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Finterview: Payever

Finterview: Payever

Warum habt Ihr payever gegründet? ( Eure persönlicher Antrieb als Gründer)

Vielleicht liegt es am Migrationshintergrund – aber die Hemmschwelle zur Gründung war bei Viktor und mir nicht hoch. Wir wollten das unbedingt und dachten uns “Wenn wir das jetzt nicht machen, dann ziehen wir das niemals durch”. Viktor brach seine Promotion ab und wir starteten mit einem einfachen Ratenkauf im Internet, den wir immer weiter ausbauten.

 

Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen?

Wir möchten mit payever Verkaufen für Händler einfacher machen. Das beginnt bei dem kritischen Punkt der Bezahlung, geht aber auch um den Verkauf in unterschiedlichen Kanälen oder das man die Verknüpfung mit der Buchhaltung oder dem Versandtool hinbekommt. Hierbei integrieren wir entweder Systeme, die wir für marktführend halten oder bauen diese selbst auf – wie wir es beispielsweise mit unserem Facebook Shop gemacht haben.

 

Was ist Eure Value Proposition?

Verkaufen klingt banal. Stell dir aber einfach mal den ganzen Prozess vor. Du baust einen Online Shop auf, hast einen Laden vor Ort, verkaufst parallel auf eBay und Amazon, möchtest Kunden per Inbound-Marketing ansprechen und vielleicht möchtest du noch deinen Fans auf Facebook Restbestände günstiger verkaufen. Das ist hochkomplex. Für jeden Kanal benötigst du eine eigene Lösung. Auch alle Zahlungsarten überall anzubieten ist schwierig. Dazu kommt noch der gesamte Prozess nach dem Verkauf, der mindestens genauso komplex ist. Das alles kostet unsere Kunden unglaublich viel Zeit & Geld für Programmierung und die manuelle Abwicklung. Genau hier setzen wir mit payever an und bieten alles aus einer Hand.

 

Wie finanziert sich payever heute?

Wir generieren bereits Umsätze und konnten neben dem Microsoft Ventures Accelerator, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der IFB Hamburg kürzlich auch den High-Tech Gründerfonds als Investoren gewinnen.

 

Bitte beschreibt kurz Euer Geschäftsmodell?

Hauptsächlich finanzieren wir uns über Provisionszahlungen von Zahlungsdienstleistern und Banken. Zusätzlich verlangen wir pro Applikation ab 10 Transaktionen monatlich von unseren Geschäftskunden eine Gebühr von 10€ pro Monat zzgl. 0,1€ pro Transaktion. Initial ist und bleibt payever kostenfrei.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Unser Team umfasst fast ausschließlich Entwickler, da wir große Partner gewinnen und so schnell ohne eigenes Marketing hatten wachsen können. Viktor und ich kümmern uns um die BWL-Themen.

 

Banken lieber disruptieren oder integrieren (Enabler)?

Integrieren.

 

Was könnt Ihr besser als Banken?

Die IT: Wir fügen neue Features anhand des Feedbacks unserer Community innerhalb von Tagen oder Wochen hinzu. Banken benötigen dafür Jahre. Das können wir besser.

 

Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für Euch und die Finanzbranche?

Ich glaube das eine wesentliche Herausforderung bereits bewältigt wurde, nämlich das Bewusstsein, dass sich etwas ändern muss. Jetzt wird es spannend zu sehen, wie diese Änderungen genau aussehen. Wir haben gute Erfahrungen mit Banken gemacht, da unser Timing gestimmt hat. 10 Jahre früher sah das sicher anders aus.

 

Wie erfolgt eure Marktbearbeitung/-Eroberung?

Wir setzen hauptsächlich auf große Multiplikatoren.

 

Welche Pläne habt Ihr konkret  für 2015?

Wir werden weitere Lösungen auf den Markt bringen und über unsere Partner vertreiben.

 

Wer sind Eure Wettbewerber?

Wir haben nur einen vergleichbaren Wettbewerber Square aus den USA.

 

Habt Ihr vielleicht einen Tipp für andere Gründer?

Starten und nicht zurücksehen!

 

Eine Zusatzfrage. Gibt es ein Musikstück, dass Euch bei der Arbeit motiviert?

“Dream on” von Aerosmith

 

Mehr zu Payever:

Internetseite von Payever

Artikel von Gründerszene.de

Artikel von Finextra.com

Aktuelle Pressemitteilung

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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