht gerne arbeiten. Stattdessen versuchen Sie Arbeit zu vermeiden und müssen extrinsisch motiviert, verführt und gezwungen werden. Pyramidiale Organisationen und entsprechende hierarchische Führungssysteme sind die Folge, die durch staatliche Regulierung besonders verfestigt werden.

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Genossenschaftliche Unternehmen sind dabei eigentlich anders. Sie leben von ihren Mitgliedern. Setzen auf und fordern: Selbstverantwortung, Selbstständigkeit, Subsidarität und Solidarität. Alles Prinzipien, die auf dem 1. GENOHackathon, dessen Idee auf dem inzwischen schon zur Tradition gewordenen GENOBarcamp geboren wurde, lebten.

Offene Netzwerke sind, unter den sich verändernden Bedingungen, besser geeignet, um produktiv und innovativ zu sein. Innovation braucht keine Gremien und Hierarchien, sie braucht Demokratie und Markt und sie braucht Menschen, die einander auf Augenhöhe begegnen und dadurch ihre Potentiale voll einbringen können. Der GENOHackathon war ein weiterer Schritt, er sollte zum Motor werden, der jeder einzelnen Genossenschaftsbank den Mut zur Neuerfindung injiziert.

 

Interessante Links:

Die Volksbanken suchen die Super App – faz.de

Genohackathon: Ideen, Freunschaft, Spass… – it-finanzmagazin.de

Der erste Geno Hackathon – bwgv.de

Großer Bruder: GENOHackathon – genobarcamp.de

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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