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Finterview: VISUALVEST

Ein Team aus Experten und Querdenkern hat mit VisualVest einen der ersten Robo Advisor Dienste einer deutschen Bank auf den Markt gebracht, der sich an eine neue Generation von Finanzkunden richtet, die selbstbewusst und eigenständig und über digitale Kanäle für ihr finanzielles Wohlbefinden sorgen möchten. Ich freue mich, das Dr. Olaf Zeitnitz, Geschäftsführer von VisualVest meine Finterview Fragen beantwortet.

 

VV_Logo_mitClaim_RGB_72Warum haben Sie VisualVest ausgegründet?

Dieser Schritt über eine eigene Gesellschaft wurde ganz bewusst gewählt, um eine klare Abgrenzung zum bestehenden Tagesgeschäft mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie anderen Partnern zu gewährleisten.

 

Welches Kundenproblem möchten Sie lösen?

Die Möglichkeiten der Geldanlage haben sich aufgrund der Niedrigzinspolitik stark verändert. Viele Anleger scheuen sich jedoch vor der Geldanlage in Fonds. VisualVest will Anlegern verständlich erklären, wie die Geldanlage in Fonds funktioniert. Statt zu verwirren, wollen wir Informationen vermitteln und das komplexe Thema Geldanlage in Fonds verständlich machen. Dazu bietet VisualVest breit gestreute, durch Finanz-Experten optimierte Portfolios für verschiedene Anlegertypen an und nimmt dem Kunden die Arbeit der Portfolioallokation ab – und das bei geringen Kosten.

 

Wie lautet Ihre Value Proposition

VisualVest ist ein online Portal für die private Geldanlage und bietet eine Anlagemöglichkeit, die bequem von zuhause oder unterwegs gesteuert werden kann. Wir wollen die Geldanlage so verständlich, so rentabel und gleichzeitig so sicher wie möglich machen und das alles online mit einem fairen  und transparenten Preis-Leistungsverhältnis.

Kurz:

Flexibilität, Sicherheit, Transparenz und Unabhängigkeit.

 

Finterview: VisualVest

Mein Gesprächspartner: Dr. Olaf Zeitnitz Geschäftsführer VisualVest GmbH

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Wie finanziert sich Visual Vest heute?

VisualVest wurde im Januar 2015 von der Union Asset Management Holding als hundertprozentige Tochter gegründet und ist seit dem 7.03.16 am Markt.

 

Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Geschäftsmodell?

VisualVest ist ein sogenannter Robo Advisor. Kunden geben auf der Webseite ihre Präferenzen (Zielbetrag, Sparsumme einmalig und/oder monatlich, Risikobereitschaft) an und bekommen daraufhin das Portfolio empfohlen, dass am besten zu ihnen passt. Sie entscheiden selbst, ob sie ein Portfolio aus aktiv verwalteten Fonds oder aus ETFs bevorzugen. Die Auswahl der aussichtsreichsten Fonds  wird von Experten vorgenommen, diese ständig überwachen und gegebenenfalls austauschen, sollten sich die Kriterien der Fonds ändern.

VisualVest empfiehlt dem Kunden ein Portfolio je nach Anlageziel und Risikoneigung. So enthalten Portfolios für sicherheitsorientierte Anleger einen hohen Anteil an Geldmarktfonds und Euro-Staatsanleihen. Chancenorientierten Anlegern, für die ein sehr langer Anlagezeitraum in Frage kommt, empfehlen wir Portfolios mit einem höheren Anteil an Aktien und Rohstoffen. Diese können höhere Gewinne erzielen, beinhalten aber gleichzeitig ein höheres Risiko aufgrund von Marktschwankungen.

Der Auswahlprozess lässt sich auf der VisualVest Webseite kostenlos und unverbindlich testen.

Das Preismodell ist einfach und transparent. Anleger bezahlen 0,05 Prozent des Depotwerts pro Monat (mindestens 3 Euro) als Servicegebühr an VisualVest, das entspricht 0,6 Prozent auf das Depotvolumen pro Jahr (für Kunden unter 27 Jahren entfällt die Mindestgebühr). Dieser Betrag enthält alle Gebühren, die der Kunde an VisualVest bezahlt.

 

Wie setzt sich Ihr Team zusammen?

Bei VisualVest arbeiten Finanz-Experten, Online-erfahrene Produkt- und Marketing-Profis, Kundenservice sowie Sicherheitsexperten und Entwickler Hand in Hand. Das Kernteam von VisualVest besteht aus 14 Personen, erweitert um unseren Kundenservice und ein schlagkräftiges professionelles IT-Team sowie Unterstützung durch Marketing und Social Media Experten und eine professionelle Webagentur.

 

Was könnt Sie besser als Fintech Unternehmen?

VisualVest kombiniert jahrelange Erfahrungen einer etablierten Fondsgesellschaft mit der Schnelligkeit, Einfachheit, und Transparenz eines Fintechs. Dadurch bietet VisualVest den Kunden ein großes Maß an Sicherheit. In Finanzfragen ist dies sicher ein gewichtiger Punkt. Die Depotbank zur Verwahrung der Fonds genutzt ist die Union Investment Service Bank.

Da wir auf das umfassende Angebot einer der zehn größten Fondsplattformen für Geschäftskunden Europas zurückgreifen, sind wir in der Lage, Privatanlegern eine im Online-Markt einzigartige und breite Produktpalette anzubieten. Mehr noch: Wir selektieren aus rund 13.000 Fondsprodukten, zu denen sonst vorwiegend institutionelle Kunden Zugang haben, um für jeden Anleger ein passendes Investment-Portfolio zu schnüren.

Außerdem fallen bei uns für den Fondsanteilskauf keine Provisionen an. Denn: Etwaige Provisionen und Ausgabeaufschläge für Fondsanteile werden von VisualVest an unsere Kunden rückvergütet.

VisualVest behält das Ziel seiner Anleger im Auge. Im VisualVest Benutzerkonto informieren wir unsere Kunden, ob der Zielbetrag zur gewünschten Laufzeit voraussichtlich erreicht wird. Sollte das nicht der Fall sein, gibt VisualVest den Kunden Bescheid und unterbreitet Vorschläge, wie das Ziel erreicht werden kann.  Beispielsweise durch eine Einmalzahlung oder die Veränderung der monatlichen Sparrate.

Damit geht unser Angebot bereits zum Start über das vieler Konkurrenten hinaus. Selbstverständlich werden wir es aber stetig weiterentwickeln

 

Wo sehen Sie die Herausforderungen in der Zukunft? Für Visualvest, Banken und die ganze Finanzbranche?

Die größte Herausforderung wird es sein, Vertrauen in VisualVest und die Online Portale zur Geldanlage zu schaffen. Die wichtigste Grundlage dafür ist Transparenz und Verständnis. Nur Anleger, die das Angebot verstehen, und vor allem den Mehrwert im Vergleich zu anderen Anbietern erkennen, werden ihr Geld auch online anlegen.

Daher müssen gerade Onlineportale ihr Angebot zielgerichtet auf die potenziellen Anleger zuschneiden und auf deren Wünsche schnell und flexibel reagieren.

Von den Erfahrungen, die wir bei dem Onlinegeschäft haben, profitieren natürlich auch unsere Partnerbanken im genossenschaftlichen Bereich und damit deren Kunden.

 

Wie erfolgt Ihre Marktbearbeitung/eroberung?

Wir sprechen unsere Zielgruppe dort an, wo sie sich am meisten aufhält: online. Aber auch bereits vor dem Marktstart haben wir uns immer wieder mit Focusgruppen getroffen und ausgetauscht, sowohl in kleinen Runden als auch über ein Marktforschungs-Institut. Selbstverständlich beobachten wir auch den Markt über die Teilnahme an Events und Meet ups.

 

Welche Pläne habt Sie konkret für 2016?

Als primäres Ziel möchten wir VisualVest am Markt etablieren und das Vertrauen der Kunden gewinnen. Daneben werden wir im Verlauf des Jahres unser Angebot weiterentwickeln. Dazu werden bereits zum Ende des zweiten Quartals neue Portfolios eingeführt.

 

Wer sind Ihre Wettbewerber?

Im weitesten Sinne alle Anbieter, die online Fonds vermitteln. Bei näherer Betrachtung bieten allerdings nur wenige Anbieter einen Portfolio-Ansatz ähnlich dem von VisualVest. Und diese wiederum konzentrieren sich in der Regel auf einen Fondsanbieter und eine Anlageklasse. VisualVest setzt auf ein diversifiziertes Portfolio in verschiedene Anlageklassen und mit einem Mix an Fondsanbietern im Portfolio, was einen direkten Vergleich erschwert.

 

Gab es eine besondere Herausforderung bei der internen Entwicklung eines Startups aus einem etablierten Finanzunternehmen?

Bei der Entwicklung profitierten wir sehr stark von dem Vorteil, ein Tochterunternehmen eines etablierten Finanzunternehmens zu sein. Wir konnten auf Experten und bestehende Expertise zugreifen und dadurch VisualVest mit einem kleinen schlagkräftigen Team und kurzen Wegen aufbauen.

 

Ihr Tipp für Gründer?

Bei VisualVest haben wir sehr gute Erfahrung mit einem Mix aus „alten Hasen“  aus der Finanzwelt und Experten aus der Online – / Cloud – / eCommerce – Industrie gemacht. Diese Vorgehensweise können wir sehr empfehlen.

Wenn das Team nur aus Finanzexperten bestünde, hätten wir viele Informationen nicht hinterfragt, das Wissen bei unseren Nutzern vorausgesetzt und sie damit abgeschreckt.

 

Welches Fintech Unternehmen oder welche Bank beeindruckt Sie aktuell?

Da gibt es einige spannende Entwicklungen am Markt. Unternehmen wie transferwise gehören sicher zu den Benchmarks was ihr Angebot, ihren Auftritt und ihre Vermarktung betrifft. Aber auch junge deutsche Unternehmen, wie z.B. number26 beeindrucken uns, was die stetige Weiterentwicklung der Services betrifft, aber auch weil sie transparent und sympathisch auftreten, wie es sich VisualVest vorgenommen hat.

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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